Informationen aus dem Rathaus
Bericht aus der Marktgemeinderatssitzung vom 26.05.2009
Zu Beginn der Sitzung blickten die beiden Leiterinnen der Freiwilligen Agentur in Roßtal »FAiR«, Maria Dotzler-Schmidt und Roswitha Ott, auf die bisherige Entwicklung dieses nachhaltigen Engagements einer inzwischen beachtlichen Zahl von Roßtaler Bürgerinnen und Bürger zurück. Insbesondere riefen die beiden ehrenamtlich tätigen Frauen die ursprünglichen Ziele und Schwerpunkte dieser bereits seit Ende 2005 bestehenden Institution in Erinnerung. Besonders erwähnt wurden hierbei das erfolgreiche Schülercoaching an der Hauptschule Roßtal, die Seniorenbetreuung und jüngst die Übernahme von Fahrdiensten durch freiwillige Helfer. Bei den sogenannten „Leihomas und -opas“ stellten die beiden Leiterinnen eine große Nachfrage fest, der jedoch im Moment noch eine zu geringe Anzahl von Freiwilligen gegenübersteht, sodass sie die Marktgemeinderäte bei dieser Gelegenheit um aktive Werbung baten.
Bürgermeister Völkl dankte für den Vortrag und lobte dieses vorbildhafte Engagement der beiden Leiterinnen. Dem Dank schlossen sich alle Marktgemeinderatsfraktionen und die Gruppe im Marktgemeinderat an.
Anschließend informierte Erster Bürgermeister Völkl über die auflagenfreie Genehmigung des Haushaltes 2009 durch das Landratsamt Fürth.
Einen Sachstandsbericht gab der Erste Bürgermeister hinsichtlich des Fußbodens in der Spitzweedscheune. Dabei wies er daraufhin, dass bis zur Klärung der Haftungsfrage die Scheune nicht als Veranstaltungsort genutzt werden kann.
Lobend erwähnte er auch das Projekt »Wartehäuschen in Großweismannsdorf«, bei dem die Landjugend Gutzberg bei der Aktion »Wir für unser Land« in 72 Stunden ein ansehnliches Buswartehäuschen in Großweismannsdorf neu errichtet hat.
Hinsichtlich des vorgesehenen Arbeitskreises „Splittinggebühr“ schlug die CSU-Fraktion vor, den gesamten Haupt- und Finanzausschuss mit der Vorbereitung der entsprechenden Regelungen zu befassen und eine aktive Mitarbeit der übrigen Marktgemeinderatsmitglieder zuzulassen, so wie dies bereits seit einigen Jahren erfolgreich bei der Aufstellung des Haushaltes praktiziert wird. Diesem Vorschlag schloss sich die große Mehrheit der übrigen Fraktionen und der Gruppe an.
Den Antrag der SPD-Fraktion, der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg beizutreten, wollte die Fraktion der CSU um „… gegen politischen und religiösen Extremismus in all seinen Formen“ erweitert wissen. Der Antrag fand mit dieser Ergänzung die Zustimmung aller anwesenden Mitglieder des Marktgemeinderates.
Nachdem der Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Marktgemeinderat Hans-Günther Fischhaber, seinen Bericht zur Prüfung der Jahresrechnung 2007 vorgetragen hatte, stellte der Marktgemeinderat das Ergebnis dieser Jahresrechnung einstimmig fest.
Unter Tagesordnungspunkt 7 beschlossen die Mitglieder des Marktgemeinderates die 2. Änderung der Kirchweihverordnung, mit der neben dem bestehenden räumlichen auch ein zeitlicher Geltungsbereich in Anlehnung an die Musterverordnung des Landkreises aufgenommen wurde.
Bei dem Punkt „Anfragen und Anträge“ wollte Marktgemeinderat Östreicher den Sachstand im Hinblick auf die Vorstandschaft des Musikzuges wissen. Bürgermeister Völkl gab dazu bekannt, dass in der außerordentlichen Jahreshauptversammlung am 17.05.2009 Reinhard Meyer zum 1. Vorsitzenden und Alexander Olschewski zum 2. Vorsitzenden gewählt wurden.
Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung beschloss der Marktgemeinderat die Berufung von Monika Wirth und Elfriede Hoffmann als Hörervertreterinnen und Irene Bleckwedel sowie Jürgen Müller als Kursleitervertreter in den Beirat der Volkshochschule Roßtal.
125 Jahre Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stöckach
Am Pfingstwochenende vom 29.–31. Mai 2009 feierte die Freiwillige Feuerwehr Neuses-Stöckach ihr 125-jähriges Bestehen.
Bereits am Freitagabend wurden die Jungen und Junggebliebenen nach der Festeröffnung durch den 1. Vorstand Herbert Ostertag und den Schirmherrn Ersten Bürgermeister Johann Völkl von der Rockmusik der Band VegaSonix bestens unterhalten.
Im Gegensatz zu den bisherigen Feuerwehrfesten fanden bei diesem Jubiläum zwei Festzüge statt. So bewegte sich am Samstagnachmittag ein etwas kleinerer Festzug durch Stöckach, der seinen Ausklang am Feuerwehrhaus in Stöckach und anschließend bei einem Unterhaltungsabend im Festzelt in Neuses fand.
Der große Festtag wurde dann am Pfingstsonntag begangen. Die Feierlichkeiten eröffnete die Totenehrung am Ehrenmal. Im anschließenden Gottesdienst im Festzelt brachte Pfarrer Kietz aus Ammerndorf christliche Gedanken zum Leitspruch der Feuerwehren „Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ den Anwesenden näher.
Bei schönstem Sonnenschein und unter zahlreicher Beteiligung von Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis und aus den angrenzenden Kreisen marschierte der Festzug am frühen Nachmittag durch Neuses ins Festzelt.
Als Teilnehmer am Zug und im Festzelt konnten die Mitglieder der Jubelwehr eine große Zahl von Markträtinnen und Markträten, sowie von Landes- und Europapolitikern begrüßen. Selbstverständlich ehrten auch die Vertreter der Kreisbrandinspektion die Kameraden der Jubelwehr durch ihre Teilnahme an den Festlichkeiten.
In ihren Grußworten dankten der Schirmherr Bürgermeister Johann Völkl und der Landrat Matthias Dießl allen anwesenden Mitgliedern der Wehren, im Besonderen natürlich den Aktiven der Wehr aus Neuses-Stöckach, für ihre wichtige ehrenamtliche Arbeit und wünschten ihnen noch viele erfolgreiche Jahre.
Ruhestörende Arbeiten in Haus und Garten
Immer wieder werden wir gebeten, auf Rücksichtnahme in der Nachbarschaft in Bezug auf ruhestörende Arbeiten wie bohren, hämmern, klopfen, Rasen mähen usw. hinzuweisen. Rücksicht ist immer zuerst eine Sache des Anstandes, eine Frage guter Nachbarschaft und eine wichtige Form der Mitmenschlichkeit. Rücksichtslosigkeit geschieht nicht immer bewusst, sondern oft aus Gedankenlosigkeit.
Rücksichtnahme ist auch mit einer Satzung kaum zu regeln, es gibt auch keine solche.
Rücksichtnahme auf die Nachbarschaft erfordert auch die Planung beim Heimwerken. Bitte halten Sie die allgemein anerkannten Regeln der Ruhezeiten ein. Es muss niemand im Privatbereich ruhestörende Arbeiten vor 8 Uhr morgens beginnen und niemand muss abends noch nach 19 Uhr laut weiter werkeln. Eine Einhaltung einer Mittagsruhe sollte auch bei „Heimwerkern“ selbstverständlich sein. Wenn Sie einmal Handwerker im Haus haben, die etwas länger arbeiten müssen, dann reden Sie doch mal mit ihren unmittelbaren Nachbarn. Sie werden merken, dass man für Ausnahmesituationen in der Nachbarschaft immer viel Verständnis aufbringt.
