Markt Roßtal

Landkreis Fürth

Mittelfranken

Bayern

Deutschland
Markt Roßtal
Marktplatz 1

90574 Roßtal
Deutschland

Informationen aus dem Rathaus

Bürgerversammlung 2009

41 Bürgerinnen und Bürger nahmen bei der diesjährigen Bürgerversammlung für den ganzen Markt Roßtal die Gelegenheit wahr, um sich sozusagen aus erster Hand über Aktuelles aus Roßtal und dem Landkreis Fürth zu informieren.

Nach seiner Begrüßung ließ Bürgermeister Johann Völkl zunächst Maria Dotzler-Schmidt als Leiterin der Freiwilligen Agentur in Roßtal, kurz FAiR, und ihre neugewonnene Mitstreiterin Andrea Wimmer zu Wort kommen. Frau Dotzler-Schmidt stellte in ihrem Vortrag den Werdegang, das bereits Erreichte und die nächsten Ziele von FAiR vor. Abschließend appellierte sie an die Anwesenden, den nachhaltigen Gedanken von FAiR auch zu Freunden und Bekannten weiterzutragen, um weitere ehrenamtliche Helfer für die verschiedenen Hilfsangebote von FAiR zu gewinnen.

Anschließend stellte sich Polizeihauptkommissar Matthias Lerche als neuer Leiter der Polizeiinspektion Stein vor. In seinem Bericht konnte er erfreulicherweise festhalten, dass der Markt Roßtal aus polizeilicher Sicht wenige Sorgen macht. Sowohl die Kriminalitätsrate als auch die Unfallhäufigkeit befinden sich nach der Feststellung des Dienststellenleiters in Roßtal auf niedrigem Niveau.

Bürgermeister Völkl begann seinen Vortrag mit dem Ausblick auf das Haushaltsjahr 2010. Nach den vorliegenden Zahlen für das kommende Jahr werden sich die Einkommenssteuerbeteiligung und die Schlüsselzuweisung als wesentliche Einnahmen des Marktes um ca. 950.000 € vermindern, während sich die Kreisumlage als gewichtiger Ausgabenposten jedenfalls um ca. 290.000 € erhöhen wird. Aufgrund dieser Situation werden Einschränkungen bei Investitionsmaßnahmen der Gemeinde unausweichlich werden, so der Erste Bürgermeister.

Mit dem Eintreffen von Landrat Matthias Dießl unterbrach Bürgermeister Völkl seinen Vortrag. Landrat Dießl griff das Thema Finanzen auf und informierte über den nächsten Kreishaushalt. Sorgen bereitet ihm dabei insbesondere die im Raum stehende Erhöhung der Bezirksumlage, die letztendlich von den Gemeinden mitfinanziert werden muss.

Als erfreulich sah er die geringe Pro-Kopf-Verschuldung im Landkreis in Höhe von 93 € an, der vergleichsweise eine landesdurchschnittliche Verschuldung von 251 € gegenübersteht.

Mit der Inbetriebnahme der neuen VGN-Buslinie 714 im Dezember dieses Jahres sah Landrat Dießl eine wesentliche Verbesserung in der Anbindung der Außenorte an den Kernort Roßtal mit seinen S-Bahn Haltepunkten. Gleichzeitig machte der Landrat jedoch deutlich, dass ein dauerhafter Betrieb dieser Linie mit einem jährlichen Kostenaufwand von ca. 130.000 € von der Auslastung des Angebots abhängt.

Als erfreulich konnte er die Senkung der Abfallgebühren im Landkreis ab 01.01.2010 vermelden, ohne dass der sehr gute Service in diesem Bereich eingeschränkt wird.

Für 2011 kündigte Landrat Dießl den Bau der wichtigen Radwegeverbindung Roßtal–Clarsbach an, sofern dieses Projekt nicht durch finanzielle Hindernisse aufgehalten wird.

Bürgermeister Völkl dankte dem Landrat für seine interessanten Ausführungen und setzte seinen Vortrag mit der Vorstellung der Bevölkerungsentwicklung, den Einwohnerzahlen und der Gewerbestatistik fort.

