Markt Roßtal

Landkreis Fürth

Mittelfranken

Bayern

Deutschland
Markt Roßtal
Marktplatz 1

90574 Roßtal
Deutschland

Informationen des Ersten Bürgermeisters

Jubiläen der Städtepartnerschaften

Im vorigen Jahr, 2006, bestand die Freundschaft mit Thalheim 15 Jahre, im Mai 2007 können wir auf 10 Jahre Partnerschaft mit der französischen Stadt Auzances in der Region Limousin, Departement Creuse, zurückblicken.

Im Juni 1991 unterzeichneten die beiden Bürgermeister Martin Vogler und Maximilian Gaul den Partnerschaftsvertrag mit der sächsischen Stadt Thalheim im Erzgebirge. Am 3. Mai 1997 unterzeichneten die beiden Bürgermeister André Vénuat und Maximilian Gaul im Rathaus zu Auzances die Partnerschaftsurkunde. Träger, Förderer und Unterstützer dieser Partnerschaft ist seither der Deutsch-Französische Freundschaftskreis. Zahlreiche Begegnungen konnten stattfinden, die das verwirklichen, was in der Partnerschaftsurkunde kommunal vereinbart wurde: „Wir versprechen aus Überzeugung und aus vollem Herzen alles zu fördern, was geeignet ist, unsere Mitbürger einander näher zu bringen“.

Von vielen Bürgerinnen und Bürgern unseres Marktes vielleicht schon wieder in Vergessenheit geraten, ist die Heraushebung unseres Marktes als »Gemeinde Europas« durch die Verleihung des Europadiploms und der Europa-Ehrenfahne durch den Europarat in den Jahren 2000 und 2002. Wir konnten damals zeitgleich z. B. mit der schwäbischen Regierungshauptstadt Augsburg diese selten verliehene hohe Auszeichnung erhalten.

Von nichts kommt nichts. Eine solche Auszeichnung muss eine Kommune sich verdienen. Sie verdient sich eine solche Heraushebung aus der Masse der Gemeinden nur durch aktive Bürgerinnen und Bürger, denen die Völkerverständigung in Europa und die deutsche Einheit ein echtes Anliegen ist.

Der Deutsch-Französische Freundschaftskreis hat hierbei den größten Anteil am Erfolg. Seine Arbeit wirkt befruchtend auf die Roßtaler Bürgergesellschaft. Seine Mitglieder aber haben immer auch die Bande hinüber in das Erzgebirge mit gepflegt neben anderen Vereinen wie der Feuerwehr, dem Gartenbauverein, der Lyra und immer wieder den Pfadfindern.

Ein herausragendes Ereignis war im vergangenen Jahr der einwöchige Aufenthalt von mehr als 40 Schülerinnen und Schüler aus Auzances und Umgebung in Familien in Roßtal.

Wenn Ende April das Partnerschaftsjubiläum mit einem Aufenthalt unserer französischen Freunde und einem Besuch unserer Freunde aus der Erzgebirgsstadt Thalheim gefeiert wird, dann dürfen der DFF und unsere Bevölkerung mit großem Stolz dieses Fest begehen.

Näheres werden wir in den nächsten Ausgaben des Amtsblattes berichten.

Personalnachrichten

Der am 10.02.2007 neu gewählte Fraktionsvorsitzende der CSU-Fraktion, Anton Engelhard, wurde nach der Geschäftsordnung des Marktgemeinderates weiterer Stellvertreter des Bürgermeisters. Er folgt Marktrat Tobias Winkler, der beruflich als Beamter nach Brüssel wechselte und deshalb den Fraktionsvorsitz niederlegte. Tobias Winkler unterstützt den neu gewählten Quästor des Europaparlaments, Dr. Ingo Friedrich, bei seinen Aufgaben in der Verwaltung des Europäischen Parlaments.

Was tut sich an der B 14?

Bäume werden gefällt, Sträucher niedergemacht. Entlang der B 14 schaut es aus, als hätte der Orkan seine Verwüstung angestellt.

Aber so ist es nun einmal, wenn ein lang gehegter Wunsch aus der Bevölkerung wahr gemacht werden kann: Von Buchschwabach aus wird man bald mit dem Fahrrad gefahrlos nach Stein radeln können. Ein neu angelegter Fahrradweg entlang der Bundesstraße macht dies möglich. Der neue Fahrradweg bietet auch gute Gelegenheit zum Fahrradwandern, wird durch die Neubaustrecke doch manche Lücke geschlossen.

