Informationen des Ersten Bürgermeisters
Unsinniger Donnerstag bei den Senioren
Einmal im Jahr, am unsinnigen Donnerstag um 11.11 Uhr, wird die Tuspo-Halle zur Faschingshochburg für Seniorinnen und Senioren. Dann ruft der Markt zur Faschingsgaudi und viele Roßtalerinnen und Roßtaler folgen diesem Ruf.

Im Mittelpunkt des fröhlichen Faschingsvor- und nachmittags stand diesmal Musikschulleiter Rainer Grasser und ein kleines Ensemble mit Szenen aus seinem Musical »Magdalena«, das er eigens für die 850-Jahr-Feier Cadolzburgs komponiert hat. So bekamen die Roßtaler aus erster Hand einen Vorgeschmack auf ein Musicalereignis des Sommers beim Nachbarn Cadolzburg.
Seniorenreferentin Gisela Sommerschuh führte wieder charmant durch das Programm. Edda Wagner trug mit ihrer Seniorentanzgruppe zum Gelingen bei. Klemens Schellenberger animierte zum Mitsingen. Die »Klofrau vom Rathaus« (Marga Winter) erzählte Intimes aus ihrem „Etablissement“, dem Rathausklo, wo man so allerlei erfährt und in der »Gesundheitsreform« nahmen Marga Winter und Max Gaul die Reformbemühungen der Großen Koalition auf die Schippe. Doris Peter und Herbert Bettschnitt zankten sich über ein Kleid. Die Steiner Schlossgeister zündeten wieder, wie in jedem Jahr, ihr Feuerwerk der guten Laune an. Charmant bewirteten die fröhlichen Rathausgeister und kredenzten die guten Weißwürste zur Mittagszeit.
Wie alle Jahre wurde die Veranstaltung vom VdK, der AWO, den evangelischen und katholischen Seniorengruppen unterstützt.
„Wasser marsch aus Brunnen V!“
So hieß es diesmal nicht für die Feuerwehr, sondern im Wasserwerk Buchschwabach. Im Beisein aller am Werk beteiligter Fachkräfte öffnete der Bürgermeister das Ventil zum neuen Brunnen V und ließ das dort gewonnene Trinkwasser in die Wasserversorgung des Netzes unseres Wasserwerkes laufen.
Der neue Brunnen V wurde in einer Tiefe von 176,50 m niedergebracht und bringt nun eine Schüttung von mehr als 8 Liter in der Sekunde. Wir nutzen dabei das Grundwasservorkommen aus der wasserführenden Benkersandsteinschicht.
Schmackhaftes Trinkwasser
Presse, Vertreter des Wasserwirtschaftsamts, Landratsamts Fürth, Gesundheitsamts, des Ingenieurbüros Wagner, der Hydrogeologen, der ausführenden Bohrfirma Ochs, des Wasserzweckverbands Großweismannsdorf, Bürgermeister und Verwaltung kosteten dann das schmackhafte Buchschwabacher Trinkwasser.
Beste Qualität immer frisch und preiswert
Wir liefern nicht nur das bestuntersuchte Lebensmittel Deutschlands, sondern auch in bester und frischester Qualität direkt ins Haus, so der Bürgermeister. Zehn Liter frisches Trinkwasser kommen gekühlt für einen Cent pro Liter ins Haus. Selbst wenn man den Abwasserpreis hinzurechnet, dann kann man für einen halben Cent einen Liter des Lebensmittels Wasser genießen.
Für unsere täglichen Bedürfnisse ist genügend Wasser auch in Zukunft gesichert. Was die Wassergewinnung teuer macht, ist das Abdecken der so genannten Verbrauchsspitzen in den heißen Sommerwochen. In dieser Zeit ist die Drosselung des Wasserverbrauchs hauptsächlich als Brauchwasser wirklich sinnvoll. Denn die Verbrauchsspitzen kommen dem Wasserversorger und damit auch dem Verbraucher am teuersten.