Zweiter Bürgermeister Anton Engelhard berichtete anschließend als „Breitbandpate“ des Marktes über den derzeitigen Stand des Ausbaus der Breitbandversorgung im Gemeindegebiet. Nachdem die Förderung bei der Regierung von Mittelfranken beantragt wurde, kann der Auftrag zum Ausbau der Versorgung mit einer Datenübertragungsrate von 6 bis 16 Mbit/s an die Deutsche Telekom mit einem Volumen von 268.000 € vergeben werden.

Im Anschluss daran ging Bürgermeister Völkl auf die bereits erwähnte neue VGN-Linie 714 ein, zeigte den Streckenverlauf und die bereits bekannten Tarife auf.

Zum Abschluss des allgemeinen Teils der Bürgerversammlung informierte Bürgermeister Völkl die anwesenden Bürger ausführlich über den Sachstand zur Neuerrichtung der Kläranlage Roßtal. Dabei erläuterte er die Größe und Funktionsweise der neuen Anlage, ging auf die geplanten Gesamtkosten in Höhe von 5,8 Mio. € ein und stellte das Bauvorhaben anhand von Plänen vor.

Zu diesem Thema interessierte einen Bürger, ob mit der neuen Kläranlage eine Geruchsbelästigung entstehen wird. Der Bürgermeister schloss dies aus, da die für den Geruch ursächliche Fäulnis bei dieser Art der Klärung gar nicht entsteht. Ein weiterer Bürger wollte wissen, ob sich der Neubau auf die Gebührenhöhe auswirken wird.

Hierzu konnte der Bürgermeister noch keine abschließende Antwort geben, da der Marktgemeinderat erst noch die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung diskutieren und beschließen muss.

Bei der anschließenden Gelegenheit für die Bürgerinnen und Bürger, ihre Anliegen vorzutragen, wurde für das DFB-Minispielfeld angeregt, ein Netz anzubringen. Damit soll verhindert werden, dass der Ball aus dem Spielfeld unter anderem auf die vorbeiführende Straße geschossen wird und gegebenenfalls den Verkehr gefährdet.

Ein anderer Bürger wollte wissen, ob Roßtal an den NightLiner-Linienverkehr angebunden wird.

Dazu erläuterte der Geschäftsleitende Beamte Werner Reeh, dass die derzeitigen Linien des NightLiners keine freie zeitliche Kapazität zur Anfahrt weiterer Orte und Haltestellen zur Verfügung haben. Möglicherweise ergeben sich jedoch Änderungen aus der im Moment laufenden Überarbeitung des Nahverkehrsplanes.

Nachdem sich niemand mehr zu Wort meldete, schloss Bürgermeister Völkl mit einem Dank an alle interessierten Bürger/innen die diesjährige Bürgerversammlung.

 

Der Markt Roßtal trauert um
 

Herrn
Leonhard Körber

Träger der Bürgermedaille
Ehem. Mitglied des Marktgemeinderates

Leonhard Körber verstarb am 20. November 2009 nach kurzer schwerer Krankheit.

Insgesamt 14 Jahre gehörte er dem Marktgemeinderat an. Von 1972 bis 1978 als Marktgemeinderat im ehemaligen und von 1982 bis 1990 im 1978 neu entstandenem Markt Roßtal.

Achtzehn Jahre lang prägte er als 1. Vorsitzender des Vereins für deutsche Schäferhunde Ortsgruppe Roßtal die Geschicke dieses Vereins, von dem er für sein langjähriges Engagement zum Ehrenvorstand ernannt wurde. Darüber hinaus ist sein Name untrennbar mit dem Handballsport im TVR verbunden. Sei es in seinen Funktionen als Jugend- und Handballabteilungsleiter oder als unermüdlicher Begleiter der Spiele der Handballmannschaften.