Lob einer Jubilarin an die Franken

Franken gelten gemeinhin als zurückhaltend und manche meinen auch, wir seien stur. Nun werden wir aus beredter Feder einer 80-jährigen Jubilarin eines Besseren belehrt. Ihr Gedicht möchte ich (auszugsweise) nicht vorenthalten:

„Am 12.02. sang ich leise: 80 Jahr und kein bisschen weise.“ Es zog mich an dem Tag nach Hamburg hin, weil ich dort geboren und aufgewachsen bin. Und weil ich zu meiner Familie fuhr, nicht lange – für ein paar Tage nur. Da kam in Roßtal der Bürgermeister zu mir und stand leider vor verschlossener Tür. In Hamburg hatte ich sehr viel Glück, doch kam ich gern nach Roßtal zurück. Man sagte mir mal: „Die Franken sind stur.“ Das kann ich widerlegen nur. Ich habe in über 20 Jahren in Roßtal nur Freundlichkeiten erfahren. Das veranlasst mich zu diesem Spruch: „Die Franken sind viel besser als ihr Ruf!“

Beim Parken Rücksicht nehmen

In den Ferien merkt man richtig, wie weitsichtig die Entscheidung des Marktrates bei Generalsanierung und Neubau an der Grundschule war, die Schule „im Dorf zu lassen“, denn sie bringt notwendiges Leben in unseren Kernort. Weniger angenehm allerdings sind die verkehrsmäßigen Begleitumstände. Unvernünftige Autofahrer parken ohne Rücksicht auf die eigenen und fremden Kinder. Auch der Gehweg, der vom Friedhof und evangelischen Pfarramt hinüber zur Grundschule führt, wird oft zugeparkt, so dass die Kinder sich zwischen den parkenden Autos durchzwängen müssen.

Es wird der Marktverwaltung nichts anderes übrig bleiben, als durch Poller zu verhindern, dass der Zugang verstellt wird. Schade, dass man immer solche Maßnahmen braucht, damit Vernunft einkehrt.

Ammerndorf sagt ab

Aus den Fürther Landkreisnachrichten vom 23. Februar 2007 erfuhr der Markt Roßtal, dass eine gemeinsame Anlage zur Klärung der Abwässer von Roßtal und Ammerndorf von Seiten des Marktgemeinderates Ammerndorf nicht ins Auge gefasst wird. Obwohl ökologisch absolut sinnvoll, ist erneut ein Projekt innerhalb der Kommunalen Allianz gescheitert. Gleichwohl hat der Markt Ammerndorf das Recht, aus wirtschaftlichen Erwägungen heraus, derzeit Billiglösungen zur Verbesserung der Kläranlage in Ammerndorf anzustreben.

Zwischen Gebietskörperschaften, die in einer kommunalen Allianz verbunden sind, ungewöhnlich sind nur die Begleitumstände, dass der Markt Roßtal auf sein Anschreiben hin, wie der Beschlussstand in Ammerndorf wäre, bis zum 23. Februar 2007 jedenfalls keine Antwort erhielt, die Antwort aus der Presse dann zu entnehmen war.

Für den Marktgemeinderat Roßtal herrscht jetzt jedenfalls Klarheit. Für die dringend benötigte Kläranlage muss nun ein Standort gesucht, ausgewählt und die Anlage muss zielstrebig errichtet werden.

Freiwilligenagentur in Roßtal

Im Mai 2005 veröffentlichten wir im Amtsblatt unter dieser Rubrik einen Aufruf, eine Freiwilligenagentur in Roßtal (FAIR) zu eröffnen. Der Name FAIR kam von Anfang an gut an. Erfreulicherweise haben sich auch sofort aktive Bürgerinnen bereit erklärt, die Agentur aufzubauen. Der Agenda-21-Ausschuss unter der Vorsitzenden Renate Kleindl hat daraufhin ein Konzept erarbeitet und FAIR letztlich installiert.

Im Alten Rathaus, in dem bereits andere Beratungseinrichtungen und die VHS Platz gefunden haben, stellt der Markt Roßtal die Einrichtungen für FAIR zur Verfügung. Aber ohne ehrenamtliche Leitung und Arbeit wäre FAIR nicht zum Laufen gekommen.

Seit über einem Jahr arbeiten Roswitha Ott und Maria Dotzler-Schmidt nun im (alten) Roßtaler Rathaus, suchen und vermitteln Freiwillige für alle Bereiche.

Die Fürther Landkreisnachrichten haben das Wirken der beiden Ehrenamtlichen, die sich wöchentlich etwa einen halben Tag nur dieser Aufgabe widmen, mit Recht gewürdigt.

Wir freuen uns, dass in Roßtal immer wieder Bürgerinnen und Bürger aktiv unsere Gesellschaft gestalten und ihre Ideen einbringen und umsetzen. Damit zeigt unsere Agenda-Arbeit gute Früchte und genießt auch im ganzen Land hohe Anerkennung.

Wenn Sie ein wenig Zeit erübrigen können, um Ihre Ideen und Arbeitskraft für die Allgemeinheit einzubringen, freuen wir uns alle sehr.

Sprechzeiten der FAIR sind: Montag, 10.00 bis 11.00 Uhr und Donnerstag, 18.00 bis 19.00 Uhr. Telefonisch ist FAIR unter 90 10 75 im Alten Rathaus (Fraktionszimmer gegenüber der VHS) zu erreichen. Bitte sprechen Sie auch auf den Anrufbeantworter.

Gaul, 1. Bürgermeister

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