Anhaltspunkt kann die Bundesimmissionsschutzverordnung sein: nach der 32. BlmSchV dürfen Maschinen und Geräte im Freien an Sonn- und Feiertagen ganztägig und an Werktagen in der Zeit von 20 Uhr bis 7 Uhr in Wohngebieten nicht betrieben werden. Geräte und Maschinen wie Freischneider, Grastrimmer, Laubbläser und Laubsammler auch nicht in der Zeit von 7 Uhr bis 9 Uhr und von 13 Uhr bis 15 Uhr sowie von 17 Uhr bis 20 Uhr.
Vollzug der Straßenreinigungsverordnung
Autowaschen auf Privatgrundstücken
Wir machen darauf aufmerksam, dass das Autowaschen auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen ist gemäß § 3 Abs. 2 der Straßenreinigungsverordnung im gesamten Gebiet des Marktes Roßtal ohne Ausnahme verboten ist.
Beim Autowaschen auf Privatgelände ist zu beachten, dass das Putz- oder Waschwasser nach den Bestimmungen des § 3 Abs. 2 der Straßenreinigungsverordnung nicht auf öffentlichen Straßen ausgeschüttet werden darf. Ebenso ist es verboten, Putzwasser oder andere Flüssigkeiten auf öffentliche Straßen ausfließen zu lassen oder in einen öffentlichen Gully zu gießen.
Zuwiderhandlungen gegen diese Verbote können als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße belegt werden.
Hecken und überhängende Äste sind zurückzuschneiden
Aus gegebenem Anlass machen wir die Grundstückseigentümer darauf aufmerksam, dass sie verpflichtet sind, dafür zu sorgen, dass Hecken, Äste, Sträucher und sonstige Pflanzenteile nicht in den öffentlichen Verkehrsraum (einschl. Parkbuchten, Geh- und Radwege usw.) hineinragen.
Fußgänger, Rad- oder Autofahrer können durch Überhänge behindert oder gefährdet werden.
Vor allem dürfen Verkehrszeichen, Straßenlampen und Schilder mit Straßennamen nicht durch überhängende Äste verdeckt werden.
Der Luftraum über Fahrbahnen und Parkstreifen muss in einer lichten Höhe von mindestens 4,5 m und über Rad- und Gehwegen für eine Durchgangshöhe von mindestens 2,5 m bis zur Grundstücksgrenze von Bewuchs freigehalten werden.
DFB-Minispielfeld
Mit der offiziellen Einweihung des DFB-Minispielfeldes am 20.06.2009 im Rahmen des Sonnwendfeuers wird nunmehr das Spielfeld seiner Bestimmung übergeben und darf bespielt werden.
Nachfolgend werden die Öffnungszeiten bekannt gegeben:
| Montag bis Freitag | Schulsport | von 08.00 Uhr bis 17.00 Uhr |
| Sonstige | von 17.00 Uhr bis 21.00 Uhr | |
| Samstag | Vereine | von 09.00 Uhr bis 12.00 Uhr und 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr |
| Mittagspause | von 12.00 Uhr bis 14.00 Uhr | |
| Sonstige | von 16.00 Uhr bis 21.00 Uhr | |
| Sonn- und Feiertage | Die Anlage bleibt geschlossen. | |
Vereine können – wie üblich – über die Liegenschaftsverwaltung innerhalb der o. g. Nutzungszeiten das DFB-Minispielfeld fest buchen. Die Ruhezeiten sind zwingend einzuhalten.
Neues aus den Partnergemeinden
Auzances
Jedes Jahr lädt das Partnerschaftskomitee aus Auzances alle nichtfranzösischen europäischen Siedler in Umland der Gemeinde zu einer gemeinsamen Feier in den Festsaal ein. Heuer wurde die Feier am 9. Mai veranstaltet.
Wie auch die Jahre zuvor versammelten sich wieder über 100 Europäer – Briten, Holländer, Deutsche, Belgier und Franzosen – in einem gemütlichen Ambiente und trugen ihre landestypischen Speisen zu einem großen Buffet zusammen.
Die musikalische Umrahmung des Festes wurde von der Folkloregruppe »La Bourrée de Vergheas« aus der Combraille gestaltet. Diese Gruppe hatte 2007, anlässlich unserer 10-Jahres-Feier zum Bestehen der Partnerschaft mit Auzances, die Auzancer Freunde nach Roßtal begleitet und hier großen Anklang gefunden. Es gab aber auch eine schottische Einlage. Alan Nicoll erschien in seiner Heimattracht, in einem Kilt, und spielte auf seiner schottischen Bagpipe ein fröhliches Potpourri, das mit der Europahymne endete.
