Informationen des Ersten Bürgermeisters
Tuspo D1-Jugend steigt auf
Der Markt Roßtal beglückwünscht die D1-Jugend des Tuspo Roßtal zum Aufstieg in die Kreisklasse. Nach einer starken Saison 2006/2007 belegte die Mannschaft um das Trainergespann Gerald und Konrad Höfer sowie dem Manager Werner Stieber den 3. Tabellenplatz in der Kreisgruppe 2 Nürnberg / Frankenhöhe. Neben der besten Abwehr (nur 4 Niederlagen und insgesamt lediglich 20 Gegentore) konnte auch die Offensive mit 92 Toren in 22 Spielen überzeugen. Mit einem souveränen 7:0 Sieg im Relegationsspiel beim TSV Bechhofen wurde schließlich der Aufstieg in die Kreisklasse realisiert. Grundstein des Erfolges ist sicherlich die Tatsache, dass der überwiegende Teil der Mannschaft bereits seit der G-Jugend zusammenspielt und somit auch in Zukunft ein attraktiver und erfolgreicher Fußball zu erwarten ist.
Weitersdorfer Ägidiuskirche ist renoviert
Am Weitersdorfer Kirchweihsonntag, 2. September, nahmen die Gläubigen wieder Besitz von ihrer liebevoll restaurierten Ägidiuskirche. Nach gut zwei Jahren feierte Pfarrer Peter Seidel den Kirchweihgottesdienst wieder im schmucken Dorfkirchlein.

v.l.n.r.: Erika Schuh, Pfarrer Peter Seidel,
Luise Lauchs mit Sohn.
Vor zwei Jahren war der Putz von der Decke der Kirche gefallen, so dass wir die Kirche Mitte 2005 wegen Einsturzgefahr schließen mussten. Außerdem wurde ein massiver Holzwurmbefall festgestellt.
Die aktiven Weitersdorfer halfen nun alle so zusammen, dass nach einer aufwendigen Stabilisierung der Decke und einer fachgerechten Renovierung durch eine Spezialfirma der Kirchenmalerei auch der Holzwurmbefall bekämpft werden konnte. Dazu bauten die örtlichen Kirchweihburschen die Bänke aus und ein Trupp aktiver und handwerklich versierter Weitersdorfer machte sich an das Werk, den Putz von den Wänden zu klopfen und eine neue Wandverkleidung aufzubringen. Zeit und Geld opferten sie für ihr Kirchlein. Auch die Regenwasserableitung wurde von dem Arbeitstrupp in Eigenregie verlegt. Die Besitzverhältnisse der Weitersdorfer Kirche, deren Anfänge ins 13. Jahrhundert reichen, sind nicht geklärt. Kirchengemeinde und der Markt teilen sich deshalb die Unterhaltskosten.
Die aktiven Bürger Weitersdorf haben viel Geld gespart und wir alle sind ihnen sehr zu Dank verpflichtet.
Gerührt nahm die Mesnerin, Luise Lauchs, den Dank und die Anerkennung für ihre treuen Mesnerdienste über Jahrzehnte von Pfarrer und Gemeinde entgegen und freute sich, dass „ihre Kirche“ nun wiederhergestellt, in Zukunft durch die neue Mesnerin, Erika Schuh, in guten Händen ist.
Der festliche Gottesdienst, an dem es sich auch die sichtlich noch müden Kirchweihburschen nicht nehmen ließen teilzunehmen, wurde mit Orgel, Gesang, Liedbeiträgen des Weitersdorfer Gesangvereins und des Posaunenchors feierlich umrahmt.
Tag der offenen Tür im Rathaus und Bauhof am 7. Oktober von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr
Zehn Jahre steht nun das umgebaute Rathaus schon wieder und wurde zu einem Haus der Bürgerschaft. Zahlreiche Veranstaltungen, Vernissagen, Foren, Bürgerkonferenzen und Versammlungen und Sitzungen wurden seither in diesem Hause veranstaltet.
Vor zehn Jahren hat es unser neuer Ministerpräsident Dr. Günter Beckstein mit einer Festansprache eingeweiht.
