Informationen des Ersten Bürgermeisters
Helden des Alltags
„Helden des Alltags“ nannte der Bundesfinanzminister die freiwilligen und ehrenamtlichen Helfer der Gesellschaft und machte damit deutlich, wie wichtig das Ehrenamt für ein gut funktionierendes Gemeinwesen ist. 56 solcher „Helden“ zeichnete der Bürgermeister am »Tag des Ehrenamtes 2006« im Rathaus mit der Ehrennadel für jahrzehntelange Verdienste im Ehrenamt oder Freiwilligenarbeit aus oder bedankte sich bei freiwilligen Alltagshelden mit kleinen Geschenken und Urkunden.
Danke sagen ist ein Stück Kultur
Dass diese Art „Dank zu sagen“ auch heute noch sinnvoll ist, begründete der Bürgermeister: „Wir brauchen in unserem Markt Roßtal angesichts der demografischen Entwicklung solche Helden des Alltags, viele Menschen, die sich freiwillig und ehrenamtlich einbringen, damit sich bei uns Kinder und Jugendliche, Eltern und Senioren wohlfühlen können. Es gibt, angeregt durch unsere kommunale Agendaarbeit, sehr vielversprechende Ansätze und Formen der freiwilligen Arbeit in unserem Markt. Wir brauchen aber auch weiterhin ganz dringend die Infrastruktur unserer Vereine und Organisationen und damit auch die Bereitschaft von vielen Menschen, sich dauerhafter im Ehrenamt zu binden und mitzuwirken.“
Schwerpunkt auf Beteiligung der Jugend
Einen Schwerpunkt der Ehrungen legte der Bürgermeister diesmal auf die Einbindung junger Erwachsener und Jugendlicher ins Ehrenamt und in die Freiwilligenarbeit. Aus diesem Grunde wurden für jahrzehntelange Jugendarbeit Richard Witt und Jürgen Straubinger von der Pfadfinderschaft St. Georg sowie Roman Erben vom Jugendhaus mit der Ehrennadel bedacht. Weitere drei Ehrenamtliche des Jugendhauses, Kathrin Friebel, Daniela Köhler und Daniel Bauer wurden mit Zeugnissen und einem Essensgutschein für mehrere Jahre treue Dienste in der Organisation und Mitverantwortung der Jugendarbeit im Roßtaler Jugendhaus der Jugendpflege Süd bedacht.
Neun Schülerinnen und Schüler der Hauptschule, die sich als Schulbushelfer zur Verfügung stellen, ermutigte der Bürgermeister am Beginn ihrer „Freiwilligen- und Ehrenamtskarriere“, weil Arbeit für die Mitmenschen zu einem sinnvollen Leben führt. Sinn im Leben aber braucht der Mensch, um sich physisch und psychisch gesund zu erhalten.
