Informationen des Ersten Bürgermeisters
Familien sind Roßtals Zukunft
Der Bayerische Rundfunk Bayern 1 brachte einen Beitrag zur Roßtaler Aktion der kommunalpolitischen Teilhabe von Familien am Aktionstag, 14. April 2007. Die Familienkonferenz fand auch Aufnahme im Aktionsplan »Kinder sind unsere Zukunft« der ARD. Der BR bezeichnete Roßtal als „Exzellenten-Gemeinde“ in Bezug auf seine Familienfreundlichkeit und seine nachhaltige Sozialentwicklung. „Roßtal hat in der Jugendhilfeplanung wieder einen Meilenstein gesetzt“, so auch der Kommentar des Jugendhilfeplaners Günter Stöhr zur 1. Familienkonferenz. Das war sicher die arbeitsfreudigste und ergebnisreichste Bürgerversammlung, nimmt man die Dorferneuerungsarbeitsgruppen einmal aus, die Roßtal erlebt hat. Wir gehen mit dieser Art von Bürgermitarbeit neue und moderne Wege, so wie wir dies auch in anderen Feldern unserer AGENDA-Arbeit tun. Auch die fleißigen Teilnehmer selbst bewerteten die Familienkonferenz überwiegend gut bis sehr gut.
Markt Roßtal beschreitet einen neuen Weg
Als erste Kommune im Landkreis gingen wir einen neuen Weg in der Umsetzung des familienpolitischen Leitbildes und im Bündnis für Familien, dem wir feierlich beigetreten sind:
Experten für kommunale Familienpolitik sind die Familien selbst. Sie hat unser »Runder Tisch Jugend und Familie« eingeladen, damit sie uns in den sieben Handlungsfeldern des familienpolitischen Leitbilds sagen, welche Angebote sie kennen, welche vorhanden, aber unbekannt sind, welche Angebote benötigt oder nachgefragt werden. Kurz: wie sich eine familienfreundliche Kommunalpolitik ausformen soll.

Moderator G. Stöhr bei der Vorstellung der erarbeiteten Ergebnisse
Handlungsfelder wurden bearbeitet
Die Handlungsfelder sind das Wohn- und Lebensumfeld, die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, Beratungs- und Hilfsangebote, Netzwerke und aktive Bürgergesellschaft, politische Teilhabe, Vereinbarkeit von Familie und Beruf und die Zusammenarbeit der Generationen.
Workshops am Aktionstag
Der 14. April wurde bundesweit als Aktionstag mit dem Titel »Kinder sind Zukunft« durch die ARD begleitet. Deshalb wollte auch das Roßtaler Bündnis für Familien diesen Aktionstag mitnützen.
Mehr als 50 Roßtalerinnen und Roßtalern mit ca. 30 Kindern sind unserer Einladung gefolgt. Sie haben sich einen ganzen Samstag lang Zeit genommen, um in Workshops ihre Erfahrungen auszutauschen und Vorschläge zu erarbeiten. Die Veranstaltung wurde vom »Runden Tisch Jugend und Familie«, unter Leitung der Jugendreferentin Renate Kleindl in Zusammenarbeit mit der Jugendhilfeplanung des Landkreises Fürth Dipl.-Soz.-Päd. Günter Stöhr und sechs weiteren Moderatorinnen und Moderatoren aus Roßtal, geplant und durchgeführt.
Bei ausgedrückter hoher Zufriedenheit mit den Angeboten vor Ort, kamen eine Vielzahl von Vorschlägen, um Roßtal weiterhin familienfreundlich zu entwickeln.
Wie geht es weiter?
Die Ergebnisse werden im Agenda-Ausschuss, deren Leiterin Renate Kleindl ist, weiter verarbeitet und münden dann in die konkrete Arbeit des Rates ein. In dieser Agenda-Arbeit können alle Bürgerinnen und Bürger mitwirken.
Ich danke allen Bürgerinnen und Bürgern, die am Familientag trotz besten Freizeitwetters mitwirkten und damit die Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung und Bürgermitarbeit auch nutzten.
Dank geht auch an das AWO-Pflegeheim für den wunderbaren Eintopf und an die Mitarbeiter der Kindergärten für eine hervorragende Kinderarbeit zum Thema: Familienfreundliche Gemeinde.
Bilder sind unter www.Werbetechniks.de/familienkonferenz von Lothar Sokoll veröffentlicht.