Was eine Pumpe so leistet
Frank Herrmann, Geschäftsführer der Bohr-Firma Ochs zeigte auch, welche Leistung erbracht werden muss, dass in jeder Sekunde 8 l Wasser aus einer Tiefe von 120 Metern (dort sitzt die Pumpe) nach oben gepumpt werden kann. Das entspricht pro Sekunde einem knapp gefüllten Putzeimer voll Wasser. Viele Menschen wüssten nicht, so Frank Herrmann, dass unser Wasser möglichst naturbelassen (es wird nur Eisen und Mangan entzogen) auf dem kürzesten Weg zum Verbraucher kommt. In der Regel wird unser Wasser auch nicht gechlort, da es keine Keime enthält.
Die lange Bauzeit vom Sommer 2005 bis zum Netzbetrieb nun zu Beginn dieses Jahres erklärt sich aus der Hydrogeologie. Denn nicht alles Wasser, das in den Brunnen fließt, kann man brauchen. Schichten, die Wasser führen mit einer zu hohen Konzentration von z. B. Nickel, musste man in „Maßarbeit“ absperren. Die Maßarbeit war notwendig, denn man wollte ja für das viele Geld von mehr als 360.000€ noch wirtschaftlich Wasser gewinnen. So mussten schon während der Bohrungen ständig begleitend Wasseranalysen gemacht werden, um zu erkennen, welche Schichten für die Wassergewinnung geeignet und welche Schichten zu sperren sind.
Roßtal brauchte eine neue Wasserversorgung
Die Sicherstellung des Trinkwassers gehört noch immer zu den vornehmsten Aufgaben des Rates und der Verwaltung. Roßtal wird nicht von einem anonymen Großlieferanten mit dem kostbaren Wasser versorgt, sondern hat diese Aufgabe in kommunaler Hand.
Bürgermeister Gaul erinnerte daran, dass der Markt seit den 90er Jahren gezwungen war, kontinuierlich eine völlig neue Wasserversorgung zu errichten. Konnte man nach der Gebietsreform 1978 mit der Roßtaler Quelle und den Brunnen in Buchschwabach noch genügend und überaus preiswert Wasser gewinnen und ins Netz leiten, so musste die Quelle in Roßtals Ortsmitte wegen des dort fehlenden Wasserschutzgebiets und der höheren EU-Grenzwerte für Nitrat nach 1990 vom Netz genommen und Tiefbrunnenwasser aus Buttendorf und Buchschwabach ins Roßtaler Netz geleitet werden. Eine neue Aufbereitungsanlage in Buttendorf, eine neue Netzführung in den Ort und der Neubau eines Hochbehälters in Roßtal sowie inzwischen mehrere Regenerierungen und Neubohrungen waren notwendig, um Roßtal genügend Wasser zur Verfügung zu stellen.
Mit dem Ausbau der Wasserversorgung aber ist man noch lange nicht am Ende. Denn nun muss der als Versuchsbrunnen gebohrte Brunnen I in Buttendorf neu ausgebaut werden, da seine Schüttleistung erheblich zurückgegangen ist. Auch hier werden wieder Kosten von nahezu 360.000 € aufzubringen sein.
Betrug und Schikane?
Einmütig sprachen die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses am 13. Februar 2007 dem Projektsteuerer Henning und dem Rechtsanwalt Dr. Waldmann das Vertrauen aus, den Markt Roßtal bei der Abwicklung der Generalsanierung der Hauptschule und der Sporthalle richtig beraten zu haben und seine Interessen gut zu vertreten.
Dr. Waldmann und Ingenieur Henning konnten zu allen Kritikpunkten, die in den Fürther Nachrichten standen, dem Gremium klare Auskunft erteilen.
