Markt Roßtal

Landkreis Fürth

Mittelfranken

Bayern

Deutschland
Markt Roßtal
Marktplatz 1

90574 Roßtal
Deutschland

Informationen aus dem Rathaus

Bericht aus der Marktgemeinderatssitzung vom 24.06.2008

Zu Beginn der Sitzung informierte Bürgermeister Johann Völkl über den bevorstehenden Abschluss der Vorbereitungsphase der angestrebten Flurneuordnung und Dorferneuerung in den Gemeindeteilen Buttendorf, Neuses, Stöckach, Kernmühle und Herboldshof. Dazu präsentieren die Arbeitskreise am 20. Juli 2008 ab 13.30 Uhr in Buttendorf ihre Ergebnisse im Rahmen einer Ausstellung im Kärwastodl.

Zu entscheiden war von den Marktgemeinderäten über den Standort der notwendigerweise neu zu errichtenden Kläranlage in Roßtal. Vorberatungen zu den vorliegenden Standortvarianten fanden bereits in Sitzungen des Bau- und Umweltausschusses statt. Die ursprünglich zur Diskussion stehenden 14 Alternativen reduzierten sich nach genauer Betrachtung auf den bisherigen Standort an der Unteren Bahnhofstraße, Areale ca. einen Kilometer unterhalb der bestehenden Kläranlage am Mühlbach oder nahe der Bibert zwischen Neuses und Kernmühle. Alle Fraktionen und die Gruppe Bündnis 90/Die Grünen kamen nach intensiver Abwägung der Vor- und Nachteile jedes einzelnen Standortes einhellig zum Ergebnis, die neue Kläranlage wieder am Standort der bisherigen Anlage zu errichten.

Die Anträge der Gruppe Bündnis 90/Die Grünen zur künftigen Nutzung des Geländes »Freizeit und Erholung« und der Errichtung barrierefreier Gehsteige in Roßtal wurden in die jeweils zuständigen Fachgremien verwiesen. Den weiteren Antrag, die Sitzungsniederschriften im Internet zu veröffentlichen, lehnte der Marktgemeinderat auch aus Gründen des Datenschutzes ab.

Für den auch in der laufenden Amtsperiode wieder gebildeten Unterausschuss Agenda 21 benannten die Fraktionen und die Gruppe Bündnis 90/Die Grünen die Marktgemeinderätinnen Martina Bär, Birgit Höfling sowie Lydia Endres und die Marktgemeinderäte Berthold Östreicher (Vorsitzender), Anton Engelhard, Dr. Werner Schläger und Friedrich Wagner als Mitglieder.

Um die Polizei bei ihrem Bemühen, dem Alkoholmissbrauch durch Kinder und Jugendliche insbesondere bei Kirchweihen entgegenzutreten, erließ der Marktgemeinderat eine so genannte Kirchweihverordnung. Danach ist es untersagt, alkoholische Getränke aller Art auf die jeweiligen Festgelände mitzubringen bzw. nicht auf der Kirchweih erworbene alkoholische Getränke zu konsumieren.

Aus dem Bau- und Umweltausschuss vom 01.07.2008

Erster Bürgermeister Völkl informierte u. a. über die Regenerierung des Brunnens 1 der Wasserversorgungsanlage Buchschwabach, die zwar eine erhöhte Schüttleistung, aber auch Grenzwertüberschreitungen nach der Trinkwasserverordnung ergab. Der Brunnen ist daher derzeit nicht am Netz. Der Bauausschuss wird sich in einer seiner nächsten Sitzungen mit der Problematik der Roßtaler Wasserversorgung beschäftigen.

Nach dem Beschluss des Marktgemeinderats vom 24.06.2008, den Neubau der Kläranlage Roßtal am bisherigen Standort zu realisieren, hatte der Ausschuss über das weitere Vorgehen beraten. Da die Planungskosten für eine neue Kläranlage die europaweit geltenden Schwellenwerte überschreiten werden, kann der Markt Roßtal nicht einfach ein Ingenieurbüro beauftragen, sondern muss eine europaweite Ausschreibung durchführen. Das in mehreren Phasen ablaufende Verfahren mündet am Schluss in einen Realisierungswettbewerb unter den verbleibenden fünf bis sechs bewerbenden Ingenieurbüros.

