Informationen des Ersten Bürgermeisters
Familientag in Roßtal begeisterte
Familienfeste gibt es viele und Roßtal hat ein solches nicht erfunden. Das besondere an unserem Familientag ist und war, dass dieser Tag anlässlich der 1. Familienkonferenz im April geplant wurde und nicht von einem Verein, der Kirche oder der Gemeinde veranstaltet wurde, sondern ein Kind unserer Agenda-Arbeit in Roßtal ist und vom Arbeitskreis Familie durchgeführt wurde.
Mehr als 1000 Menschen waren beim 1. Familienfest in Roßtal – veranstaltet vom Runden Tisch Familie der kommunalen Agenda 21 unter Leitung von Jugendreferentin Renate Kleindl – auf den Beinen und nahmen das Angebot im hierfür extra verkehrsberuhigten Gemeindeviertel rund um Jugendhaus, AWO-Heim, Kindergarten und Hauptschule wahr.
300 Luftballons schickten die Kinder in der „Hauptschularena“ auf die Reise in der Hoffnung, dass ein Finder die Karte zurücksendet.
„So schön wie eine Kärwa für unsere Kinder, aber mit mehr action und bedeutend billiger“ so der Originalton eines Vaters als Fazit dieses erfolgreichen Familiennachmittags. Das Programm bot Möglichkeiten für Babys bis zu Senioren. Und auch das 15-jährige Bestehen des Jugendhauses sowie das an diesem Tag stattfindende AWO-Heim-Sommerfest waren fester Programmbestandteil.
Wer es von den Kindern etwas ruhiger und besinnlicher wollte, der konnte sich im Kindergarten »Regenbogenland« Geschichten anhören und Enkel Björn war gerade davon recht begeistert.

Trial-Weltmeister Marco Hösel aus Thalheim mit seinen Fahrkünsten (liegend: Elisabeth Helmreich, Geschäftsleiterin für die ev. Kindergärten und Bürgermeister Max Gaul)
Für diejenigen, die mehr Nervenkitzel brauchten, war die Show des sechsfachen Weltmeisters im Fahrrad-Trial, Marco Hösel aus unserer Partnerstadt Thalheim, gerade das Richtige. Die begeisterten Zuschauer sahen, wie Marco Hösel über Autos und aus dem Stand auf bis zu elf Holzpaletten sprang und sicher stehen blieb. Elisabeth Helmreich und Max Gaul fassten daraufhin soviel Vertrauen, dass der Weltmeister nun auch über den beiden seine Fahrkünste zeigen konnte, auch wenn er dabei ganz bewusst die Körperberührung mit seinem Fahrrad suchte.
Wer es dann etwas gemütlicher wollte, konnte es sich nicht nur beim Sommerfest des AWO-Heimes mit Kaffee und Kuchen, Bier und Bratwürsten gemütlich machen und der Musik lauschen oder dem Heimchor, sondern auch von den gastronomischen Profis (Dönerstand, Eis, Getränke durch Zeltverleih Betz) verwöhnen lassen. Die zivilen Preise erfreuten die Familienkasse.
Das Erfahrungsfeld der Sinne vor dem AWO-Heim machte Alt und Jung Spaß und die Kinder ließen sich an der Hauptschule schminken oder malten zum Thema Familie wunderschöne Bilder.
Für die Jugend viel geboten wurde vom Jugendhaus unter Leitung von Carola Lipfert. Das „Menschenkicker“ auf dem Parkplatz gegenüber dem Feuerwehrhof war ein Publikumsmagnet.
Kerzen selber ziehen, das bot die evangelische Jugend am Parkplatz vor der Hauptschule an und auch dieses Angebot wurde gerne genutzt.
Den Auftakt bildeten Tänze und Lieder, dargebracht vom katholischen Kindergarten und den „kleinen Lyrafreunden“; der Schulchor der Grundschule beendete den ereignisreichen Familientag.
Bei den Mitarbeitern und Sponsoren dieser Veranstaltung bedanke ich mich sehr herzlich. Bitte beachten Sie auch das Inserat des Arbeitskreises Jugend in diesem Amtsblatt.