Dr. Waldmann machte deutlich, dass von „Schikane und Betrug“ gegenüber den an der Generalsanierung von Schule und Sporthalle beteiligten Handwerkern keine Rede sein könne, wie in den Fürther Nachrichten der Eindruck erweckt wurde. Bei der strittigen Summe gehe es überhaupt nur um ein Prozent der Gesamtsumme. In Bezug auf die Sporthalle sind überhaupt keine Rechtsstreitigkeiten anhängig. Projektsteuerer und der Markt waren immer um Kompromisse bemüht und auch das Gericht hat deutlich gemacht, dass der Markt mit seinen Steuergeldern nicht wahllos verfahren kann. Vergleiche, die das Gericht angeboten hatte und die der Bauausschuss auch akzeptierte, wurden leider von der Klagepartei widerrufen. Da jeder das Recht habe zu klagen, so Dr. Waldmann, könne man sich als Auftraggeber auch nicht dagegen wehren. Würden aber alle Bauten so fair abgewickelt, wie dies bei der Generalsanierung in Roßtal der Fall ist, so Dr. Waldmann, „wären Rechtsanwälte nahezu arbeitslos“.
Epuramat, Membrantechnik …???
Natürlich will der Markt Roßtal Geld sparen. Und natürlich war er schon immer mit dabei, wenn es darum ging, bei der Abwasserklärung neue Techniken einzusetzen. Unsere SBR-Anlage im Schwallbachtal gehörte damals zu diesen neueren Techniken, so dass sogar Bayerns Kommunalminister Dr. Beckstein zur Einweihung erschien. Auch beim Neubau der Kläranlage für Roßtal – ob mit oder ohne Ammerndorf ist noch immer nicht geklärt – will man sich kostengünstigen Lösungen durch neue Technologien nicht verschließen. Das wurde beim Bauausschuss am 13.02.2007 deutlich. So fand auch eine Besprechung im Januar im Roßtaler Rathaus statt, zu der die Luxemburger Firma "Epuramat" eingeladen war. Epuramat hat nach eigenen Angaben eine Technologie entwickelt, mit der man fast alle Feststoffe aus dem Abwasser abscheiden kann, allerdings gibt es mit dem so gereinigten Abwasser noch Probleme bei der Nitrifikation. Nun will der Ausschuss einen Feldversuch mit einer solchen Versuchsanlage fahren, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie dieser Anlagentyp normales Hausklärwasser, wie wir dies in Roßtal haben, reinigt. Epuramat hat ihren »Ex-Sep«, so heißt dieses Reinigungsmodul, zum Patent angemeldet. Alle Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses waren sich allerdings einig, dass man neuen Techniken eine Chance geben sollte, vor allem wenn sie vorgeben, besser und günstiger zu reinigen als herkömmliche Verfahren.
Heimatverein Markt Roßtal e.V. wählte
Unter Leitung der beiden Bürgermeister Gaul und Wagner wählte der Heimatverein Vorstandschaft und den Beirat neu. Als Vorsitzender wurde einstimmig Georg Helmreich bestätigt, neuer 2. Vorsitzender wurde Prof. Dr. Peter Volgnandt, Geschäftsführerin Elisabeth Helmreich, Kassier Heinz Raab und Pflegerin des Heimatmuseums Hedwig Helmreich. Norbert Nagel, dem für sein Engagement gedankt wurde, kandidierte aus beruflichen Gründen nicht mehr als Vize, sondern nur noch als Beirat. Um die 16 Beiratspositionen bewarben sich 18 Mitglieder.
Gaul würdigte diese großartige Bereitschaft zur Kandidatur als ein sehr gutes Zeichen für einen lebendigen Verein. Die Arbeit des Vereins ist besonders wichtig für die Kulturarbeit in Roßtal. Hier wird so viel positive Energie frei, dass unser Roßtal sich auch nach außen als lebenswert, traditionsbewusst und heimatverbunden präsentiert.
Der Heimatverein trägt dazu bei, dass der ganze Markt Roßtal nicht bloß eine anonyme Schlafgemeinde darstellt. Die selbständige und kreative Arbeit dieses Vereins und die Unterstützung durch Bürgermeister, Rat und Verwaltung ist das beste Beispiel, wie in Roßtal aufbauendes bürgerschaftliches Engagement stets gewürdigt und gefördert wird.
Gaul, 1. Bürgermeister