Dieser Realisierungswettbewerb soll unterschiedliche Lösungen einer künftigen Kläranlage aufzeigen, die wiederum für einen Zeitraum von 30 bis 50 Jahren wirtschaftlich und technisch einwandfrei arbeiten soll. Eine in diesem sehr langen Zeitraum mögliche Steigerung der Einwohnerzahlen soll durch eine „modulare“ Erweiterung aufgefangen werden können. Der Ausschuss folgte einstimmig dem Verwaltungsvorschlag. Die ausgewählten fünf bis sechs Bewerber erhalten ausführliche Unterlagen zur Erarbeitung ihrer Lösungen. Das gesamte Verfahren soll in enger Abstimmung mit den beteiligten Behörden interessierten Mitbürgern aus dem Agenda-21-Ausschuss und mit Beratung durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband durchgeführt werden.

Der Ausschuss folgte dem Vorschlag des Architekten nicht, den Müllabstellplatz der Hauptschule bei der Wilhelm-Löhe-Straße durch eine Aluminium-Faser-Zement-Konstruktion zu umwehren. Man entschied sich auch aus Kostengründen für einen so genannten Industriezaun.

Die Generalssanierung der Hauptschule ist im Grunde abgeschlossen. Lediglich ein Verfahren, bei dem es um strittige Werklohnforderungen des Trockenbauers geht, ist noch vor Gericht anhängig. Das Landgericht Nürnberg-Fürth schlug als Vergleich eine um ca. 80 v. H. gekürzte Werklohnforderung vor. In der Sitzung war noch nicht bekannt, ob die Firma diesen Vergleichsvorschlag widerrufen wird. In diesem Fall sollte zur Vermeidung eines langjährigen Rechtsstreites mit der betreffenden Firma nochmals Gespräche geführt werden.

Der Ausschuss beschäftigte sich auf Vorschlag der Verwaltung noch einmal mit der Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Quartier Sieben Quellen und der damit verbundenen Beschilderung der Sichersdorfer Straße als Vorfahrtsstraße. Die Sichersdorfer Straße wurde auf Grundlage eines Bürgergutachtens mit Beschluss des Bau- und Umweltausschusses vom 08.10.2002 in das gemeindliche Vorfahrtsstraßennetz aufgenommen. Daraufhin wurde 2003 beschlossen, im Quartier Sieben Quellen eine Tempo-30-Zone einzurichten. Nach mehreren Wechseln auf der für das Verkehrsrecht zuständigen Stelle im Marktbauamt hatte der Ferienausschuss im September 2007 nach einer Verkehrsschau mit dem Landratsamt als Unterer Verkehrsbehörde und der Verkehrspolizei abschließend darüber beraten und beschlossen, die Sichersdorfer Straße als Vorfahrtsstraße zu beschildern.

Vor der endgültigen Beschilderung fand auf Ersuchen des Bürgermeisters noch ein Gespräch mit den Verkehrsbehörden statt. Verkehrsrechtlich wurde festgestellt, dass die Einrichtung der Sichersdorfer Straße als Vorfahrtsstraße im direkten Zusammenhang mit der Einrichtung der Tempo-30-Zone und umgekehrt steht. D. h. die Schaffung einer Tempo-30-Zone erfordert eine Beschilderung der Sichersdorfer Straße als Vorfahrtsstraße. Die Verkehrspolizei stellte fest, dass es bei der derzeit geltenden Verkehrsregelung keinerlei Probleme gebe und die Umsetzung der bisherigen Beschlüsse auch nicht unbedingt erforderlich sei.

Nachdem diese Informationen den Mitgliedern des Ausschusses gegeben wurden, verständigten sich diese, nicht nur wegen der entstehenden Kosten von über 5.000,00 € darauf, die bisherige Regelung beizubehalten und auf die Ausweisung einer 30-km-Zone zu verzichten.

20 Jahre Sing- und Musikschule südlicher Landkreis Fürth

»Die Macht der Musik« konnte man am 27.06.2008 und 28.06.2008 in der Aula der Hauptschule Roßtal spüren. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens hat Musiklehrer Matthias Lange ein Musical komponiert und einstudiert. Darsteller waren die Musikschüler.

In der an beiden Tagen restlos ausverkauften Aula zeigten 60 Darsteller ihr Können. Das gesamte Unterrichtsspektrum entfaltete sich von den Blockflötengruppen über das Akkordeon-Keyboard-Ensemble bis hin zum Kinderchor und der Musikschulband sowie natürlich den beiden Sängerinnen Jana und Pia.

Die Kinder und Jugendlichen waren mit Spaß und Eifer bei der Sache und haben ihren Auftritt mit Bravour gemeistert.

Am Samstag gab es zu Beginn einen offiziellen Festakt mit ein paar Worten von Bürgermeister und neuen Zweckverbandsvorsitzenden Johann Völkl sowie Landrat Matthias Dießl und dem Mitglied des Landtages Günter Gabsteiger und natürlich von Schulleiter Rainer Grasser.