Feuerversicherung für Kindergarten
Richtigstellung zur Gebäudeversicherung des Kindergartens »Sonnenblume« durch den Diakonieverein:
In den vergangenen Tagen nach dem Brand in der Richtersgasse 35 sind Unklarheiten über die Versicherung des Kindergartengebäudes entstanden.
Richtig ist, dass das Kindergartengebäude in der Richtersgasse 35 mit einer gleitenden Neuwertversicherung gegen Brandschäden versichert war. Diese Art von Gebäudebrandversicherung ist üblich und setzt auf einen einmal von der Brandversicherung festgelegten Gebäudewert auf, der dann mit einem sich jährlich erhöhenden Faktor zum Schadenszeitpunkt zu multiplizieren ist. Von einer Unterversicherung kann nicht gesprochen werden.
Nach der Schadensberechnung für das Kindergartengebäude ergibt sich eine Versicherungssumme, die es möglich macht, ein Gebäude in gleicher Bauweise und gleicher Ausstattung wieder zu errichten. Dies könnte getan werden, ist aber wenig sinnvoll, weil an und in Kindergarten- und Krippengebäude heutzutage wesentlich höhere Anforderungen an die Bauweise (Wärmeschutz, Lärmschutz) gestellt werden und andere Raumaufteilungen wie Intensivräume, Ruheräume, Personalzimmer notwendig sind um den pädagogischen Anforderungen optimal gerecht zu werden. Die Räume sind nicht mehr riesig groß, sondern so gestaltet, dass die Kinder ungestört (unter Aufsicht) Ruhebereiche und Lerneinheiten aufsuchen können. im Sanitärbereich ist die Ausstattung kostenintensiver und umfangreicher (Wickelplatz, Fliesen bis zur Decke, Abtrennung der Toiletten u. a.). Die im Gebäude nicht vorhandene Heizungsanlage (bisher Nachtspeicheröfen) kommt als zusätzlicher Kostenfaktor noch dazu und eine Flachdachbauweise ist nicht mehr zeitgemäß und passt auch nicht in unser Ortsbild.
All dies treibt die Kosten in die Höhe, ist aber unbedingt notwendig, denn wir wollen ein modernes, für die Kinder und Mitarbeiter optimal ausgestattetes, helles, freundliches Haus für Kinder neu errichten, mit Möglichkeiten für Krippenkinder und auch für Schulkinder.
Deshalb freuen wir uns über Ihre Spenden, Sie helfen dadurch mit, unsere Pläne zügig zu verwirklichen, denn wir sind sicher, dass wir unseren neuen Kindergarten nächstes Jahr – im Jubiläumsjahr des Diakonievereins – einweihen können. Darauf freuen wir uns und am allermeisten unsere Kinder.
Ihr Diakonieverein
SV Raitersaich ist Gemeindeturniersieger
Zum zweiten Male wurde der SV Raitersaich Sieger im Walter-Rosa-Pokal-Turnier der drei Roßtaler Fußballvereine und damit „Gemeindemeister“. Der SV Großweismannsdorf erreichte den zweiten, der Tuspo Roßtal den dritten Platz. Die Siegerehrung wurde vom 1. Bürgermeister durchgeführt.
Familienfreundliche Gemeinden
Bayernweit einmalig: Landkreisgemeinden verzichten auf die gegenseitige Verrechnung der Gastkinderbeiträge im Kindergartenbereich.
Der Landkreis Fürth beweist einmal mehr seine Familienfreundlichkeit: In einem bayernweit einmaligen Abkommen haben die Bürgermeister aller 14 Landkreis-Kommunen beschlossen, auf die gegenseitige Verrechnung von Gastkinderbeträgen in Kindergärten zu verzichten. Kinder, die aus einer anderen Gemeinde einen örtlichen Kindergarten besuchen, werden damit künftig so behandelt, als seien es „gemeindliche Kinder“. Über diese Regelung freute sich auch der Vorsitzende des »Runden Tisches Familie und Jugend« im Landkreis Fürth, Bürgermeister Maximilian Gaul.