278 „Sauberfrauen und -männer“ bei der Aktion »Saubere Landschaft«
17 Vereine und die Hauptschule Roßtal nahmen auch am 31. März 2007 wie im Vorjahr wieder an der Aktion »Saubere Landschaft« teil. Der TVR wurde auch heuer wieder stärkster teilnehmender Verein (47 Teilnehmer, 5 mehr als im Vorjahr). Die Pfadfinder setzten sich diesmal mit 29 Teilnehmern an die zweite Stelle (im Vorjahr TUSPO Roßtal), gefolgt von den 20 Teilnehmern der FFW Buttendorf. Den vierten Platz belegte der TUSPO mit 19 Teilnehmern.
Während die Anzahl der Erwachsenen auch heuer wieder zurückging (-8), konnten die Jugendlichen sich auf eine Rekordteilnahme von 172 Personen steigern (+12) und damit das Vorjahresergebnis um insgesamt 4 Teilnehmer noch steigern. Damit gehört Roßtal im Landkreis wieder zu den aktivsten Gemeinden. Allen, die auch heuer wieder geholfen haben, sagt der Markt Roßtal herzlichen Dank und Anerkennung.
Ein herrlicher Frühlingstag trug sicherlich auch zu diesem Rekordergebnis bei, und die Stimmung bei dieser wertvollen Aktion für eine saubere Umwelt war hervorragend. Die anschließende „Erbswurstsuppe“, die das Bayerische Rote Kreuz spendierte, und ein gutes Schwarzbrot ließen sich Jung wie Alt gerne schmecken.
Der Abfall nimmt Dank der alljährlichen Aktion etwas ab, auch macht sich jetzt das Flaschenpfand positiv bemerkbar. Schade ist, dass noch immer „Dreckspatzen“ den Abfall einfach aus dem Auto auf die Straße heraus werfen. Die Einwegverpackung der Fast-Food-Ketten findet sich gerne an den Straßenrändern wieder. Besonders bedauert wird, dass jugendliche Pfadfinder z. B. in der Mühlgasse sauber machten und zwei Tage später bereits andere junge Leute, die sich beim Penny-Markt aufhalten, schon wieder alles verdreckt haben.
Sängergruppe Zirndorf übergibt 500 € für die Familienarbeit in Roßtal
Vor Beginn des Familientages übergab der Vorsitzende der Sängergruppe Zirndorf und Umgebung, Herbert Faber, an den Bürgermeister 500 € aus dem Erlös der Serenade der Sängergruppe vom 18. März 2007 für die Arbeit des »Runden Tisches Jugend und Familie«. An diesem schönen Konzert im Monat März in unserer Aula nahmen aus Roßtal das Akkordeon-Orchester, der Männergesangverein MGV Roßtal und der Gesangverein Großweismannsdorf teil. Außerdem vier weitere Chöre aus der Sängergruppe.
EPURAMAT fährt Versuche
In der Karwoche begann EPURAMAT mit seinen Versuchsreihen in der Roßtaler Kläranlage. Die Firma aus Luxemburg, die ihre Verfahren, Feststoffe durch einen so genannten Exsep aus dem Abwasser auszuscheiden, so dass optisch gesehen sauberes Wasser hinten herauskommt, zum Patent angemeldet hat, probiert derzeit aus, wie das Verfahren in einer Kommunalkläranlage wirkt.

Bürgermeister Gaul und Bauamtsleiter Kurtok informieren sich vor Ort über die Technik des Fest-/Flüssigtrenners (Exsep) von Epuramat
Dabei kann Exsep nicht alle Probleme lösen, sondern schafft durchaus neue, für die in einer neuen Kläranlage auch das Konzept stimmen muss. Daran arbeiten nun mit uns zusammen Epuramat, die Bundeswehruniversität mit Prof. Dr. Günthert und die Ingenieure Dr. Resch und Christofori und Partner mit unseren Mitarbeitern vor Ort.
Auch der Marktgemeinderat nutzte in der Osterwoche die Gelegenheit, die neue Technik zu studieren. Er ließ sich von Experten in der Roßtaler Kläranlage in das neuartige Verfahren einführen.
Roßtal verschließt sich einer neuen Technologie nicht, so wie wir schon in den 90er Jahren mit dem SBR-Verfahren im Schwallbachtal uns neuen Möglichkeiten geöffnet haben. Wir wollen allerdings auch sicher sein, dass wir mit einer neuen Abwassertechnologie auch auf der sicheren Seite der Entsorgung stehen.