Dr. Walter Niederalt, der Ehrenvorsitzende des DFF-Roßtal, ließ es sich nicht nehmen, die weite Reise anzutreten, um für dieses Fest fränkisches Fassbier zu liefern. Die Auzancer nahmen die Gelegenheit wahr, um sich bei Dr. Niederalt offiziell für die 12 Jahre, in denen er als Vorsitzender des DFF-Roßtal, und nicht nur in dieser Funktion, so viel für die Partnerschaft geleistet hat, zu bedanken.
Just zu diesem Wochenende erreichte unsere Auzancer Freunde eine weitere gute Nachricht aus Strasbourg.
Bürgermeister André Vénuat verlas den Brief, in dem ein weiterer Preis des Europäischen Parlaments an Auzances verliehen wird. Es handelt sich um die dritte Auszeichnung nach dem Europadiplom und der Europafahne. Es ist nun die Europaplakette. Dieser Preis wird 2009 nur an zwei französische Kommunen verliehen.
Die Verleihung soll offiziell noch in diesem Jahr stattfinden, und wir Roßtaler sind herzlich dazu eingeladen. Es wird noch nach einem geeigneten Termin ab Mitte September gesucht.
Walter Grill
825 Jahre Stadt Thalheim/Erzgebirge
In einer Festwoche vom 25.–31.05.2009 feierte unsere Partnerstadt Thalheim ihr 825-jähriges Bestehen. Neben verschiedenen Konzerten, Tagen der offenen Tür von Vereinen und Organisationen sowie einem Mittelaltermarkt fand auch eine festliche Stadtratssitzung in historischen Gewändern statt. In dieser Sitzung erläuterte ein „Dorfschullehrer“, wie Kaiser Barbarossa seine fränkischen Freunde zur Besiedelung von Thalheim ins Erzgebirge lockte. Während der Sitzung durften sich auch verdiente Bürgerinnen und Bürger in das Buch der Stadt Thalheim eintragen. Für ihre Verdienste um die Partnerschaft beider Kommunen wurde diese Ehre den beiden Altbürgermeistern Martin Vogler und Maximilian Gaul in Anwesenheit von Bürgermeister Johann Völkl und 2. Bürgermeister Anton Engelhard zu Teil.
Nach einem Stehempfang im Rathaus am Samstagnachmittag setzte sich ein kleiner Festzug mit geladenen Gästen in Richtung Festzelt in Bewegung. Dort fand ein Festabend mit den geladenen Gästen und der Bevölkerung statt. Unter den Gästen war auch Bürgermeister Aldea Valentin aus Thalheim bei Hermannstadt in Rumänien und eine Gruppe ehemaliger Thalheimer, die in Philadelphia (USA) den Erzgebirgsverein »Waldesrauschen« gegründet haben. 2. Bürgermeister Anton Engelhard stellte in seinem Grußwort die gelebte Partnerschaft der beiden Kommunen in den Vordergrund. Dabei erinnerte er daran, dass durch solche gelebte Partnerschaften, auch länderübergreifend, wir schon mehr als 60 Jahre Frieden haben. Als Gastgeschenk übergab er an Bürgermeister René Kühn ein Bild einer Roßtaler Künstlerin. Der Abend klang aus mit sportlichen Vorführungen und Tanzmusik für Jung und Alt.
Am Sonntag trafen sich die Gäste zu einem ökumenischen Gottesdienst mit allen christlichen Kirchen in Thalheim, gleichzeitig Diamantene Konfirmation der Ev.-Luth. Kirche.
Höhepunkt der Festwoche war ein zweistündiger Festzug mit 55 Bildern, in dem die verschiedenen Vereine den Werdegang von Thalheim von der Gründung bis heute darstellten. Trotz Nieselregen säumten dichte Zuschauerreihen den Verlauf des Festzuges.
Anton Engelhard