Das Zehnjährige begehen wir mit einem Tag der offenen Tür am Sonntag, 7. Oktober von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr. Hausführungen, Haus-Rallyes, Ausstellungen und Aktionen, auch für die Kleinen, werden stattfinden. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Außerdem gibt es attraktive Preise zu gewinnen.
Auch der Bauhof im Gewerbegebiet und das Wasserwerk in Buchschwabach werden ihre Tore öffnen und der Besuch dort wird sich lohnen.
Wir alle freuen uns auf Ihren zahlreichen Besuch in Ihrem Rathaus, Bauhof und Wasserwerk. Merken Sie sich bitte diesen Termin schon jetzt vor.
Oberasbacher Gospelkonzert spendete 1000 €
Am 8. Juli 2007 fand in der Laurentiuskirche in Roßtal ein Konzert des Oberasbacher Gospelchores statt. Die Kirche war ganz voll besetzt und die Zuhörer ließen sich von der Musik und dem Gesang des Oberasbacher Gospelchors mit der Solistin Kat Moore unter der Leitung von Almut Mahr und durch Moderation von Pfarrer Reiner Schübel mitreißen und spendeten begeistert großen Applaus. Nachdem eine Woche vor dem Konzert der Roßtaler Kindergarten Sonnenblume durch ein Feuer zerstört wurde, hat der Oberasbacher Gospelchor spontan und uneigennützig beschlossen, einen Großteil der eingehenden Spenden, nämlich 1000 €, für den Wiederaufbau des Kindergartens abzugeben.
In Ferien fleißig: der Ferienausschuss
Über 20 Tagesordnungspunkte bearbeitete der Ferienausschuss am 4. September und die hatten es in sich: Vom Brunnenausbau über die Billigung für eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung im Bebauungsplan "Gewerbegebiet Steinbuck-Neuses", Entwicklungskonzept "Energiegewinnung" im Bereich der Rapsmühle Buchschwabach, Bauanfragen und Bauanträge bis zur Verkehrsschau. Die diesmal zahlreichen Zuhörer konnten sich ein Bild davon machen, wie vielfältig die Angelegenheiten sind, mit denen man sich im Marktgemeinderat auseinandersetzen und beschäftigen muss. Eine ganze Stunde lang ließ sich der Ausschuss über den Brunnenausbau in Buttendorf informieren und beschloss einstimmig, sich dem Pilotprojekt anzuschließen.
Bauleitplanung
Intensiv war auch die Diskussion über das Gewerbegebiet Steinbuck in Neuses, das entstehen soll, um einer dort ansässigen Firma eine Entwicklungsmöglichkeit zu schaffen. Weil hier ein allgemeines Baurecht erst geschaffen werden muss, kann der Flächennutzungsplan und der darauf aufbauende Bebauungsplan nicht nur auf die aktuellen Bedürfnisse der Firma abgestellt werden. Der Bebauungsplan hat daneben auch nachbarschützende Wirkung (Emission und Lärm) und muss den ökologischen Ausgleich beachten.
Grundsätzliche Überlegungen zur Entwicklung und Nutzung eines Gebietes zur "Energiegewinnung" bei der Rapsmühle Buchschwabach-Raitersaich stellte das Planerduo Rühl-Scheuber vor. Die Marktgemeinderäte sehen hier noch einen intensiven Diskussionsbedarf und wollen noch einmal fraktionsintern die Angelegenheit vorbereiten. Der Bürgermeister schlug vor, rechtzeitig auch mit den Grundstückseignern Gespräche über die Entwicklungsidee zu führen, die im Planungsverband der Industrieregion und bei der Regierung von Mittelfranken großes Interesse fand.
Verkehrsschau
Bei der Diskussion der Ergebnisse der Verkehrsschau vom 14. Juni folgte man weitgehend den Empfehlungen der Verkehrsexperten. Die Wichtigkeit unseres Bürgergutachtens, das nun dem Markt Roßtal eine saubere Verkehrsplanung ermöglicht, kam gerade in dieser Verkehrsschau zum Tragen.
Das Gebiet »Sieben Quellen« wird – nach den Empfehlungen des Bürgergutachtens – zur 30-er Zone erklärt.
