Informationen aus dem Rathaus
AK »Jugend & Familie«
Seit unserem ersten AK »Jugend & Familie« fanden bereits drei weitere Treffen statt.
Nachdem sich in der ersten Sitzung herausstellte, dass eine Jugendkonferenz im Frühjahr des nächsten Jahres geplant werden soll, bildeten wir ein kleines Gremium, das sich neben den AK-Sitzungen ausschließlich mit der Planung und Konzepterarbeitung der Jugendkonferenz beschäftigen wird.
Die ersten Ergebnisse zur Konzepterarbeitung konnten bereits erzielt werden. In der Jugendkonferenz können Jugendliche erleben, welche Möglichkeiten des Aktivseins es in Roßtal bereits gibt. In offenen Gesprächen sollen Themen, Ideen und Projekte mit den Jugendlichen gemeinsam erarbeitet werden. Für ein unterhaltsames Rahmenprogramm und eine sich anschließende Party wird natürlich auch gesorgt.
Unser vorletztes Treffen stand dann unter dem Motto „Was kann der AK »Jugend & Familie« vorantreiben?“. Die Anwesenden – unter denen erfreulicherweise auch einige Jugendliche waren – äußerten zahlreiche Themen, die für die Jugendarbeit in Roßtal relevant sind und die innerhalb des AKs in Angriff genommen werden können.
Nach einer ersten Themenfindung waren sich alle Anwesenden einig, dass alles, was genannt wurde, von Bedeutung ist und vorangetrieben werden muss.
Wir werden uns zukünftig gezielt ein Thema herausnehmen, auf das sich alle vorbereiten und für das wir dann im AK Ideen sammeln und Lösungen finden wollen.
So wurde ein Ranking der Anwesenden erstellt. Im Folgenden stelle ich kurz die Themen dar, die in den nächsten Treffen diskutiert werden sollen:
- öffentliche Treffpunkte in Roßtal
- Veranstaltungen
- Sportstättenangebot
- Finanzen
- Vernetzung der an der Jugendarbeit beteiligten Organisationen
- Persönlichkeitsentwicklung und Gesundheitsförderung.
Im Mittelpunkt der Diskussion des Treffens am 13.11.2008 stand so die Situation um das Jugendhaus in Roßtal.
Nachdem Carola Lipfert den Anwesenden die momentane Situation des Jugendhauses erläuterte, war allen schnell klar, dass wir die Arbeit im Jugendhaus unterstützen wollen. Es fehlt vor allem an ehrenamtlichen Helfern, die für einzelne Projekte Verantwortung übernehmen können und wollen.
Unter dem Motto „Wir wollen das Jugendhaus beleben“ konnten schon einzelne Projektideen, wie z. B. ein Selbstverteidigungskurs für Mädchen oder die Einrichtung einzelner Treffs am Nachmittag, gefunden werden.
An dieser Stelle möchte ich Sie bitten:
Jeder, der Lust und ein wenig Zeit hat, im Jugendhaus mitzuhelfen oder kleine Projekte anzubieten, soll sich bitte bei mir melden (sabine_krug@yahoo.de).
Damit wir auf weitere tolle Ideen stoßen, findet der nächste AK »Jugend & Familie« im Jugendhaus selber statt.
Wir treffen uns im neuen Jahr am 08.01.2009 um 19.30 Uhr im Jugendhaus Roßtal.
Ich freue mich auf das zahlreiche Erscheinen aller Interessierten. Es wäre schön, wenn auch immer mehr interessierte Jugendliche an unseren Treffen teilnehmen würden.
Es geht um Euch!!!
Lasst uns gemeinsam überlegen, wie wir das Jugendhaus beleben können!
Sabine Krug
Referentin für Jugend & Familie
Geschwindigkeitsmessung
Der Markt Roßtal hat auch im Jahr 2009 die Möglichkeit, ein Geschwindigkeitsmessgerät im monatlichen Wechsel mit der Stadt Oberasbach in Roßtal zu installieren. Bitte teilen Sie uns bis Ende 2008 mit, welche Straßen Ihrer Meinung nach bei „Rasern“ besonders beliebt sind. Diese Straßen werden wir dann, je nach Priorität, immer eine Woche lang kontrollieren. Die Auswertungen können im Anschluss der Messungen im Rathaus unverbindlich eingesehen werden. Bitte achten Sie bei der Auswahl der Straßen darauf, dass Befestigungsmöglichkeiten, wie z. B. Straßenlampen o. ä. an den Messpunkten vorhanden sind. Ihre Wünsche können Sie unter der Telefonnummer 901058 melden.