„Um wie viel ärmer wäre ich…“
Beispielhaft für die Gedanken vieler zitierte der Bürgermeister aus einem Brief, dem ihm eine freiwillige „Alltagsheldin“ geschrieben hatte: „O.K., ich engagiere mich ehrenamtlich, aber das mache ich um meiner Mitmenschen willen und nicht weil ich dafür öffentlichen Dank erwarte. Ein erfreutes Lächeln der alten Leute, wo ich schon sehnsüchtig erwartet werde oder ein stiller Händedruck eines Bedürftigen gibt mir persönlich mehr als Geld mir jemals geben könnte. Diese verschiedenen Tätigkeiten mache ich ja auch für mich, weil soviel wieder zurückkommt. Um wie viel ärmer wäre ich, ohne diese Erfahrungen gemacht zu haben.“

Männergesangvereins Roßtal
Mit der Ehrennadel wurden ausgezeichnet
Gerlinde Barthelmeß, Heinz Büttner, Lydia Endres, Roman Erben, Hedwig Erdel, Esther Fehr, Peter Gegner, Inge Hammer, Herbert Höck, Marianne Hubner, Josef Kisling, Helmut Kleindl, Klaus Koch, Roland Konopik, Dorothea Kress, Leo Kuchlbauer, Günter Liebert, Marga Maurer, Sonja Meyer, Jutta Ott, Robert Scharnagl, Dr. Hans Werner Schläger, Brigitte Schmidt, Norbert Schneider, Georg Stammler, Jürgen Straubinger, Helmut Uhl, Monika van der Roost, Richard Witt
Für die Freiwilligenarbeit wurde gedankt
Daniel Bauer, Lorenz Behringer, Concetta D'Aniello, Nicole Deininger, Helga Ehrlich, Günter Engelhardt, Kathrin Friebel, Ingrid Gürtler, Daniel Kießling, Johanna Kisling, Daniela Köhler, Ursula Franziska Langer, Lisa Reichel, Margareta Riegel, Otto Schäfer, Sonja Schechinger, Jessica Scheller, Karl Schielein, Johannes Schlenk, Robert Schöffler, Babette Sichardt, Alfred Suck, Hannelore Tiepolt, Anne Ungerer, Margareta Wiesinger, Willy Willner
Adventskalender in Oedenreuth 2006
Einen imposanten Adventskalender stellten die Oedenreuther, Trettendorfer und Wimpashofer auf die Beine. Nicht weniger als 23 Fenster von 23 Familien wurden während der Adventszeit geschmückt und jeden Tag wurde ein neues Fenster illuminiert. Man traf sich wie in alten Zeiten bei der jeweiligen Familie.
Dann wurde das Rollo geöffnet und das neue Adventsfenster strahlte. Im Anschluss daran stärkte man sich bei Glühwein und Gebäck. Man stand noch gemütlich zusammen, unterhielt sich auch schon in Vorfreude auf den nächsten Abend, wo man sich in gemütlicher Dorfgemeinschaft wieder sieht und stärkte so den Zusammenhalt in einem Dorf.
Die Idee wurde von den Landfrauen so kurzfristig geboren, dass wir erst heute im Amtsblatt davon berichten können. Rundfunk und Presse haben unser „Bilderbuchdorf“ besucht und darüber bereits berichtet.
Unter www.oedenreuth.de kann man mehr von der gelungenen Aktion erfahren.
Grüße vom Thalheimer Weihnachtsmarkt
„Herr Bürgermeister, grüßen Sie bitte recht herzlich von mir“, so heißt es ständig, wenn man sich in Thalheim aufhält. Rosi und Carola vom Stadtchor Thalheim lassen herzlich ihre Freunde in der Lyra grüßen und Kassandra grüßt ihre Roßtaler Freundin Maria. Man könnte so weiter machen. Denn die Freundschaft zwischen Roßtal und Thalheim ist seit 15 Jahren lebendig. Besuche gehen hin und her. Lyra, Gartenbauverein und vor allem die Feuerwehr haben gute Beziehungen hinüber ins Erzgebirge.
Auf Einladung des Thalheimer Bürgermeisters René Kühn befand sich Bürgermeister Gaul anlässlich der Eröffnung des Weihnachtsmarktes in der Erzgebirgsstadt Thalheim. Bereits am Freitagabend besuchten die beiden Bürgermeister die Weihnachtsfeier in der Thalheimer Grundschule. Danach ging es zum „Lichtelobnd“ des Thalheimer Stadtchors. Herrliche erzgebirgische Weihnachtslieder bestimmten den besinnlichen Teil, dann aber ging es mit Besuch des Christkinds und des Knecht Rupprecht sowie zahlreichen Sketchen hoch her. Man hatte den Eindruck, dass in diesem Verein noch jeder bereit ist, mitzuspielen und einen Beitrag zu liefern.