Wechsel bei den Verbandsräten in Jugendarbeit
Einen Wechsel gab es bei den Verbandsräten für den Zweckverband Freie Jugendarbeit Südlicher Landkreis. Neue Verbandsrätin wird auf Vorschlag der SPD-Fraktion Iris Alwon, die Tobias Pohr ablöst, der aus beruflichen Gründen das Ehrenamt nicht mehr ausführen kann.
Der Markt Roßtal dankt Verbandsrat Tobias Pohr für die Vertretung des Marktes im Zweckverband.
Weltkindertag in Roßtal: Preisträger des Malwettbewerbs werden ausgezeichnet
Die Roßtaler Familienkonferenz im April und der dort geplante Familientag von Familien für Familien im Juli gelten als beispielgebend im Landkreis Fürth. Den Initiatoren des Runden Tisches Familie unter Leitung von Markträtin Renate Kleindl war es ein Anliegen, Kinder und Jugendliche sowohl an der Konferenz als auch beim Familientag inhaltlich und handelnd zu beteiligen. Dies geschah an der Familienkonferenz durch verschiedene Methoden wie Interview und kreatives Gestalten. Beim Familientag wurde ein Malwettbewerb zum Thema Familie durchgeführt. Die Gewinner dieses Malwettbewerbs werden am 20. September 2007 um 18.00 Uhr, anlässlich des Weltkindertages, im Rathaus durch Bürgermeister Maximilian Gaul ausgezeichnet. Außerdem werden die Gewinner des Luftballonstarts am Familientag mit Preisen belohnt.
Eine Familientageskarte für den Fun Park gewann die zehnjährige Stefanie Bauer. Der fünfjährige Johannes Meixner erhält einen Gutschein der Fa. Mayer Roßtal und die neunjährige Damaris Dückminor einen Gutschein bei Loisls Eisdiele.
Pilotprojekt im neuen Brunnen Buttendorf
Roßtal ist innovativ: in diesen Tagen erfolgt der Ausbau des neuen Trinkwasserbrunnens in Buttendorf. Nach erfolgreicher Bohrung wird nun der Filter eingebaut. Dieser Filter wird herkömmlich mit einem Kiesmaterial mit einer Körung von 9 mm verfüllt. Leider hat dieses Material die Eigenschaft, einen hohen Prozentsatz von Unterkörnung zu beinhalten. Das sind Sandteile oder Kiesabsplitterungen, die die Filter verstopfen. Die Bohrfirma Ochs will nun mit Zustimmung des Ferienausschusses ein neues Material einsetzen: Glaskugeln (Murmeln) mit 9 mm Durchmesser. Dies Material ist nicht porös und schafft einen guten Durchfluss. Ein Risiko geht der Markt Roßtal dabei nicht ein, denn die Firma Ochs ist zusammen mit unseren Planern von der hohen Qualität so überzeugt, dass sie Garantie auch bis nach der nächsten Regenerierung des Brunnens übernimmt.
Die Vorteile aber liegen auch für den Laien auf der Hand: eine aufwändige Reinigung des Einbaumaterials wird überflüssig. Glas als Produkt aus Naturstoffen ist hygienisch sauber, Unterkörnungen verstopfen weder das Füllmaterial noch die Filter, und die Abstände der Regenerierung des Brunnens werden größer, so dass die Roßtaler Wasserabnehmer bares Geld sparen werden. Man rechnet auch mit einer dauerhaften hohen Schüttleistung des Brunnens. Die geringen Mehrkosten des Materials – aufgrund des Pilotprojekts zu einem Sonderpreis – werden sich deshalb schnell amortisieren.
Roßtal ist mit dieser Maßnahme in der Fachwelt sicherlich wieder als Pilotgemeinde in das Interesse gerückt. Auch das Staatliche Gesundheitsamt in Fürth zeigt großes und positives Interesse an dem Material.
Auf den Gemeindestraßen tut sich was
In den Ferien wurden Gemeindeverbindungsstraßen verbessert: die Weinstraße zwischen Clarsbach und Roßtal (Roßtaler Rundwanderweg) wurde wegen ihrer hohen Bedeutung als sichere Radwegverbindung und für Wanderer wieder neu geschottert. Über das erste Lob aus Clarsbach haben wir uns im Rathaus sehr gefreut.