Information für Hundehalter
Im Markt Roßtal besteht bislang keine Verordnung über die Verpflichtung, Hunde außerhalb des Halteranwesens nur angeleint auszuführen.
Dieser Umstand entbindet die Hundehalter jedoch nicht von der Verpflichtung, auf ihre Hunde in der Weise einzuwirken, dass eine Gefährdung oder Belästigung anderer Personen, Tiere oder fremden Eigentums nicht eintreten kann.
Nach den allgemeinen rechtlichen Verpflichtungen des Zivilrechts haftet der Tierhalter gemäß § 833 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) grundsätzlich für jeden Schaden, den sein Tier verursacht, beziehungsweise mit verursacht hat. Dies gilt sowohl für Personenschäden, als auch für Sachschäden.
Tierhalter ist, wer die Bestimmungsmacht über das Tier übernimmt und für die Kosten des Tieres aufkommt. Nach dieser Definition können grundsätzlich auch Minderjährige Tierhalter im Sinne des Gesetzes sein.
§ 833 BGB statuiert eine Gefährdungshaftung. Das bedeutet, dass es nicht darauf ankommt, ob den Halter tatsächlich ein Verschulden (wie etwas eine Aufsichtspflichtverletzung) trifft, da der Gesetzgeber davon ausgegangen ist, dass aufgrund der Unberechenbarkeit tierischen Verhaltens mit der Tierhaltung stets eine Gefahr von Leben, Gesundheit und Eigentum Dritter verbunden ist. Ist ein Schadensereignis durch eine typische Tiergefahr verwirklicht worden, dann muss der Tierhalter haften. Eine typische Tiergefahr ist zum Beispiel das Anspringen oder Beißen und Umrennen durch Hunde oder die Kollision eines Radfahrers mit dem einen Radweg überquerenden Hund.
Nach der Rechtsprechung muss ein Hundehalter auch für solche Schäden einstehen, die dadurch entstehen, dass sich jemand von einem frei laufenden Hund bedroht fühlt, wegläuft und hierdurch ein Schaden entsteht.
Hundehalter sollten daher, auch wenn sie ihren Hund freilaufen lassen, im eigenen Interesse darauf achten, dass durch ihren Hund keine Gefährdung oder Belästigung anderer Personen oder Tiere entstehen kann.
Glückwunsch zum Staatspreis
Unsere Roßtaler Mitbürgerin Jutta Horneber wurde am 19. November mit dem Titel der »Bäuerin als Unternehmerin des Jahres 2008« ausgezeichnet. Der Titel wurde ihr vom bayerischen Landwirtschaftsminister Helmut Brunner für die Verbindung von biologischer Landwirtschaft mit einem Seminarzentrum für Gesundheit und Ernährung verliehen. Auf ihrem Hof der Kernmühle bietet Jutta Horneber Firmenseminare und Gesundheitsworkshops an. Landrat Matthias Dießl und Erster Bürgermeister Johann Völkl ließen es sich nicht nehmen, der Titelträgerin und ihrem Mann Martin Horneber persönlich zu gratulieren und überbrachten die Glückwünsche des Landkreises und des Marktes Roßtal zu dieser Auszeichnung.
Werbung an Zäunen
Auf Anfrage der Gruppe Bündnis 90/DIE GRÜNEN befasste sich der Bau- und Umweltausschuss mit dem Problem der Werbeplakate und Firmenschilder an Zäunen im Marktgebiet. Das Gremium war sich einig, keine Werbeanlagensatzung, die das Anbringen von Plakaten regelt, zu erlassen. Zur Gewährleistung eines schönen Ortsbildes sollte aber auf eine regelmäßige Anbringung von Werbeplakaten verzichtet werden. Ich möchte hiermit die Eigentümer von passenden Grundstücken bzw. Zäunen bitten, sich die Frage zu stellen, ob sie eine dauerhafte Anbringung von Werbeplakaten an ihren Zäunen tatsächlich für notwendig halten. Zeitweise Werbung für Veranstaltungen, insbesondere von Roßtaler Vereinen und Institutionen, werden von den Mitbürgern auch weiterhin sicherlich begrüßt.