Seine mehr als fünfzigjährige aktive Sängertätigkeit im Liederkranz Roßtal, die Mitgliedschaften in fast allen Roßtaler Vereinen und das immerwährende Interesse am politischen Geschehen im Markt bleiben ein nachahmenswertes Beispiel für aktive Bürgerbeteiligung.

In Würdigung und Anerkennung der Verdienste, die sich Leonhard Körber in seinen Ehrenämtern um den Markt Roßtal erworben hatte, wurde ihm im Jahre 2004 die Bürgermedaille verliehen.

Unser Mitgefühl gehört seiner Frau Emilie, seiner Tochter mit ihrer Familie und allen Anverwandten.

Der Markt Roßtal ist Leonhard Körber für seine Verdienste um Roßtal zu großem Dank verpflichtet. Er ist uns über den Tod hinaus ein Vorbild für aktive, kommunale Bürgerarbeit.

Markt Roßtal
im November 2009
Völkl
Erster Bürgermeister

Neues Einsatzfahrzeug der First Responder Roßtal

Am 20.11.2009 fand in Anwesenheit von zahlreichen Ehrengästen die offizielle Übergabe des neuen Fahrzeugs der First Responder Roßtal statt.

Das bisherige Fahrzeug, ein VW-Passat, war seit 1999 als Einsatzfahrzeug in Dienst. Die dauernden Einsätze von Null auf Hundert hatten ihren Tribut gefordert, so dass am Fahrzeug vermehrt Schäden auftraten und weitere gravierende zu befürchten waren.

Um die Einsatzbereitschaft dieser für die Roßtaler Bevölkerung lebenswichtigen Einrichtung zu gewährleisten, wurde vom Markt ein neuer VW-Passat bestellt.

Mit Stolz auf die ausschließlich ehrenamtliche Arbeit der First Responder konnte der Vorsitzende des Fördervereins Frank Bauer bei der Übergabe auf den Umstand hinweisen, dass der Wagen aus den Spenden des Fördervereins bezahlt werden konnte.

Auch der Schirmherr des Fördervereins Erster Bürgermeister Johann Völkl dankte in seinem Grußwort den Helfern aus der Feuerwehr Roßtal und der Bereitschaft Roßtal des BRK für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement.

Die zukünftigen Nutzer und das Fahrzeug wurden anschließend von den Pfarrern Jörn Künne und Christof Wölfle gesegnet.

Die weiteren Redner, sowohl die Vertreter der Feuerwehren, der Kommandant der Roßtaler Wehr Stefan Perzinger und Kreisbrandrat Dieter Marx, als auch die Vertreter des BRK, der Leiter der Bereitschaft Roßtal Jürgen Klinkert und der Kreisbereitschaftsleiter Adolf Reichelt wünschten den Kameraden allzeit eine unfallfreie Fahrt.

Neue VGN Buslinie 714

Wie im Amtsblatt bereits berichtet, werden zur Anbindung der Roßtaler Außenorte an die zukünftige S-Bahn-Strecke Nürnberg–Ansbach neue Buslinien eingerichtet.

Die Buslinien wurden in einem Arbeitskreis bestehend aus Vertretern des Landkreises und der betroffenen Kommunen festgelegt.

Am 19.11.2009 unterzeichneten Landrat Matthias Dießl, für den Landkreis Fürth Erster Bürgermeister Johann Völkl für den Markt Roßtal und Zweiter Bürgermeister Rolf Bender für die Stadt Stein den Vertrag zur Einrichtung und Finanzierung der neuen VGN-Buslinie 714.

Die neue Linie verkehrt ab 14.12.2009 montags bis freitags in der Zeit von 8:00 Uhr bis 20:00 Uhr im 2-Stunden-Takt von Buchschwabach über Defersdorf, Wimpashof Oedenreuth, Roßtal, Weitersdorf, Kastenreuth, Groß- und Kleinweismannsdorf, Sichersdorf, Ober- und Unterbüchlein, Loch, Bertelsdorf, Eckershof nach Stein und zurück.

