Bürgerbeteiligung und Bürgermitarbeit am Projekt Spielplatz Hohe Sandleite
Beteiligte:
Arbeitskreis Jugendhilfeplanung:
Carola Lipfert, Hannes Völkl, Renatus Fischer, Marietta Waldhör, Hartmut Igel, Helmut Unglaub, Heidemarie Deffner, Reiner Beck, Richard WittBürger aus der Hohen Sandleite:
Christel Wirzberger-Camacho, Susanne SchmittMarkt Roßtal:
Frau Schinker
Herr Bauer
Mitarbeiter des Bauhofes
Idee:
Mit der Beendung der regen Bautätigkeit im Baugebiet „Sandleite“ in Buchschwabach wurde nunmehr die Planung und die Realisierung des Spielplatzes in der Sandleite in Angriff genommen. Zur Verfügung steht ein ca. 2500 m² großes Grundstück inmitten des Baugebietes, das auch für eine kommunikatives Miteinander der Generationen reichlich Platz bietet. Seit mehreren Jahren nun schon werden in Roßtal Spielplätze nicht mehr alleine von der Kommune geplant und realisiert, sondern vor allem durch aktive Mithilfe der betroffenen Bürger und Kinder selbst.
Ziel ist, dass die Bürger diese Spielplätze auch als „ihre“ Anlagen annehmen und sich auch in der Konzeption (...mein Baby) wieder erkennen.
Ablauf:
Schon bald nach Fertigstellung und Bezug der ersten Wohneinheiten wurde der Wunsch nach Errichtung eines Kinderspielplatzes geäußert. Der Zuzug zahlreicher junger Familien mit entsprechend kleinen Kindern wurde vor allem durch das Roßtaler Baulandmodell forciert, welches die Möglichkeit zum Erwerb günstigen Baulandes bot.
In mehreren Sitzungen des vom Markt Roßtal eingerichteten Arbeitskreises Jugendhilfeplanung (Mitglieder aus den verschiedensten Organisationen und Vereinen) wurde die Vorgehensweise abgesprochen.Zu Beginn wurden interessierte Neubürger zur Sitzung der Jugendhilfeplanung eingeladen und die Idee zu deren Beteiligung vorgestellt. Zwei Mütter ließen sich spontan auf eine aktive Mitarbeit ein.
In einem Schritt wurden Briefe an alle Haushalte verfasst und im Rathaus vervielfältigt. In diesem Brief wurden alle Kinder gebeten, in gemalten Bildern fest zu halten, wie denn „ihr“ Traumspielplatz aussehen könne. Nach dem Rücklauf der eindrucksvollen Kinderzeichnungen wurde von Frau Camacho und Frau Schmitt eine Auswertung der Zeichnungen vorgenommen und eine Rangfolge der beliebtesten Spielgeräte ermittelt. Die Koordination mit dem Markt Roßtal erfolgte wiederum über einen Vertreter des Arbeitskreises Jugendhilfeplanung. Es folgte eine Reihe von Ortsbesichtigung zusammen mit Vertretern der Neubürger, der Jugendhilfeplanung und des Marktes Roßtal. Notwendige Geländemodellierungsmaßnahmen wurden mit dem Bauhofleiter abgesprochen und auch binnen weniger Tage vorgenommen. Die Prioritätenliste wurde von der Projektleiterin des Marktes Roßtal, Frau Schinker an die verschiedensten Spielgerätehersteller zur Abgabe eines Angebotes übersandt. Bei der Auftragsvergabe war wiederum Frau Camacho mit zugegen.
Dass eine solche große Spielzone weiterentwickelt werden sollte, war allen Beteiligten klar. Auf der Hand lag auch, dass bei Bereitschaft zu tätiger Mithilfe auch entsprechende finanzielle Mittel eingespart und wiederum für weitere Spielgeräte reinvestiert werden können.
Konkret wurden folgende Maßnahmen in Erwägung gezogen bzw. schon realisiert:
- Doppelzügige Kaminsteine wurden von einem Roßtaler Bürger (Klaus Kutschka) spendiert, die vom Bauhof durch Aufmontage eines hochwertigen Lattenrostes zu komfortablen Sitzbänken umgebaut und bereits aufgestellt wurden.
- Die Neubürger setzten sich mit verschiedenen ortsansässigen Gärtnereien, Friedhofsgärtnereien und Landschaftsplanern in Verbindung und baten um eine Sträucherspende. Entsprechende Zusagen sind bereits vorhanden.
- Der Arbeitskreis Jugendhilfeplanung wird noch im Herbst zusammen mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an einer Pflanzaktion teilnehmen.
- Zur Einweihung soll ein Spielplatzfest stattfinden. Einladungen ergehen auch an alle politischen Parteien und Gruppierung im Markt Roßtal, von welchen ebenfalls eine Sträucher- oder Baumspende erbeten ist. Die Roßtaler St.-Georgs-Pfadfinder werden ein Großraumzelt nebst Biertischgarnituren und Gasgrill zur Verfügung stellen.
Fazit:
Wenngleich nicht alle Bürger sich zu einer Mitarbeit aktivieren ließen, so begann dieses Projekt im Lauf der Zeit doch zu einem „Selbstläufer“ zu werden.
Richard Witt