Johann Völkl
Erster Bürgermeister
Besuch aus Krasnogorsk
Am 22. November hatte Roßtal, besonders der Ortsteil Weitersdorf, Besuch aus Russland. Der gewählte Leiter des Distrikts Krasnogorsk, in seiner Funktion einem Landrat vergleichbar, war mit seiner Gattin, dem Leiter des Bauamtes und der Kulturreferentin des Distrikts in den Räumen des Weitersdorfer Orgelbaumeisters Manfred Thonius zu Gast.
Die östliche Grenze des „Landkreises“ Krasnogorsk ist gleichzeitig die Grenze der Stadt Moskau. Die Stadt Krasnogorsk selbst mit ihren ca. 100.000 Einwohnern liegt somit im Zentrum Russlands.
Grund des Besuches war die Abnahme der Orgel für die Musikschule in Krasnogorsk, die von Herrn Thonius und seinen Mitarbeitern gebaut wurde. Die Orgel wird nach Weihnachten zum endgültigen Aufbau in Krasnogorsk transportiert.
Zusammen mit dem Kulturreferenten des Marktes Friedrich Wagner, dem Leiter der Sing- und Musikschule Rainer Grasser und dem Musiklehrerehepaar Borgardt als versierte Dolmetscher konnte Erster Bürgermeister Johann Völkl die russischen Gäste begrüßen. In seiner Begrüßungsrede wies unser Bürgermeister darauf hin, dass das Wappen Roßtals zusammen mit dem Wappen von Krasnogorsk die Orgel zieren und damit den nachfolgenden Generationen Zeugnis von dieser musikalischen und handwerklichen Verbindung geben werden.
Der Markt Roßtal wünscht an dieser Stelle der Firma Thonius viel Erfolg beim Aufbau der Orgel und den künftigen Musikern und Zuhörern dieser Königin der Instrumente viel Freude an ihrem Klang.
Kurzbericht aus der vierten Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss (HFA) vom 17.11.2008
Bürgermeister Völkl begrüßte die Mitglieder des HFA zu ihrer vierten Sitzung in der Wahlperiode 2008/2014. Zu Anfang dankte er Katharina Gunselmann und Dieter Mühlfeld vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband (BKPV), die eigens zum 1. Tagesordnungspunkt „Neukalkulation der Gebühren für Wasser und Abwasser“ gekommen waren, um ihre Prüffeststellungen vorzutragen.
Eingangs erläuterte Katharina Gunselmann (BKPV) die Bilanz des Wasserwerks und stellte heraus, dass die Verluste der Wasserversorgung aus dem Jahr 2007 überwiegend auf die sehr hohe Anzahl von Wasserrohrbrüchen zurückzuführen ist.
Dieter Mühlfeld (BKPV) wiederum kam bei der Gebührenkalkulation zu den gleichen Schlüssen, ergänzte jedoch, dass schon alleine aufgrund der deutlich geringeren Abnahme von Wasser mit einhergehender geringerer Abwassermenge eine Gebührenerhöhung für Wasser und Abwasser ab 2009 unumgänglich ist.
Im nächsten Tagesordnungspunkt wurde ein Problem der Feuerwehren erörtert. Mit Inkrafttreten der neuen Fahrerlaubnisverordnung zum 01.01.1999 dürfen nämlich Personen mit der Führerscheinklasse B (früher Klasse 3) nur noch Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen bewegen. Da der vorbeugende Brandschutz jedoch eine kommunale Pflichtaufgabe ist, beschloss daher der Haupt- und Finanzausschuss einstimmig die Übernahme der notwendigen Kosten zum Erwerb der Führerscheinklasse C.
Zustimmung des Gremiums erfuhr auch der Antrag des Katholischen Pfarramtes Christkönig auf Anerkennung 24 bedarfsnotwendiger Plätze in einer Kinderkrippe.
