Informationen aus dem Rathaus
Aus dem Bau- und Umweltausschuss (BAU) vom 15.09.2009
Zwei Mitarbeiter der N-ERGIE AG, Nürnberg, erläuterten das Angebot auf Umrüstung der mit Quecksilberdampfhochdrucklampen bestückten Kofferleuchten (bläulich-weißes Licht 125 W) auf Natriumdampfhochdrucklampen (gelbes Licht 70 W), das dem Ausschuss in seiner letzten Sitzung am 18. August bereits vorlag.
Bei einem Umbau der 757 bisher mit Quecksilberdampfhochdrucklampen bestückten Leuchten könnten damit 72.700 kWh/Jahr Energie eingespart werden, was den CO2-Ausstoß um 37 Tonnen vermindert.
Die von der N-ERGIE veranschlagten 70.000,00 € können in diesem Jahr wegen fehlender Haushaltsmittel nicht aufgebracht werden.
Deshalb wird der Marktgemeinderat – nach weiterer Vorberatung im Haupt- und Finanzausschuss – in seiner Sitzung am 27.10.2009 über das Angebot entscheiden, damit die N-ERGIE noch im November mit den sowieso in diesem Jahr anstehenden Wartungsarbeiten beginnen kann.
Sollte das Angebot angenommen werden, würden die Umbauarbeiten auf die Natriumdampfhochdrucklampen noch heuer erfolgen.
Das Gremium beriet über die Frage, ob die vom Marktgemeinderat am 21.07.2009 beschlossene Aufstellung für die 7. Änderung des Flächennutzungsplans (FNP) »Sonderbaufläche Erneuerbare Energiegewinnung« mit einem Umgriff von ca. 110 ha auch dann ins Verfahren gehen soll, wenn die beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof gegen den Bebauungsplan Nr. 49 »Energiegewinnung Photovoltaik« eingereichte Normenkontrollklage nicht zurückgezogen wird.
Bis Sitzungsbeginn war nicht bekannt, ob die Klage zurückgezogen wird.
Mit nur einer Gegenstimme beschloss der BAU, die Arbeitsgemeinschaft Stadt und Land, Neustadt/Aisch, mit den Planungsarbeiten zu beauftragen, auch wenn es zur Verhandlung der Normenkontrollklage kommen sollte.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN beantragten am 18.08.2009 die Einleitung von Maßnahmen zur Erhaltung der Spitzweed. Gelder sollten in den Haushalt 2010 eingeplant werden. Dem Markt liegt das Angebot einer Fachfirma für Garten- und Landschaftsbau vor, das mit ca. 38.000,00 € abschließt. Der Ausschuss war sich in der Beratung einig, dass so hohe Kosten nicht vertretbar sind. Der Bauhof wird die notwendigen Arbeiten zur Sanierung der Spitzweed im Herbst durchführen.
Freiwillige Helfer aus dem BAU haben schon ihre Mithilfe angeboten, damit diese Wasserfläche wieder einen ansehnlichen Zustand erhält.
Mehrere Anwohner beschwerten sich im August schriftlich über die Lärmentwicklung im gemeindlichen Gelände Freizeit und Erholung, insbesondere wegen des DFB-Minispielfelds.
Bündnis 90/DIE GRÜNEN beantragten ebenfalls im August, die Sperrzeiten des Spielfelds an Sonn- und Feiertagen bis auf die gesetzlich vorgeschriebenen Ruhezeiten aufzuheben.
Der Vorschlag von Ersten Bürgermeister Völkl, die Lärmentwicklung am gemeindlichen Gelände messtechnisch zu erfassen, wurde allgemein begrüßt.
Dazu werden 1 oder 2 Vergleichsmesspunkte in unterschiedlichen Himmelsrichtungen – in einer Entfernung von mindestens 50 m vom DFB-Minispielfeld – ausgewählt und Lärmmessungen vorgenommen. Die an diesen Messpunkten festgestellten Lärmwerte können von Lärmschutzgutachtern auf die in den bisherigen Lärmschutzgutachten festgelegten Immissionspunkte an benachbarten Wohngebäuden hochgerechnet werden. Solche Messungen haben den Vorteil, dass alle Beteiligten, also auch die Nachbarn, wissen, welche Lärmwerte tatsächlich entstehen und ob diese die zulässigen Lärmrichtwerte überschreiten.
Bürgermeister Völkl sicherte zu, dass ein „voller“ Spielbetrieb organisiert wird, um keine geschönten Lärmmessungen zu erhalten.
Der BAU konnte das gemeindliche Einvernehmen zum Bauantrag des Katholischen Pfarramts Christkönig zur Errichtung eines Carports auf dem im bauplanungsrechtlichen Außenbereich gelegenen Grundstück Sichersdorfer Straße 7 b nicht erteilen, da der FNP den beantragten Standort als „innerörtliche Grundfläche“ darstellt.
Zwei Anfragen beschäftigten sich mit Verkehrsproblemen in der Clarsbacher sowie Nürnberger Straße im Kernort Roßtal und mit dem kirchweihbedingten Fußgänger-Querungsverkehr über die Kreisstraße im Ortsteil Raitersaich. Diese Fälle wurden in die Verkehrsschau verwiesen.