In Anwesenheit des Roßtaler Marktrats und Feuerwehrreferenten Anton Engelhard, der auf Einladung des Thalheimer Feuerwehrkommandanten am Weihnachtsmarkt teilnahm, schnitten Bürgermeister René Kühn und der Roßtaler Bürgermeister einen riesigen Stollen zur Eröffnung des Marktes an und verteilten den Leckerbissen an die Bevölkerung.
Roßtals Bürgermeister befand sich erst zum dritten Male zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes in der stimmungsvoll geschmückten Erzgebirgsstadt, während der Thalheimer Bürgermeister alljährlich am Martinimarkt teilnimmt. Leider fehlte der sonst im Erzgebirge oft reichlich vorhandene Schnee, stattdessen regnete es bei der Eröffnung des Weihnachtsmarktes.
Der weihnachtlichen Stimmung tut dies im Erzgebirge wenig Abbruch, denn im Weihnachtsland Erzgebirge leuchten aus allen Fenstern die Schwippbögen, stehen Engel und Bergmann und drehen sich die Weihnachtspyramiden vor den Rathäusern.
Diese Mail erreichte uns wenige Tage später:
Sehr geehrter Herr Gaul, lieber Max,
wir haben uns sehr über Deinen Besuch am vergangenen Wochenende gefreut und konnten gemeinsam die Weihnachtsfeier der Grundschule und den "Lichtelobnd" des Stadtchores besuchen. Trotz dass Petrus uns an diesem Wochenende mit dem Wetter nicht hold war, haben wir mit der gemeinsamen Eröffnung des Weihnachtsmarktes am Samstag den Appetit der Leute auf Stollen und weihnachtliche Bäckereien geweckt.
Auch im Namen der Stadträte wünsche ich Dir und Deiner Familie, der Verwaltung und allen Bürgern des Marktes Roßtal eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest.
Es grüßt Dich René Kühn, Bürgermeister der Stadt Thalheim/Erzgeb.
Das nördliche Gemeindegebiet „packt's an“
Mehr als drei Stunden harrten über 100 Bürgerinnen und Bürger aus Buttendorf, Neuses, Stöckach, Kernmühle und Herboldshof im vollgepfropften und überhitzten Saal des Feuerwehr- und Gemeinschaftshauses Buttendorf aus, um sich auf die Arbeitskreise zur Flurneuordnung und Dorferneuerung vorzubereiten.
Ingo Steinbrecher (Amt für Ländliche Entwicklung) und Maria Hegemann (Moderatorin) standen zum Startschuss bereit und gaben noch viele informative Tipps.
Die Teilnehmer am Seminar in Klosterlangheim stellten ihre Ergebnisse aber selbst vor und zeigten, was sie dort alles gelernt haben. Wer schon selbst einmal vor einer großen Menschenmenge referierte, der weiß, dass es oft schwer fällt, aber man spürte die Begeisterung und vor allem auch, dass das Seminar bereits sehr erfolgreich war. Die Ergebnisse beeindruckten auch durch ihre Fülle, bedenkt man, dass ja nur knapp eineinhalb Tage Zeit für die Arbeit war.

Rund herum waren die Arbeitsergebnisse an Pinwänden zusammengefasst und zu lesen. In gleicher Weise sollen nun die Konzepte für eine erfolgreiche Zukunft der Orte und der Flur aufbereitet werden.
Denn mit fertigen Rezepten konnten und wollten die Seminarteilnehmer ja gar nicht nach Haue kommen, weil jeder und jede im Dorf Experte ist, wenn es um die eigene Heimat und ihre Zukunft geht.
Die Herren Wolf (Bauernverband) und Schamel (Amt für Landwirtschaft und Forsten) freuten sich mit den beiden Bürgermeistern über die Begeisterung der Bürger aus dem nördlichen Gemeindegebiet. Bürgermeister Gaul rief auf, sich in die Arbeitskreise einzutragen: „Wer nicht mitarbeitet, über den bestimmen die anderen. Welche Generation aber hat schon die Chance, Flur und Dorf neu zu überdenken und ganz konkret mitzugestalten.“
Während bei uns oft vieles zerredet und kritisiert wird, haben die Menschen in Buttendorf am Montag, 11. Dezember 2006, die Zukunft ihrer Heimat im nördlichen Gemeindegebiet selbst in die Hand genommen und sich zahlreich für die Arbeitskreise eingetragen. Diese werden nun gut ein Jahr lang arbeiten, um dann Maßnahmen zu konzipieren.