Die Idee ging ursprünglich von Großhabersdorf aus und so wurde die Kommunale Allianz wichtiger Vorreiter der nun beschlossenen Regelung.
Auf Betreiben Roßtals hat nämlich die Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg bereits für das laufende Kindergartenjahr diese Regelung für die sechs Kommunen fest beschlossen.

Das Abkommen wurde im Rahmen der jüngsten Bürgermeister-Dienstbesprechung in Großhabersdorf offiziell unterzeichnet.
Nach der kommunalen Allianz haben nun für das kommende Kindergartenjahr alle Kommunen im Landkreis Fürth einen solchen Verzicht erklärt.
Im Bereich der Kinderkrippen kann eine solche Vereinbarung schon aus rechtlichen Gründen nicht geschlossen werden, da hier starke Ungleichgewichte in den einzelnen Kommunen auch zu finanziellen Nachteilen bei manchen Gemeinden führen würden. Auswärtige Krippenplätze werden in der Regel von berufstätigen Eltern benötigt. In dem Fall, dass die auswärtige Unterbringung deshalb erfolgt, um Beruf und Familie vereinbaren zu können (z. B. Krippe am Arbeitsort), werden die Eltern nach den Vorschriften des Bay. Kinderbildungs- und Betreuungsgesetzes entsprechend ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit an der Mitfinanzierung des kommunalen Förderanteils beteiligt.
In eigener Sache
Für die zahlreichen Glückwünsche und die herzliche Anteilnahme anlässlich der Überreichung des Bundesverdienstkreuzes am Bande, durch den Stv. Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein am 13. Juli 2007 im Königssaal des Justizgebäudes in Nürnberg, das mir Bundespräsident Prof. Dr. Horst Köhler mit Urkunde vom 20. Dezember 2006 verliehen hat, danke ich allen herzlich. Ihre guten Wünsche sind große Motivation, mich auch weiterhin für das Wohl der Allgemeinheit und unserer Bevölkerung in Roßtal einzusetzen.
Hauptschule Roßtal: Marktgemeinderat handelt
Rektor Graefe erklärte in der Sitzung des Marktgemeinderates, dass von Seiten der Schulleitung und des Marktes alle Anträge rechtzeitig gestellt wurden. Nachdem aber das Kultusministerium unsere Hauptschule im kommenden Schuljahr noch nicht für einen Ganztagszug vorsieht, hat die Verwaltung nun folgende Vorschläge an den Marktgemeinderat unterbreitet: An unserer Hauptschule übernimmt die evangelische Kirchengemeinde die Trägerschaft für einen »Hort an der Hauptschule«. Ganz bewusst soll dies als Interimslösung geschehen, bis im folgenden Schuljahr Ganztagesklassen errichtet werden können. Der Marktgemeinderat stimmte dieser Lösung einstimmig zu und erkannte den Bedarf für das kommende Schuljahr an.
Damit wird eine qualifizierte Betreuungseinrichtung im kommenden Schuljahr auch an unserer Hauptschule für die Schüler der 5. Jahrgangsstufe geschaffen.
Wenn sich eine gesicherte Zweizügigkeit für die kommenden Schuljahre durch die Kooperation mit Großhabersdorf abzeichnet, sind auch die äußeren Voraussetzungen in Roßtal für einen Ganztagszug gegeben, denn die Eltern müssen die Wahl haben zwischen der bisherigen Halbtagsschule und der gebundenen Ganztagsklasse.
Marktgemeinderat für Alkoholprävention
Die Agenda-Vorsitzende und Jugendreferentin Renate Kleindl schlug in der letzten Sitzung des Marktgemeinderates vor, die Maßnahme »5 von 12« weiterhin verpflichtend für Fieranten und Vereine, die alkoholhaltige Getränke beim Martinmarkt zum Verzehr an Ort und Stelle verkaufen, durchzuführen. Außerdem muss an jedem Stand, an dem Alkohol ausgeschenkt wird, ein Beauftragter für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes namentlich benannt werden. Der Marktgemeinderat folgte hier dem Vorschlag des Bürgermeisters.