Einen herzlichen Dank an alle Anwesenden für die gute Stimmung, die Spenden und natürlich an alle Akteure – sie waren spitze. Auf die nächsten 20 musikalischen Jahre.

Das neue Musikschuljahr beginnt am 01.10.2008. Anmeldeformulare liegen im Rathaus aus. Telefonisch ist die Musikschule montags bis donnerstags unter 09127 901036 zu erreichen. Bilder sind bald auf www.rosstal.de unter Musikschule zu bestaunen.

Personalnachrichten

Seit 1. Juli 2008 befindet sich Frau Silvia Büttner in der Freistellungsphase des mit ihr vereinbarten Altersteilzeitarbeitsverhältnisses.

Die vielseitigen, anspruchsvollen und oftmals unter Termindruck zu erledigenden Aufgaben, wie zum Beispiel die Organisation der verschiedenen Veranstaltungen des Marktes (Sportlerehrung, Tag des Ehrenamtes, Sozialmesse usw.), die Redaktion des Martinimarktheftes und natürlich die Leitung des Bürgermeisterbüros, hat Frau Büttner seit Mai 2002 mit der ihr eigenen herzlich freundlichen, ruhigen aber dennoch verbindlichen Wesensart über die ganzen Jahre hinweg gekonnt gemeistert.

Nachfolgerin von Frau Büttner ist Frau Petra Pernet, die sich seit 1. April 2008 bereits sehr gut in das Aufgabengebiet dieser umfassenden Stelle eingearbeitet hat.

Als Nachfolger der bisherigen Kassenverwalterin Frau Renate Scherzer hat der Marktgemeinderat in seiner letzten Sitzung Herrn Thomas Oßwald bestellt. Herr Oßwald war vor seiner Beschäftigung beim Markt Roßtal in der Stadtkasse Nürnberg tätig.

110 Jahre Feuerwehr

In diesem Jahr reißt die Zahl der Jubiläen nicht ab.

Mit einem Tag der offenen Tür beging die Freiwillige Feuerwehr Oedenreuth am 22.06.2008 ihr 110-jähriges Jubiläum. Bei strahlendem Sonnenschein nutzten nicht nur die Bewohner Oedenreuths die Möglichkeit, ein Dorffest zu feiern, sondern auch eine Vielzahl weiterer Besucher. Durch ihre Teilnahme bedankten sich Landrat Matthias Dießl, Bürgermeister Johann Völkl, 2. BM Anton Engelhard, zahlreiche Markträtinnen und Markträte sowie Vertreter der Kreisbrandinspektion und der Nachbarwehren bei den Mitgliedern der Oedenreuther Wehr für ihre ehrenamtliche Arbeit und gratulierten gleichzeitig zum Jubiläum.

Bereits am Wochenende vom 23.–25. Mai 2008 konnte die Freiwillige Feuerwehr Weitersdorf ihr 110-jähriges Bestehen feiern. Beim Festkommers am 24. Mai 2008 konnten Landrat Matthias Dießl und Johann Völkl als Bürgermeister und Schirmherr mehrere Aktive für ihren langjährigen ehrenamtlichen Dienst bei der Wehr ehren.

Radtour der Freundschaft

Beim Tag der offenen Tür der Feuerwehr Oedenreuth begrüßte am späten Nachmittag Bürgermeister Johann Völkl noch die Teilnehmer an der Radtour der Freundschaft. Dieses von begeisterten Radlern aus Thalheim und Roßtal veranstaltete Sportereignis fand heuer zum achten Mal statt.

Angeführt von den Organisatoren Andreas Weiß auf Thalheimer und Helmut Kleindl auf Roßtaler Seite machten sich am 20.06.2008 in Thalheim 23 Frauen und Männer auf die 330 km lange Strecke. Nach ihrer Ankunft in Oedenreuth wurden sie von den Mitgliedern der Feuerwehr mit Braten aus dem Backofen gestärkt. Diese Radfernwanderung ist somit zur Tradition geworden und damit ein beeindruckendes Zeichen für das gute Funktionieren der Partnerschaft zwischen den Bewohnern Thalheims und Roßtals.

Nachdem der Zweck dieser sportlichen Betätigung mehr dem Entstehen von Freundschaften, als einem Kräftemessen dient, wäre es ein gutes Ergebnis, wenn sich 2010 an der zehnten Radtour mehr Roßtaler beteiligen würden. Der Markt Roßtal wird die Durchführung der Radtour nach Kräften unterstützen.