Außerdem wurden große Teile der Verbindungsstraße Weitersdorf–Kastenreuth einschließlich der Einmündung der Sichersdorfer Straße und Kastenreuth–Großweismannsdorf mit einer neuen Decke versehen. Beide Straßen waren in einem so schlechten Zustand, dass Handlungsbedarf bestand, bevor man die ganze Straße völlig neu errichten muss, was in der momentanen Situation unbezahlbar wäre.
Besuch aus Frankenmuth im Rathaus
Überraschender Besuch im Roßtaler Rathaus. Am 5. September besuchte der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees Frankenmuth/USA-Michigan Daniel Haubenstricker den Roßtaler Bürgermeister, um die Verbundenheit zwischen Roßtal und Frankenmuth zum Ausdruck zu bringen. Daniel Haubenstricker überbrachte die Grüße des Gemeindeoberhauptes und der Kirchengemeinde und drückte den Wunsch aus, dass sich bald auch wieder eine Roßtaler Reisegruppe in Frankenmuth sehen lässt.
Er erinnerte, dass vor zehn Jahren die beiden Bürgermeister Gary Rupprecht aus Frankenmuth und Max Gaul die Roßtal Street in Frankenmuth feierlich eingeweiht haben. Roßtal hat allerdings bereits lange vor der Gebietsreform mit Straßennamen eines ganzen Wohngebietes an die fränkischen Aussiedler des 19. Jahrhunderts aus Roßtal unter Pfarrer Löhe erinnert. Das Roßtaler »Frankenviertel« beinhaltet die Frankenmuther, die Frankenhilfer, die Frankenluster und die Frankentroster Straße. In Michigan/USA ist nur noch der Name »Frankenmuth« als amtlicher Ortsname erhalten. Frankenmuth ist eine liebenswerte Kleinstadt mit nicht ganz 5000 Einwohnern in der Nähe von Detroit und nennt sich selbst »Little Bavarian«, also Klein-Bayern. Mit »Bronners Christmas Wonderworld« besitzt Frankenmuth den größten Weihnachtsmarkt der Welt, der an 364 Tagen im Jahr geöffnet hat und nur am Weihnachtstag geschlossen ist.
Der kleine, blitzsaubere Ort pflegt die „Gemütlichkeit“ und subsumiert alles, was es so an Attraktivitäten in Deutschland und Böhmen gibt unter dem Titel »Bavaria«. Der Rattenfänger von Hameln wird als Glockenspiel genauso als bayrisch verstanden wie das schöne Musikstück »aus Böhmen kommt die Musik«, das der legendäre Marv Herzog, der leider schon verstorben ist und nach dem jetzt ein Hotel benannt wurde, so gern gesungen hat. Im Bavarian Inn ziert den Speisesaal ein riesiges Wandbild vom Roßtaler Marktplatz.
Die evangelisch-lutherische St.-Lorenz-Gemeinde in Frankenmuth lebt ein intensives Glaubensleben und unterhält gute Beziehungen nach Roßtal, Neuendettelsau und Gunzenhausen. Gunzenhausen steht mit Frankenmuth seit vielen Jahrzehnten in partnerschaftlichen Beziehungen.
In Frankenmuth sprechen noch etliche Bürgerinnen und Bürger den alten Roschtler Dialekt, der in seiner amerikanischen Intonation besonders interessant und lustig klingt. Alte Begriffe bringen uns die Frankenmuther etwa auf diese Weise bei: Als eine Roßtalerin zu ihrer Frankenmuther Bekannten sagt, „da gehen wir über den Friedhof“, antwortet die Amerikanerin: „Mei Ledder hodd ma dou scho immer Kerchhuuf gsachd!“ (Mein Lebtag lang heißt das Kirchhof). Und amerikanische Begriffe werden mit dem Dialekt kombiniert: „Dei Alde hodd ober an schäiner Dress oo!“ (Deine Gattin ist fein gekleidet).
Gaul, 1. Bürgermeister