Großes Interesse an der Bürgerversammlung
67 Bürgerinnen und Bürger füllten den Sitzungssaal zur Bürgerversammlung für den gesamten Markt Roßtal. Nach der Begrüßung durch Ersten Bürgermeister Johann Völkl informierte Landrat Matthias Dießl, der seiner Aussage nach die Einladung zur Bürgerversammlung in Roßtal gerne angenommen hat, über den Landkreishaushalt mit den verschiedenen kleineren und größeren Problemen. Im schulischen Bereich kam er auf die rückläufigen Schülerzahlen auch im Landkreis Fürth zu sprechen. Der Landrat sieht jedoch den Landkreis auch durch die Einführung von Ganztagsschulen gut vorbereitet auf diese durch weniger Geburten in den vergangenen Jahren bedingte Situation in ganz Bayern. Hinsichtlich der Ende 2010 in Betrieb gehenden S-Bahn Nürnberg–Ansbach sicherte er nicht nur den betroffenen Gemeinden eine Beteiligung an den Plänen zur Anpassung der Buslinien zu, sondern hofft auf eine produktive Mitarbeit der Kommunen in einem bereits gebildeten Arbeitskreis. Zum Ende seines Vortrages kam er auf das Radwegenetz zu sprechen. Anregungen der Bürger/innen hierzu wollte er für die Radwegegesamtplanung mit in sein Landratsamt nehmen.
Bürgermeister Völkl bedankte sich bei dem Landrat für sein Interesse an Roßtal und stellte anschließend grob umrissen den Haushalt des Marktes in seinen Eckpunkten vor. Mit der Vorstellung der Bevölkerungsbewegung, den aktuellen Einwohnerzahlen und des Sachstandes hinsichtlich des Neubaues der Kläranlage Roßtal beendet der Bürgermeister den allgemeinen Teil.
Auf großes Interesse stießen die Erläuterungen des Ersten Bürgermeisters zur Neukalkulation der Wasser- und Abwassergebühren. Aus diesem Zusammenhang erläuterte er die durch die Rechtsprechung der höchsten Verwaltungsgerichte auch für den Markt Roßtal unausweichlichen Einführung einer Trennung der bisherigen Abwassergebühr in eine Schmutzwasser- und eine Niederschlagsgebühr (gesplittete Abwassergebühr). Wichtigste Aussagen waren, dass die Gebühr zu einer weitestgehenden Gebührengerechtigkeit führen soll und sich das Gebührenvolumen insgesamt nicht erhöhen wird. Lediglich die Verteilung und die Gebührenkriterien, die durch eine vom Marktgemeinderat neu zu erlassende Satzung geregelt werden müssen, werden sich ändern. Befürchtungen über einen finanziellen Ruin einzelner Bürger/innen, teilweise genährt durch kursierende Gerüchte, trat der Bürgermeister entgegen.
Beklagt wurde von Bürger/innen der Zustand der Verbindungsstraße Roßtal–Oedenreuth, des Weges, der von der Bahnunterführung Richtung Finkenschlag führt, sowie des Fußweges zwischen Hasensprung und Galgengraben.
Eine Bürgerin regte an, die Verbindung des Wohnquartiers »Hasensprung« zur Nürnberger Straße fahrrad- und kinderwagengerecht zu gestalten. Der Bürgermeister sagte eine Kostenprüfung zu.
Im Weiteren machte ein Bürger darauf aufmerksam, dass beim Linksabbiegen von der Pelzleinstraße in die Fernabrünster Straße insbesondere mit landwirtschaftlichen Fahrzeugen durch die Unübersichtlichkeit des Verkehrs aus Richtung Ammerndorf ein nicht unerhebliches Gefahrenpotential auch für die aus dieser Richtung kommenden Radfahrer besteht. Bürgermeister Völkl sicherte eine Überprüfung in einer der kommenden Verkehrsschauen zu.
Hinsichtlich der Breitbandversorgung Roßtals wurde nachgefragt, ob der Markt sich in diesem für die Zukunft sehr wichtigen Bereich finanziell engagiert. Hierzu erläuterte Zweiter Bürgermeister Anton Engelhard als „Breitbandpate“ des Marktes, dass die Staatsregierung durch Bereitstellung von Zuschüssen innerhalb von drei Jahren eine Mindestversorgung in Bayern mit 1–3 MB/s schnellen Leitungen anstrebt. Der Markt wird wie bisher mit Nachdruck und nach finanziellen Möglichkeiten weiterhin versuchen, hier eine zufrieden stellende Versorgung des Gemeindegebietes zu erreichen.
Nach gut 2 ½ Stunden Zuhören und Diskutieren schloss Bürgermeister Völkl mit einem Dank an alle interessierten Bürger/innen die diesjährige Bürgerversammlung.
