Informationen des Ersten Bürgermeisters
Chinesische Delegation in Roßtal
Zum zweiten Male innerhalb der Amtsperiode 2002 bis 2008 besuchte eine chinesische Delegation aus hochrangigen Wasserwirtschaftlern aus der Provinz Shandong in der Volksrepublik China den Wasserzweckverband Großweismannsdorf und den Markt Roßtal.
Schandong, die Partnerprovinz des Freistaates Bayern, ist eine Halbinsel in der Bohai-See und gelbem Meer. Jinan, die Hauptstadt, liegt 15 km südlich des „gelben Flusses“. Heute ist Jinan als die „Stadt der Quellen“ bekannt, weil über 100 Quellen hier entspringen. Das Quellwasser ist exzellent. Qingdao, die größte Stadt der Provinz, liegt am gelben Meer. Vor allem das schmackhafte Qingdao-Bier (Tsingtao) und das Mineralwasser haben die Stadt berühmt gemacht. Die Stadt ist hübsch mit ihren sanften Hügeln, den Bäumen und den roten Schindeldächern, die noch an die deutsche Besatzungszeit erinnern. So schätzten die Besucher natürlich auch das gute fränkische Bier in Roßtal. Sie informierten sich vor allem aber über die Gewinnung des Wassers, über die Kosten der Wassergewinnung und über die Kalkulation des Wasserpreises bei den Kommunen und Zweckverbänden.
Bürgermeister Maximilian Gaul führte die Delegation zunächst ins Wasserwerk des Zweckverbandes Großweismannsdorf, wo ihm Wasserwart Günther Hofmann assistierte. Erstaunt waren die Gäste, dass lediglich „Ehrenamtliche“ die Aufsicht über die vier Mitarbeiter im Wasserwerk haben. Im Roßtaler Rathaus stellte der Bürgermeister dann auch die kommunale Selbstverwaltung im Freistaat Bayern am Beispiel einer mittelgroßen Kommune vor. Unvorstellbar für die Delegation, dass hier nicht alles von einer Zentralregierung aus gesteuert und überprüft wird, sondern das ganze gemeindliche Leben und die notwendige Infrastruktur durch Bürgermeister und Gemeinderat vor Ort entschieden und umgesetzt wird.
Auch für die Roßtaler Kultur interessierten sich die Gäste. So führte der Vorsitzende des Heimatvereins, Georg Helmreich, die Delegation zu den Sehenswürdigkeiten unseres Kernortes und ins Heimatmuseum, wo Museumspflegerin Hedwig Helmreich die heimatkundliche Sammlung präsentierte.
Zuvor haben sich die chinesischen Gäste ins Goldene Buch des Marktes Roßtal eingetragen. Dort bedankten sie sich für die herzliche und freundliche Aufnahme und die interessanten Gespräche. Die Einladung, die schon vor ein paar Jahren ausgesprochen wurde, Shandong zu besuchen, war auch diesmal mehr als eine Höflichkeitsfloskel.
Seniorenbürgerversammlung auf Rädern
Mehr als 70 Roßtalerinnen und Roßtaler besuchten die Seniorenbürgerversammlung, die ihren Ausgang im Feuerwehrhof Roßtal nahm. Bürgermeister Maximilian Gaul zeigte sich erfreut, dass sich offensichtlich die ältere Generation mehr als alle anderen für das gemeindliche Leben interessiere, denn die „Bürgerversammlung auf Rädern“ ist immer die bestbesuchteste Bürgerversammlung in Roßtal geblieben.
Nach einer kurzen Einführung und Fragen an den Ersten Polizeihauptkommissar Roland Hegendörfer von der Polizeiinspektion Stein, besuchten die Senioren die generalsanierte Sporthalle. Sie wurden dort profund vom Projektsteuerer Dipl.-Ing. Konrad Henning geführt. Rektorin Heidi Schwarm sprach über das Profil der modernen Hauptschule in der Aula. Dann ging es mit dem Bus zu den Planungsgebieten Energiegewinnung bei der Rapsmühle in Raitersaich und der Erweiterung des Gewerbegebietes am Rande von Neuses. Bürgermeister und Bauamtsleiter erläuterten die planungsrechtlichen Problemstellungen. Es zeigte sich, dass die Senioren sehr wohl gut informierte Zeitungs- und Amtsblattleserinnen und -leser sind, aber über die Örtlichkeiten nicht genügend informiert sind, um die es dann planungsrechtlich geht.

Zum Schluss der Rundfahrt steuerten die beiden Busse das generalsanierte Diakoniehaus an, wo ihnen Reinhard Bär vom Diakonieverein die Probleme der Generalsanierung erläuterte und Elisabeth Helmreich die Kinderkrippe zeigte.
Zum Abschluss ging es wieder in den Feuerwehrhof zurück. Dort erwartete die Teilnehmer ein hervorragend mundendes Eintopfgericht, das im AWO-Pflegeheim gekocht und den Teilnehmern zur Verfügung gestellt wurde. Dafür herzlichen Dank! Zuvor aber stellte Frank Bauer noch die Einrichtung der First Responder vor. Nach dem Mittagessen erläuterten Mitglieder der Feuerwehr das neue Feuerwehrfahrzeug, das wir im letzten Amtsblatt vorgestellt haben.
Maximilian Gaul, 1. Bürgermeister