Epuramat wird im Sommer noch einmal einen längeren Versuch in Roßtal durchführen. Um der interessierten Bevölkerung die Möglichkeiten zu geben, sich aus erster Quelle zu informieren, werden wir im Sommer einen solchen Info-Termin im Amtsblatt bekannt geben.
Grußwort zur Partnerschaft mit Auzances
Ende April feiern wir mit unserer Partnerstadt Auzances das 10-jährige Jubiläum. Daran wird auch eine Delegation unserer sächsischen Partnerstadt Thalheim teilnehmen, mit der wir mehr als 15 Jahre verbunden sind.
Der Festakt mit den Partnerschaftsvereinen und unseren Freunden aus Auzances und Thalheim findet am 28. April statt. Am Festakt nehmen die Bürgermeister André Vénuat und René Kühn sowie das Präsidiumsmitglied und Quästor des Europaparlaments, Dr. Ingo Friedrich MdEP teil.
Am Wochenende vor dem 1. Mai ist in Sachen Partnerschaft allerhand los: Ein offizieller Besuch der Stadt Thalheim findet am Samstag, 28. April, anlässlich von 15 Jahren Partnerschaft zwischen Roßtal und Thalheim ebenso statt, wie die Partnerschaftsfeierlichkeiten zwischen Auzances und Roßtal zum 10-jährigen Bestehen der Partnerschaft.
Thalheims Bürgermeister René Kühn und der Roßtaler Bürgermeister werden am Samstagnachmittag im Pausenhof der Grundschule eine Linde als Freundschaftsbaum pflanzen. Einen Tag später werden der französische Bürgermeister André Vénuat und Maximilian Gaul einen französischen Wegweiser nach Auzances am Auzancesplatz enthüllen.
Wir begrüßen unsere Gäste in Roßtal herzlich
Die Wiedervereinigung im Jahre 1990 war ein Glücksfall für ganz Europa und vor allem für unser Deutschland. Seither pflegen wir intensive Beziehungen hinüber in den Freistaat Sachsen und nehmen mit unserer Partnerschaft daran teil, „dass zusammenwächst, was zusammengehört.“ (Willy Brandt). Insofern ist es ein glücklicher Umstand, dass am Wochenende vor dem 1. Mai hochrangige Delegationen aus Thalheim und aus Auzances (Limousin, Frankreich) in Roßtal zu Gast sind.
Unsere Partnerschaft: ein Baustein für Europa
Europa wurde in diesen Tagen 50 Jahre alt: 50 Jahre Römische Verträge, 50 Jahre, in denen die Einigung Europas große Fortschritte gemacht hat.
50 Jahre, in denen Deutschland und Frankreich als Motor dieser Einigung wesentlich wirkten.
Auzances und Roßtal begannen vor 10 Jahren eine Partnerschaft und leben sie erfolgreich bis heute. Wir sehen diese Partnerschaft „als einen Baustein für die Einheit Europas“. Denn Europa darf nicht nur eine Angelegenheit der Staaten, Regierungen, der Kommission und von Behörden in Brüssel sein, neben dem Europäischen Parlament als direkt gewählte Volksvertretung, braucht es die Begegnung von einfachen Menschen – wie du und ich – aus unterschiedlichen Nationen, Regionen und Kulturen.
Unsere Partnerschaften bereichern Roßtal
Die Partnerschaft mit Thalheim und Auzances hat in diesen zehn Jahren unser Leben auch in Roßtal bereichert und verändert. Wir durften Gastfreundschaft erleben und schenken. Wir haben eine schöne Region Frankreichs kennen und schätzen gelernt und freuen uns an den Schönheiten und Sehenswürdigkeiten im Erzgebirge. Wir haben dort liebe Menschen gefunden, die uns nicht nur die Schönheit ihrer Heimat gezeigt haben, sondern auch in die Art des Denkens, der Kultur und des Lebens eingeführt haben.
Partnerschaften sind „anstrengend“
„Strampeln für die Freundschaft“ heißt eine Aktion der Thalheimer und Roßtaler Radler. Damit kommt symbolisch zum Ausdruck, dass man für Partnerschaft auch etwas tun muss.
Keine der vielfältigen Aufenthalte und Begegnungen auch mit unseren französischen Freunden in der Creuse und hier bei uns in Mittelfranken möchte man mehr missen. Jedes Mal mehr als 1000 Kilometer anstrengende Fahrt liegen zwischen uns. Einige von uns haben diese Distanz auch schon mit dem Fahrrad bewältigt und damit gezeigt, was uns dieses Auzances wert ist. Der Lohn besteht immer in herzlicher Aufnahme, unvergesslichen und erlebnisreichen Tagen und menschlichen Zuwendungen und Erfahrungen, die nicht für Geld zu erhalten sind und als einfacher Tourist auch nicht erfahrbar werden.
