Informationen des Ersten Bürgermeisters
Familientag in Roßtal
In Roßtal steigt das erste Familienfest. Auf der Grundlage der Ideen der Familienkonferenz im April, die weit über Roßtal hinaus Beachtung gefunden hat, plante nun der »Runde Tisch Familie« unter Leitung von Markträtin Renate Kleindl den 1. Familientag für Roßtal, der als Familienfest am Sonntag, 8. Juli von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr rund um das Jugendhaus, dem AWO-Pflegeheim und dem evangelischen Kindergarten Regenbogenland sowie an der Hauptschule stattfinden wird. Für alle Altersgruppen ist in diesen vier Stunden etwas geboten. Jung und Alt werden ihre Freude an diesem Tag finden. Damit dieser erste Familientag in Roßtal auch ein Erfolg wird, lade ich Sie alle herzlich dazu ein, durch Ihren Besuch dieses Fest zu unterstützen. Wir haben ganz bewusst dieses Fest mitten in unseren Ort gelegt, dorthin, wo Jung und Alt ihren Platz haben und vielfältige Begegnungen möglich sind. Die Familien sind die Zukunft einer Gemeinde. Sie müssen sich wohlfühlen und brauchen unsere Anerkennung und Unterstützung.
Die Bewohner der Martin-Luther-Straße bitte ich schon jetzt um Verständnis für die Behinderungen, die mit diesem Fest verbunden sind und danke Ihnen herzlich.
Sechsfacher Trial-Weltmeister tritt in Roßtal auf
Marco Hösel, sechsfacher Trail-Weltmeister aus Thalheim tritt am Sonntag, 8. Juli, im Rahmen des Familienfestes an unserer Hauptschule (Parkplatz) mit seinen spektakulären Fahrkünsten um 14.00, 15.00 und 16.00 Uhr auf.
Es wird eine beeindruckende Darstellung eines sportlichen Balanceaktes für Jung und Alt. So eine Vorführung ist nicht jeden Tag bei uns zu sehen. Kommen und staunen Sie über diese sportliche Leistung eines außergewöhnlichen Sportlers aus unserer Partnerstadt Thalheim.
Gelungener Start zwischen Kerch und Gläiß
Den rührigen Ehrenamtlichen des Runden Tisches Kultur ist es gelungen, in der Spitzweedscheune nicht nur interessante Kunstobjekte zu präsentieren, sondern in der Reihe »zwischen Kerch und Gläiß« auch anspruchsvolles und amüsantes Theater. Der Einakter-Schwank »Heiratsantrag« von Anton Tschechow bildete am Dreifaltigkeitssonntag den Beginn. Die beiden jungen Schauspieler Tobias Rosen und Christin Balogh, beide Absolventen der Schauspielschule, erwiesen dem zahlreich erschienenen Publikum in einem spritzig-witzigen Schwank ihr schauspielerisches Können. Dem Stück entsprechend haben die beiden Schauspieler eine breite Palette von Dynamik in Sprache und Ausdruck, in Mimik und Gestik eingebracht. Bewundernswert auch die gezeigte Akrobatik bei Tobias Rosen und das stimmliche Volumen von Christin Balogh. Beide fesselten die Zuschauer mit einem Schwank „wie im richtigen Leben“, wo in vielen Beziehungen oft nur ums Prinzip gestritten wird und das Wichtigste dabei auf der Strecke bleibt, die Liebe und der Respekt voreinander.
Die Reihe zwischen Kerch und Gläiß des Kultursommers 2007 in der Spitzweedscheune an jedem ersten Sonntagvormittag im Monat um 10.30 Uhr verdient wegen der hervorragenden Qualität der Darbietungen wie des ehrenamtlichen Engagements vieler im Runden Tisch Kultur einen regen Zuspruch der Roßtaler Bevölkerung.
Bereits am Samstagvormittag des 2. Juni eröffnete Marktrat Johann Völkl die Ausstellung von EYES CREAM. Die von Matthias Wagner und Simon Niedermeier auf Leinwand und Acryl dargebotene Straßenkunst, darunter auch witzige Grafik, zeigt die Vielfalt der Kunstrichtungen, die der Runde Tisch uns Roßtalern bietet. Es lohnt sich jedenfalls immer in die Spitzweedscheune hineinzuschauen.