Verfahren der Ländlichen Entwicklung Buttendorf angeordnet
Am 09.09.2009 bekam Erster Bürgermeister Johann Völkl von Baudirektor Richard Kempe vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken in Anwesenheit von Vertretern des Marktgemeinderates, der örtlichen Arbeitskreise und des Vorsitzenden des Verfahrens, Bauoberrat Ingo Steinbrecher, eine Urkunde zur erfolgten Einleitung des Verfahrens zur Ländlichen Entwicklung in Dorf und Flur Buttendorf überreicht.
Aus diesem Anlass dankte Baudirektor Kempe den Arbeitskreisen für ihre umfangreiche Vorarbeit und würdigte das große Engagement als Ausdruck einer lebendigen Bürger- und Sozialkultur.
Konkret wird in der Flurneuordnung von einem Investitionsvolumen von ca. 1,9 Millionen € ausgegangen, die zum größten Teil mit öffentlichen Fördermitteln abgedeckt werden. In der Dorferneuerung belaufen sich die Investitionen für Maßnahmen im öffentlichen und gemeinschaftlichen Bereich auf voraussichtlich rund 2,5 Millionen €. Diese Kosten werden nach derzeitigem Stand bis zu 50 % über Zuwendungen insbesondere des Freistaates Bayern und der EU abgedeckt. Die verbleibenden Kosten muss der Markt Roßtal über die Zeitdauer des Verfahrens tragen.
Private Maßnahmen an Haus und Hof werden ebenfalls mit Dorferneuerungsmitteln gefördert. Der Förderkatalog umfasst dorfgerechte Umbau- und Gestaltungsmaßnahmen an Wohn-, Wirtschafts- und Nebengebäuden sowie dorfgerechte Vorbereichs- und Hofraumgestaltungen.
Ein Faltblatt mit näheren Informationen hierzu erhalten interessierte Bürgerinnen und Bürger im Bürgerbüro Zi.-Nr. 0.06 im Rathaus.
Entsprechend Anträge auf Förderung können ab sofort beim Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken schriftlich gestellt werden.
Dank für die Mitwirkung beim Ferienprogramm
Das Ferienprogramm des Marktes war auch in diesem Jahr wieder ein voller Erfolg. Die Angebote wurden alle gut angenommen.
Unser Dank gilt den diesjährigen ehrenamtlich tätigen Begleitpersonen Edda Wagner, Gerhard Hacker, 2. Bürgermeister Anton Engelhard, Cordula Eberl, Angelika Hoffmann, Michaela Reichel, Sabrina Frischmuth, Gerda Gebhardt, Doris Weimann, Marc Weimann, Karin Beck, Brigitte Ehrmann, Birgit Oestreich, Kerstin Konopik und Mirjam Lang.
Die nachfolgend aufgeführten Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Institutionen haben eigene Programmpunkte organisiert und durchgeführt:
Herr Jakob Brendel und Team vom Landesbund für Vogelschutz, Altbürgermeister Maximilian Gaul, Ilse Westphal, Brigitte und Leonhard Beck vom Budo-Sporthaus, Rainer Heberl, Forstamtsrat Günter Ernst, Marianne und Horst Feulner mit einer Abordnung des Deutsch-Französischen Freundschaftskreises, die AsF Roßtal, der Tennisclub Roßtal, Familie Horneber, der Runde Tisch Kultur Roßtal, Heidi Deffner und Jürgen Osterlänger, die TVR-Jugendabteilung, die Schützengesellschaft »Deutsche Eiche 1708 e.V. Roßtal«.
Unser vielfältiges Ferienprogramm wird nicht zuletzt durch die Beteiligung der Vereine und der ehrenamtlichen Begleitpersonen ermöglicht.
Die Verantwortlichen im Markt bedanken sich vor allem im Namen der Kinder ganz herzlich bei allen Vereinen und Initiatoren.
Erntedanklauf 2009
Am 4. Oktober findet zum vierten Mal der Roßtaler Erntedanklauf statt. Auch in diesem Jahr gehen die Aktiven des Rathauses für die Kommunale Allianz Biberttal-Dillenberg an den Start, um ihr läuferisches Können unter Beweis zu stellen.
Dabei bleibt es jedem Sportler und jeder Sportlerin selbst überlassen, ob sie sich als Läufer, Walker oder Wanderer an der 8,5 km Strecke beteiligen.
Der Veranstalter bietet neu in diesem Jahr einen Schülerlauf für die Altersgruppe 7–15 Jahre an. Die Laufstrecke von 1,7 km führt in zwei Runden über das Gelände an der Hauptschule.
Wir laden alle Roßtalerinnen und Roßtaler herzlich ein, sich an dem regionalen Ereignis zu beteiligen. Dieser Lauf dient nicht nur der Gesundheit, sondern auch einem guten Zweck, da der Reinerlös der Veranstaltung dem Gelände »Freizeit und Erholung« und der Bayer. Krebsgesellschaft e.V. - Selbsthilfegruppe Roßtal - zugute kommt.