Internationale Anerkennungen belohnen uns
Die internationale Anerkennung unserer Bemühungen durch die gemeinsam an Auzances und Roßtal verliehenen Auszeichnungen des Europadiploms und der Europafahne durch den Europarat in Straßburg haben unsere Bemühungen in dieser Partnerschaft belohnt.
Wer gut arbeitet, soll auch gut feiern
Alt-Bundeskanzler Kohl, ein glühender Europäer und Freund Frankreichs, sagte oft: „Wer gut arbeitet, soll auch gut feiern“. Und das wollen wir anlässlich des 10-jährigen Bestehens unserer kommunalen Partnerschaft mit Frankreich und 15 Jahre Freundschaft mit Thalheim auch tun. „Wir Bürgerinnen und Bürger der EU sind zu unserem Glück vereint“, so heißt es in der »Berliner Erklärung«. Danken wir für die Arbeit des Comité de Jumelage d'Auzances und des Deutsch-Französischen Freundschaftskreises Roßtal e.V. (DFF) und pflegen wir mit ihnen auch weiterhin Partnerschaft mit beiden Kommunen zum Wohle unserer gemeinsamen Zukunft in der EU.
Die Jubiläumsfeiern finden vom 28.04. bis 01.05. in Roßtal statt. Träger des Jubelwochenendes ist der Deutsch-Französische Freundschaftskreis Roßtal.
Personalnachrichten
Ingeburg Förthner, Mitarbeiterin im Bürgerbüro (bisher Einwohnermeldeamt), wurde Ende März von Bürgermeister Maximilian Gaul in die Ruhephase der Altersteilzeit verabschiedet.
Sie arbeitete im Rathaus 19 Jahre und war zuvor bei der Stadt Nürnberg tätig. Wir haben sie als eine zuverlässige, fleißige und fachkompetente Kollegin und Mitarbeiterin erfahren. Sie war in dieser Dienstzeit anfänglich auch für die Sing- und Musikschule tätig. Die Roßtalerinnen und Roßtaler schätzten sie aber hauptsächlich als Sachbearbeiterin der Ausweis- und Passangelegenheiten.
Zum 22. Oktober 2006 erhielt Ingeburg Förthner die Ehrenurkunde des Freistaates Bayern für eine Dienstzeit von 25 Jahren von Arbeitsministerin Christa Stewens.
Der Markt Roßtal dankt Ingeburg Förthner für die gute Arbeitsleistung, ihre Hilfsbereitschaft und ihre hohe Berufsauffassung und wünscht für die Zukunft alles Gute.
Der Markt Roßtal setzt sich bereits seit 1990 konsequent für die Frauenförderung im Beruf ein und bietet deshalb eine Vielzahl von Arbeitsteilzeitmodellen. Als Nachfolgerinnen teilen sich den Arbeitsplatz künftig Irene Hofer und Margitta Hacker.
Eröffnung des Kultursommers 2007 mit Skulpturen von Michaela Biet
Das Wochenende vor dem 1. Mai 2007 hat es in sich. Am Samstag, 28. April um 10.00 Uhr eröffnet der »Runde Tisch Kultur« auch den Roßtaler Kultursommer in der Spitzweedscheune. Hierzu ist die Bevölkerung herzlich eingeladen. Auch eine Delegation unserer Partnerstadt Thalheim wird an dieser Eröffnung teilnehmen. Es konnte die akademische Bildhauerin Michaela Biet aus Oberasbach gewonnen werden. Die Künstlerin hat folgende Preise erhalten: 1987 Traunreuter Kunstpreis für Skulptur, 1996 Förderpreis des Bezirk Mittelfranken, 1999 Preis der Woche für das Leben, gestiftet von Erzbischof Dr. Karl Braun. Michaela Biet ist im Jahre 1957 in Augsburg geboren, machte 1976 Abitur und studierte von 1980 bis 1985 die Bildhauerei bei Prof. Uhlig an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
An die aktiven Bürgerinnen und Bürger des »Runden Tisches Kultur« ergeht herzlicher Dank für das Engagement nicht nur bei diesem Ereignis zur Eröffnung des Kultursommers, sondern auch für die Arbeit, die noch bei den kommenden Ausstellungen, zu bewältigen ist.
Gaul, 1. Bürgermeister