Wer es diesmal versäumt hat, kann ab 30. Juni die Ausstellung »Licht« besuchen und am Sonntag, 1. Juli um 10.30 Uhr »Szenen aus Mr. Pilks Irrenhaus«.
Verkehrsunfallstatistik 2006
Eine leichte Steigerung von 3,10 % bei den insgesamt 166 Verkehrsunfällen im Jahre 2006 steht ein fast 10 %-iger Rückgang bei den Personenschäden mit nunmehr 28 Beteiligten positiv entgegen. Gottseidank kam es wie im Jahre 2005 auch im Jahre 2006 zu keinem tödlichen Unfall im Gemeindegebiet. Von den 166 Unfällen waren 107 Kleinunfälle, davon waren 59 außerhalb der geschlossenen Ortschaften erfolgt. Bedauerlich ist die Zunahme von Unfallflucht um fast 54 %. Aber auch hier stieg die Aufklärungsquote der Polizei erheblich. Fünf Unfälle gehen auf Alkoholeinfluss zurück. Zu Schulwegunfällen kam es in Roßtal auch im Jahre 2006 wie im Vorjahr erfreulicher Weise nicht. Dies ist sicherlich auch auf die gute Betreuung durch Schulweghelferinnen und -helfer zurückzuführen.
Lärm macht krank
Unter diesem Titel reichte Marion Lechner 116 Unterschriften ausschließlich von Anwohnern beim Bürgermeister ein. Die Anwohner beklagen sich dabei um den ständig zunehmenden Güterverkehr auf der Bahnstrecke Nürnberg–Ansbach mit ca. 70 Güterzügen täglich und mit etwa 90 Dezibel Lautstärke. So wird bei den Verantwortlichen der Bahn die Anbringung von Lärmschutzwänden im Bereich der Ortsdurchfahrt Roßtal gefordert. Der Marktgemeinderat unterstützt das Anliegen der Anwohner, wenngleich die Möglichkeiten gering sind, auf die Politik der Bahn Einfluss zu nehmen. Die Vielzahl der Unterschriften von wirklich Betroffenen beweist die Dringlichkeit des Anliegens und zeigt, dass es sich nicht um Einzelinteressen handelt. Genau dies aber war der Initiatorin wichtig zu zeigen.
Kleinod – Das bedeutet doch kleiner Ort, oder nicht?
An diese Überschrift in der NZ musste ich anlässlich des Arbeitskreis-Plenums für Flurneuordnung und Dorferneuerung am Abend des 11. Juni in Buttendorf denken. Natürlich weiß ich, dass es sich bei dem aussterbenden Wort „Kleinod“ um etwas Unscheinbares von hohem persönlichen Wert handelt, aber die vier Arbeitskreissprecher: Elfriede Wagner (Buttendorf), Andreas Zehmeister (Neuses), Klaus Eckstein (Stöckach) für die AK Dorferneuerung und Wolfgang Steinmetz (Buttendorf) für die Flurneuordnung zeigten, welch Kleinode unsere drei Dörfer sowie Kernmühle und Herboldshof darstellen und welche Kleinode sich dazu in diesen Orten verbergen: unscheinbar auf den ersten Blick, persönlich wertvoll, weil sie Heimat darstellen.
Ich konnte eine sowohl inhaltlich als auch zeitlich beachtliche Leistung der Arbeitsgruppen erkennen. Vieles ist bereits dokumentiert und man kann es in Ruhe betrachten und auswerten. Mit großer Liebe zum Detail wird in den Arbeitsgruppen und Kreisen der Bestand vor Ort erfasst, Stärken und Schwächen analysiert und die Themen für die beiden - hoffentlich stattfindenden - Verfahren von Dorferneuerung und Flurneuordnung in engster Zusammenarbeit mit der ganzen Bevölkerung festgelegt. Da interviewen in Buttendorf Kinder und Jugendliche die Senioren des Ortes und erfahren viel über das Leben im Dorf früher, da wird eine Malaktion für Kinder vorbereitet, um auch diejenigen am Verfahren so früh wie möglich zu beteiligen, die ja schließlich einmal die Ergebnisse umsetzen werden und mit den Ergebnissen leben und wirtschaften müssen. Da werden in Neuses umfangreiche Fragebögen persönlich an die Einwohner übergeben und wieder abgeholt, wobei man einen Rücklauf von fast 80 % erreichte. Die Sprecher, alles Ehrenamtliche, die sich in Kloster Langheim schulen ließen, halten ihre Vorträge kurz, prägnant und mit hoher Aussagekraft.