An dieser Stelle möchte sich der Markt Roßtal bei den Teilnehmern herzlich für ihre Vertiefung der Städtepartnerschaft bedanken.

Ereignisreiches Wochenende

Das Wochenende vom 28./29. Juni war in diesem nicht gerade ereignislosen Jahr 2008 bisheriger Höhepunkt.

Am Samstag den 28. Juni 2008 wurden die »kunst orte roßtal 3« von Bürgermeister Johann Völkl eröffnet. Nach den erfolgreichen Ausstellungen der Jahre 2004 und 2006 stellten an 12 Orten im Oberen und Unteren Markt insgesamt 23 Künstler ihre Werke aus. Die Palette der Ergebnisse der künstlerischen Aktivitäten umfasste dabei Rauminstallationen, Malerei in Aquarell, Acryl und Mischtechnik, Skulpturen in Holz und Metall und Fotos sowie Originale von Papierobjekten. In der Spitzweedscheune konnten die Besucher je ein Objekt der teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler betrachten und sich mit deren Lebensläufen bekannt machen. Die Künstler selbst konnte man sowohl am Samstag als auch am Sonntag an den jeweiligen Kunstorten antreffen. Diese Kunstorte sind während des restlichen Jahres Innenhöfe, Praxisräume, Läden, die Aula der Grundschule, die Laurentiuskirche oder Gärten von Roßtaler Geschäfts- bzw. Privatleuten.

Zum Abschluss des ersten Tages konnten Interessierte neben der bildenden Kunst noch ein musikalisches Highlight genießen. Anlässlich seines 75-jährigen Jubiläums gab der Posaunenchor Roßtal ein umjubeltes Konzert in der Laurentiuskirche.

Am Sonntag wurde das künstlerische Angebot ergänzt durch das evangelische Gemeindefest im Pfarrgarten und einen Markt der kommunalen Allianz Biberttal-Dillenberg, der nachmittags auf dem so genannten „Zimmerplatz“ neben der Spitzweed-Scheune stattfand. Bei herrlichstem Sommerwetter nahmen die zahlreichen Gäste aus nah und fern das vielfältige Angebot Roßtaler Gewerbetreibender sowie die Getränke und Speisen im Pfarrgarten gerne an.

Der Markt Roßtal bedankt sich bei den Mitgliedern des Runden Tisches Kultur, den Künstlerinnen und Künstlern, den Gewerbetreibenden der evangelischen Kirchengemeinde und allen, die ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt haben, für ihre Arbeit. Ohne ihre Ideen und Tatkraft wäre dieses gemeinsame Kulturwochenende nicht möglich gewesen.

Grünanlage Friedrichstraße

Die Grünanlage und der Parkplatz an der Ecke Friedrichstraße/Jahnstraße bilden derzeit einen eher verwilderten Eindruck. Da dies insbesondere auf eine Durchwurzelung mit Gräsern, so genannten Quecken, zurückzuführen ist, soll im Herbst eine Neubepflanzung der Grünanlage erfolgen.

Mit diesen Zeilen möchten wir alle Anwohner sowie interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger auffordern, der Verwaltung ihre Ideen zur Gestaltung mitzuteilen. Ihre Wünsche und Anregungen können sie der Verwaltung entweder unter der Telefonnummer 901058 oder persönlich im Rathaus mitteilen.

Vor Beginn der Umgestaltungsarbeiten wird im Herbst noch eine Ortsbegehung mit den Anliegern stattfinden.

Über Angebote zur Übernahme von Pflegepatenschaften der neuen Anlage wären die Mitarbeiter des Bauhofes und unser Bürgermeister Johann Völkl richtig begeistert.

Neue Fußballtore

Die Nutzer des Bolzplatzes am Turnplatzweg in Buchschwabach freuen sich über richtige Fußballtore. Nach der Sanierung seines B-Platzes konnte der Tuspo Roßtal seine bisherigen Tore nicht mehr weiterverwenden. Von der Vorstandschaft wurden die Tore dem Markt zur Zwischenlagerung oder Weiterverwendung angeboten. Dieses großzügige Angebot wurde prompt angenommen.

Vom Bauhof wurde ein Tor am Bolzplatz in Buchschwabach eingebaut. Auf Bitten der Jugend, welche auch von Anwohnern unterstützt wurden, hat der Markt sich kurzfristig entschlossen, auch das zweite Tor in Buchschwabach zu belassen. Die Kinder und Jugendlichen können somit ab sofort in Buchschwabach spannende Fußballspiele austragen.

Der Markt bedankt sich hiermit nochmals herzlich für die Überlassung der Tore beim Tuspo.

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