Ob die Dorferneuerung und Flurneuordnung angeordnet wird, das haben nun die Bürgerinnen und Bürger selbst mit in der Hand.
Über drei intensive Arbeitsstunden haben sich gelohnt, motiviert gingen die Menschen nach Hause.
Vorbildliche Aktion
In gewachsenen Orten und Quartieren ist Nachbarschaft und Nachbarschaftshilfe ganz selbstverständlich. Zu Geburtstagen und Ehejubiläen kommt oft die ganze Nachbarschaft zusammen und gratuliert. Im Trauerfall leistet man sich Beistand am Grab und bei Krankheit oder einem Notfall leistet man Hilfe. Das hat die Siedlergemeinschaft am Wasserturm bewogen, eine Liste hilfsbereiter Nachbarn zu veröffentlichen und damit Mut zu machen, im konkreten Notfall auch Hilfe zu erbitten.
Mit den First Respondern sind wir in Roßtal für die Ersthilfe gut versorgt, aber manchmal fühlt man sich in der Wartezeit allein mit dem Verletzten oder Erkrankten überfordert, bräuchte mal schnell jemanden, der auf das Kind aufpasst oder, weil man wegen der Pflege eines Angehörigen oder wegen eigener Erkrankung ans Haus gefesselt ist, jemanden, der eine Besorgung mitmacht. Neun Familien haben sich spontan in der Jahreshauptversammlung bereit erklärt und ihre Telefonnummer zur Verfügung gestellt für die begrenzte freiwillige Nothilfe in der Nachbarschaft.
Gemeinsame Kläranlage in Ammerndorf?
Zu einer Besprechung mit den Ingenieuren Messner und Christofori kamen die Markträte Ammerndorfs mit den Roßtaler Kollegen des Bauausschusses im Anschluss an die letzte Dezember-Bauausschusssitzung zusammen.
Nachdem sich beiden Gremien in öffentlichen Sitzungen mehrfach mit der Thematik beschäftigt haben, sollten nun in einem gemeinsamen klärenden Gespräch die Möglichkeiten genutzt werden, an die beiden Planer Fragen zu stellen und sich mit den Kollegen der anderen Kommune offen auszutauschen. Dies wurde genutzt.
Auch darüber war man sich einig: Ökologisch wäre es sicherlich schade, in unmittelbarer Nähe zwei Anlagen zu nutzen und zu bauen, die ihre Abwässer ins gleiche Fließgewässer, die Bibert, einzuleiten, statt einer Anlage, die Synergieeffekte besser nutzen kann. Jede Seite muss für sich entscheiden, welche Variante am wirtschaftlichsten erachtet wird.
Ammerndorf muss außerdem noch entscheiden, ob es die alte Anlage mit 4000 Einwohnergleichwerten aufrüstet oder – wegen der auf Dauer unumstritten günstigeren Betriebskosten (so beide Planer) – eine gemeinsame Neuanlage bauen will. Zuerst muss allerdings sich der Marktgemeinderat Ammerndorfs darüber klar werden, wie viele Einwohnergleichwerte überhaupt in Zukunft benötigt werden. Dies soll in Kürze geschehen.
Es hat sich gezeigt, dass viele Fragen in Ammerndorf noch offen standen und aus diesem Grunde das gemeinsame Gespräch untereinander von großer Bedeutung war.
Beide Gremien werden im neuen Jahr in öffentlichen Sitzungen die Probleme und Fragen diskutieren und letztlich auch entscheiden.
Gaul, 1. Bürgermeister
