Theresia Körber – ein Beispiel für „Freiwilligenarbeit“ in Großweismannsdorf
Theresia Körber kümmerte sich seit 1950 bis vor wenigen Monaten freiwillig und unentgeltlich um den Friedhof in Großweismannsdorf.
Für folgende Tätigkeiten war sich Frau Körber nicht zu schade:
- Leichenhalle für Bestatter aufgeschlossen
- Leichenhalle und Wege am Friedhof sauber und, soweit möglich, instand gehalten
- 1 x im Jahr das Kreuz mit einer Drahtbürste gereinigt
- Toilette am Friedhof auch während des Siedlungsbaues gereinigt (Benutzung durch die Bauarbeiter)
- während der Amtszeit des Bürgermeisters Galsterer den Platz vor der Kirche alleine geschottert
- unmittelbare Umgebung des Friedhofes in Ordnung gehalten
Frau Körber war/ist bei der Bevölkerung wegen ihrer menschlichen und tröstenden Art bei Trauerfällen sehr beliebt. Sie unterstützte ihren Mann bei seiner Aufgabe als Totengräber. Den Friedhof betrachtete sie als „ihren“ Friedhof. Ihre (bezahlte) Aufgabe als Leichenfrau nahm sie nicht aus Geschäftssinn, sondern als Vertrauensperson der Bevölkerung wahr.
Dies bestätigte auch Altbürgermeister Hans Bogendörfer.
Aufgrund des ehrenamtlichen Engagements, insbesondere im Bezug auf die Leichenhalle, über einen Zeitraum von fast einem halben Jahrhundert, erschien es angemessen, Frau Körber durch eine gemeindliche Auszeichnung aus dem Kreis der Bürgerschaft hervorzuheben.
Werner Reeh