Mehr als 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hören sich die Ergebnisse mit großer Aufmerksamkeit an, diskutieren sachlich und fragen nach. Sie stellen sich offen den Herausforderungen vor Ort, leiden mit bei kleinen Misserfolgen und freuen sich an erfolgreichen Aktionen. Jeder ist bereit, Aufgaben zu übernehmen und ziel- wie zeitgerecht zu erledigen. Auch die Protokollführung wird an diesem Abend spontan übernommen. Da tut dann das schriftliche Lob eines Neuseser Bürgers gut, der sich für dieses Engagement bedankt und den Hut vor der Arbeit zieht, die von so vielen geleistet wird. Wir alle wissen ja, wie schwer es uns fällt zu loben und dazu noch schriftlich und so drückt oft ein einzelner das aus, was viele denken.
Und natürlich ist es ein toller Erfolg in Stöckach, wenn regelmäßig zehn Teilnehmer zwischen 20 und 70 Jahren zusammenkommen, praktisch aus jeder Hofstelle einer, um auch hier Bestand aufzunehmen und die Themen vorzubereiten.
Ausdrücklich wünschen alle sich auch die Beteiligung von zugezogenen Dorfbewohnern, denn auch sie haben sicher gute Ideen, die bereichern können und auch sie wollen ja in einer intakten und gesunden Umgebung und Gesellschaft wohnen und leben.
Man spürt, dass jeder im Raum weiß, dass man mitten in einem spannenden Prozess steht und noch lange nicht so weit ist, um auch die notwendigen Maßnahmen miteinander zu planen. Das wird der nächste Schritt in der zweiten Hälfte des Beteiligungsprozesses werden, an dem sich alle beteiligen können und sollen.
Ein Vollerwerbslandwirt spricht aus, was viele denken: „Noch hat dieser Prozess nicht den Kopf von allen erreicht und schon gar nicht das Herz. Das aber ist notwendig, damit in diesem Gemeindebereich eine erfolgreiche Flurneuordnung und Dorferneuerung passieren kann.“
Da tut dann das Lob von innen und außen gut: sowohl der Bürgermeister als auch die beiden professionellen Begleiter des Prozesses, Bauoberrat Ingo Steinbrecher vom Amt für Ländliche Entwicklung und Ingenieurin Maria Hegemann zeigten sich beeindruckt und zuversichtlich.
Totalsperrung von Stein in Sommerferien
Wie bereits im Vorjahr wird voraussichtlich vom 30. Juli bis 7. September die Ortsdurchfahrt Stein total gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Staatsstraße 2409 von der B 14 zur Rothenburger Straße St 2245 über Weinzierlein. Die Straßenverkehrsbehörde bittet unsere Bevölkerung um Verständnis und Geduld.
Über den aktuellen Stand können Sie sich unter www.stadt-stein.de im Internet informieren.
1. Roß-Thal FrankenCup 2007
Vom 13. bis 15. Juli besuchen uns Radfahrer aus Thalheim und sind Gäste in Roßtaler Familien.
Höhepunkt der Partnerschaftsbegegnung zwischen den Thalheimer und Roßtaler Radfahrern wird der 1. Roß-Thal FrankenCup und hier vor allem die Bergstrecke von 167 km über Windsbach–Gunzenhausen–Gelber Berg. Eine „etwas gemütlichere“ Variante mit „nur“ 101 Kilometern geht über Kalbensteinberg, Fünfbronn, Spalt, Pleinfeld zum Gelben Berg.
Die Begegnung der Radfahrergruppen aus beiden Partnergemeinden geht auf die bisherig jährlich stattfindenden Radwanderungen von Roßtal nach Thalheim oder umgekehrt zurück. Heuer sollen die Thalheimer Freizeitsportler unsere nähere mittelfränkische Heimat bis zum Hahnenkamm kennen lernen.
Gaul, 1. Bürgermeister
