Markt Roßtal

Landkreis Fürth

Mittelfranken

Bayern

Deutschland
Markt Roßtal
Marktplatz 1

90574 Roßtal
Deutschland

Spielzone in der „Hohen Sandleite“ eingeweiht
(Roßtaler Baulandmodell)

 

Erster Bürgermeister Maximilian Gaul hat am Montag, 2. Juli 2001, die mehr als 2500 m² große Spielzone in der Hohen Sandleite in Buchschwabach eingeweiht.

Die Besucher konnten sich von einer gelungenen Arbeit im Rahmen des Roßtaler Baulandmodells überzeugen. Dazu gehört auch die Gestaltung von Freiflächen und Gemeinschaftsflächen.

Der Marktgemeinderat hatte bei seiner Bauleitplanung von Beginn an sich gegen einen herkömmlichen Kinderspielplatz im Wohngebiet ausgesprochen, sondern folgte den Vorschlägen der Jugendhilfeplanung im Landkreis Fürth, eine Spielfläche mit unterschiedlichsten Aktivitäten zu schaffen, die offen vom Wohngebiet in die Landschaft hinausführt. Kinderspielplätze gibt es im Markt Roßtal viele. Viele sind auf Initiative der Verwaltung entstanden, andere gingen auf Anträge von Bewohnern zurück. Dieser Freiraum für die Kinder aber entstand im Rahmen des Arbeitskreises Jugendhilfeplanung des Marktes Roßtal unter enger Zusammenarbeit und Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger und der Bauverwaltung des Marktes Roßtal. Erstmals haben auch Kinder und Erwachsene Baum- und Strauchpatenschaften am Spielplatz übernommen, die durch eine vom Bürgermeister unterzeichnete Urkunde zugeordnet wurden.

Urkunde  

Hendrik und Tristan Voinea, Alexander, Daniel, Frederike und Maria Jaeger, Lukas und Juliane Altmann, Jana und Daniel Schmitt, Marco und Marvin Salmen, Lea und Leon Comacho, Eva und Michael Kronpaß und Familie Reinhold Lehnert haben sich zur Übernahme einer Baum- oder Strauchpatenschaft bereit erklärt.

Richard Witt, der interimsweise von Renate Kleindl die Leitung des Arbeitskreises übernommen hatte, und Christel Wirzberger-Comacho aus der Hohen Sandleite erfreuten mit einem selbstgeschriebenen Puppentheater die Kinder. Bürgermeister Maximilian Gaul dankte ausdrücklich Susanne Schmitt und Christel Wirzberger-Comacho für ihr Engagement bei der Planung und Umsetzung des Spielplatzes zusammen mit Edith Schinker und den Mitarbeitern im Bauamt und Bauhof.

Kinder und Jugendliche brauchen unser Verständnis

Es wird immer schwieriger, in einer alternden Gesellschaft, eine Lobby für Kinder und vor allem Jugendliche zu bilden. Immer wieder hört man bei Planungen von Spielflächen ein deutliches „Ja, natürlich sehr gut, aber nicht bei mir!“ Eine solche Haltung ist ein deutliches Zeichen, dass unsere Gesellschaft egoistischer, verkrusteter und familienfeindlicher geworden ist. Kinder und Jugendliche bilden als solche keinen Wert mehr. Eine solche Gesellschaft muss sich aber auch nicht wundern, wenn sie weniger leistungsfähig, weniger innovativ und weniger zukunftsorientiert ist.

Um so mehr erfreut es, wenn im Sinne der „Aktiven Bürgergesellschaft“ das Angebot des Marktes angenommen wird, gemeinsam mit der Bevölkerung solche Planungen vorzunehmen, damit die Interessen der Kinder und Jugendlichen genauso gewahrt sind wie die von Anwohnern. Wer sich allerdings auch einer solchen Mitarbeit nicht stellt, darf dann auch nicht kritisieren. Denn mehr als die Einbindung der betroffenen Wohnbevölkerung in Projekte, die sie selbst betreffen, kann kommunalpolitisch nicht mehr geleistet werden. Insofern ist der Markt Roßtal auch Vorbild im Rahmen einer „neuen Sozial- und Bürgerkultur“, die die Bürgerschaft wieder mehr in die Vollzugsverantwortung nimmt.

Maximilian Gaul, Erster Bürgermeister

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