Fällung des Nussbaumes an der Schwabacher Straße in Großweismannsdorf bzw. Neuanpflanzung eines Nussbaumes
Auf Bitten eines Anwohners wurde am 30.07.2009 der Nussbaum an der Ansbacher Straße in Großweismanndorf von Vertretern des Marktes sowie dem Kreisfachberater für Gartenkultur- und Landschaftspflege - Herr Frenzke - vom LRA Fürth begutachtet.
Der Nussbaum, der bereits einige Male eingekürzt wurde, weist auf einer Höhe von ca. 1,60 m – 2,00 m im Stammbereich (Gabelung) einen starken Pilzbefall auf.
Da der Stammbereich bis zu 2/3 vom Brandkrustenpilz befallen ist, wurde festgestellt, dass die Statik des Baumes nicht mehr gewährleistet ist.
Da sich der Nussbaum in unmittelbarer Nähe einer Schulbushaltestelle befindet, wurde beschlossen, diesen Baum abzutragen und durch eine Neuanpflanzung zu ersetzen.
Beschädigter Kanal im Fußweg Büttnersgasse/Nürnberger Straße
Im Sommer diesen Jahres wurde festestellt, dass der Schmutzwasserkanal im Fußweg parallel zur Bahnlinie zusammengebrochen ist. Der Baubeginn war bis spätestens Ende August geplant.
Da sich der öffentliche Kanal auf dem Grundstück der Deutschen Bahn befindet, mussten eine Anzahl von Gesprächen mit den beteiligten Abteilungen der DB bzw. der N-ERGIE geführt werden. Die letzte notwendige Ortsbegehung fand am 11.09.2009 statt.
Da sich der neu terminierte Baubeginn mit dem Schulbeginn überschnitten hätte, wurde seitens der Verwaltung beschlossen, die Baumaßnahme zu Gunsten unserer ABC-Schützen in die Herbstferien zu verlegen.
Bis dahin wird die teilweise geöffnete Baugrube mit einer Stahlplatte geruchsdicht verschlossen.
Dankeschön an FAiR
Die Helferinnen und Helfer in der Freiwilligen Agentur in Roßtal engagieren sich meist im Hintergrund für ihre Mitmenschen. Da FAiR nicht von einem Verein sondern vom Markt Roßtal getragen wird, kann der Dank für den ehrenamtlichen Einsatz dieser Roßtaler Mitbürgerinnen und Mitbürger auch nicht im Rahmen von Jahreshauptversammlungen oder sonstigen Anlässen erfolgen.
Als kleines Dankeschön für ihre wichtige bürgerschaftliche Arbeit wurden diese Ehrenamtlichen von einem Team aus dem Rathaus bei einem Grillfest an und in der Spitzweed-Sscheune bewirtet. Bei Grillspeisen, von den Damen des Rathauses gestifteten Salaten und kühlen Getränken konnten sich die Mitarbeiter von FAiR, die sich teilweise erstmalig begegneten, über ihre verschiedenen Tätigkeiten austauschen. Erster Bürgermeister Völkl bedankte sich bei dieser Gelegenheit für die Arbeit aller Mitglieder von FAiR im Besonderen jedoch bei einer der beiden Ansprechpartnerinnen Frau Roswitha Ott, die zum größten Bedauern aller aus beruflichen und privaten Gründen ihre Arbeit nicht fortsetzen kann. Die bisherige und auch zukünftige Ansprechpartnerin Maria Dotzler-Schmidt konnte jedoch mit Andrea Wimmer und Gabriele Höfer bereits Nachfolgerinnen vorstellen.
Ergänzend zum Grillfest möchte sich der Markt Roßtal an dieser Stelle nochmals herzlich für die Arbeit aller an FAiR Beteiligten bedanken.
Verdienstkreuz für Prof. Dr. Hermann Glaser
Im Auftrag des Bundespräsidenten Horst Köhler erhielt unser Roßtaler Mitbürger Professor Dr. Hermann Glaser am 16. September aus der Hand des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
Hermann Glaser war 26 Jahre lang Schul- und Kulturreferent der Stadt Nürnberg. Doch nicht für diese wichtige Arbeit wurde ihm die hohe Auszeichnung zuteil, sondern für sein neuartiges Kulturverständnis. Er gilt als einer der Väter der Soziokultur, deren Ziel die Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger am Kulturleben einer Kommune ist. Dieses Ziel hat er mit der Gründung und dem dauerhaften Bestand von Kulturläden in Nürnberg auch erreicht. Seit seinem Abschied bei der Stadt Nürnberg ist unser prominenter Mitbürger als Honorar- und Gastprofessor und eifriger Publizist tätig. Trotz all dieser Aufgaben findet er darüber hinaus hin und wieder noch die Zeit, an Lesungen und Diskussionen zu kulturpolitischen Themen in unserem Heimatort maßgeblich mitzuwirken.
Im Namen des Marktes Roßtal gratulieren wir Professor Glaser herzlichst zu dieser besonderen Ehrung.