Bei der Maßnahme »5 von 12« müssen die Verantwortlichen fünf Maßnahmen zum Jugendschutz und zur Alkoholprävention aus 12 vorgeschlagenen auswählen und für die Durchführung sorgen. »5 von 12« ist inzwischen bayernweit bekannt und wird von vielen Gemeinden beim Markt Roßtal nachgefragt.
In der Debatte wurde auch deutlich, dass sich alle Fraktionen hinter die Präventionsmaßnahmen stellen. Insbesondere wünscht der Marktgemeinderat auch keine „happy hour“ für Alkoholgetränke mehr und fordert alle Vereine auf, grundsätzlich alle nichtalkoholischen Getränke billiger abzugeben als das billigste Alkoholgetränk, in der Regel das Bier.
Einstimmig beschloss der Marktrat: Die bisherige Praxis bei der Zulassung von alkoholhaltigen Getränken auf dem Martinimarkt wird unter Aufrechterhaltung des Beschlusses des Kultur-, Schul- und Sportausschusses vom 08.05.1989 beibehalten. Harte Spirituosen sind nicht erlaubt.
Jeder Verein oder gewerblicher Anbieter, die an einem Verkaufsstand auf dem Martinimarkt alkoholhaltige Getränke jeglicher Art entweder zum Verzehr an Ort und Stelle oder zur Mitnahme anbieten, müssen eine/n Beauftragte/n sowie deren/dessen Stellvertreter/in, der für die Einhaltung des Jugendschutzgesetzes Verantwortung trägt, namentlich benennen.
Bei Nichtbeachtung erfolgt grundsätzlich keine Zulassung zu künftigen Martinimärkten mehr. Im Einzelfall entscheidet hierüber der Erste Bürgermeister.
Kindergarten »Sonnenblume« – wie geht es weiter?
Nun ist es offiziell: In der Marktratssitzung vom 10. Juli 2007 wurde zur Klarstellung beschlossen, dass der Kindergarten »Sonnenblume« unter der Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde weiterläuft.
Zwischenzeitlich sind die Kindergartenkinder im Gemeindehaus und ehem. Mädchenschulhaus untergebracht. Die Räume sind sehr schön geworden und der Betrieb läuft wieder wie gewohnt.
Die Planungen für ein neues »Haus für Kinder - Sonnenblume« laufen bereits auf Hochtouren und wir hoffen, im nächsten Jahr ein modernes, optimal ausgestattetes, helles und freundliches Gebäude für unsere jetzigen Kinder und neuen Kinder ab dem Kindergartenjahr 2008 einweihen zu können. Die Konzeption sieht vor, dass Kinder in Altersstufen ab sechs Monaten, Kindergartenkinder, sowie Schulkinder betreut werden können und damit für viele Familien ein wichtiger Bestandteil ihrer Familien- und Berufsplanung zur Verfügung steht.
Gerne erhalten Sie weitere Auskünfte unter 57 09 817, bei der Ev. Kirchengemeinde (Fr. Helmreich).
Gemeinde - was ist das?
Innerhalb einer Woche waren zwei ganz verschiedene Besuchergruppen im Roßtaler Rathaus: am Dienstag, 10. Juli 2007: die 4. Klasse von Lehrerin Porley und zwei Tage später ein Studienseminar mit Referendaren. Der Bürgermeister freute sich über das große Interesse und die gute Vorbereitung der Viertklässer.
Die Referendare schließlich, die soeben ihr 2. Staatsexamen beendeten, ließen sich von Bürgermeister Gaul in den Bereich Theorie und Praxis des Sachkundestoffes „Kind und Gemeinde“ einführen. Gaul zeigte auf, dass es notwendig ist, vielfältige Erfahrungen von Schülern mit diesem Thema schulisch zu ermöglichen, damit die jungen Menschen das verinnerlichen, was ein Viertklässer so definierte: „Gemeinde ist ein Dorf oder eine Stadt, die ihre eigenen Angelegenheiten selber regeln und sich dabei an die Gesetze halten muss.“ Die Kinder spüren, dass man in unserer Gemeinde als Bürgerin und Bürger viele Dinge selber regeln kann und darf.
Gaul, 1. Bürgermeister