Zweck der Linie ist zum Einen, den Bewohnerinnen und Bewohnern der südlichen Außenorten Roßtals eine Anbindung an die Regionalbahn Nürnberg–Ansbach zu schaffen, zum Anderen und für viele vielleicht wichtigerem Anliegen ermöglicht es den Bewohnern des jeweiligen Ortes, die Geschäfte und Arztpraxen im Zentrum von Roßtal mit dem öffentlichen Nahverkehr zu erreichen.

Die neue Linie wird auf jedem Fall in den nächsten zwei Jahren betrieben werden. Sofern die Verbindungen ins oder vom Ortszentrum häufig genutzt werden, wird dieser Busverkehr sicher auch darüber hinaus stattfinden. Für alle Interessierten ist der Fahrplan in diesem Amtsblatt abgedruckt.

Aus dem Bau- und Umweltausschuss (BAU) vom 17.11.2009

Erster Bürgermeister Völkl informiert, dass die ersten Teilarbeiten zur Instandsetzung der Wegbrücke, die Fugensanierung an der Nordostseite, an die Firma Laumann, Eckental, vergeben wurden. Mit den Arbeiten wird am 18.11.2009 begonnen.

Die Überprüfung des Wasserleitungsnetzes durch die Firma Sewerin ist zwischenzeitlich erfolgt. Als Ergebnis wurden insgesamt 25 Leckstellen ermittelt, 22 im Bereich der Wasserversorgung Roßtal/Buttendorf und drei im Bereich der Wasserversorgung Buchschwabach. Von diesen 25 Leckstellen sind drei größere Schäden, sieben mittlere und 15 kleinere Schäden. Die bisher entstandenen Wasserverluste können mit diesen Schäden erklärt werden. Die größeren Schäden werden noch in diesem Jahr behoben werden.

Erster Bürgermeister Völkl informiert, dass die Rohbauarbeiten für das Feuerwehrgerätehaus Defersdorf an die Firma Adel Bau, Roßtal, vergeben wurden.

Erster Bürgermeister Völkl begrüßt die Herren Baur und Bucher von der Ingenieurgemeinschaft Gauff/SAG. Die beiden Herren stellen die Entwurfsplanung der Kläranlage Roßtal einschließlich der Mischwasserbehandlung dar, welche zwischenzeitlich mit dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt abgestimmt wurde. Die Umweltverträglichkeit wird im Zuge einer Vorprüfung untersucht werden. Es wird eine Alternative gezeigt, den größten Teil des Mühlbachs an der Kläranlage vorbei zu führen. Das Gremium ist sich einig, dass aufgrund der hohen Kosten, eine Überleitung des Abwassers der Teichkläranlagen Neuses und Stöckach zurzeit nicht weiterverfolgt wird.

Die Frage, ob die offenen Reaktorbecken der neuen Kläranlage zu Geruchsbelästigungen führen können, kann mit dem Hinweis auf die starke Belüftung der Becken verneint werden. Auf Nachfrage wird dargestellt, dass die Nutzung von Faulgasen bei der geplanten Größe der Anlage nicht wirtschaftlich sei. Es ist deshalb eine Schlammbehandlung geplant, bei der keine entsprechenden Gase entstehen. Andere alternative Energien können sehr wohl genutzt werden. Da hierbei kaum höhere Kosten zu erwarten sind, werden diese Alternativen bei der Planung mit berücksichtigt.

Auf Nachfrage wurde erklärt, dass die geplanten Regenrückhaltebecken vor allem mit Regenwasser eingestaut werden. Eine intensive Reinigung ist deshalb nicht zu erwarten, wohl müssten die Becken aber gepflegt werden.

Die benötigten Grundstücke für die Umgestaltung des Supermarktes in der Unteren Bahnhofstraße sind vom Investor erworben worden. Die Planung der Umgestaltung wird in der nächsten Sitzung des Bau- und Umweltausschusses vorgestellt.

Die Baugrunduntersuchungen zur Hochwasserfreilegung brachten das Ergebnis, dass der geplante Ausbau im Bereich Klingenwasser wegen nicht tragfähigem Untergrund nicht wie geplant ausgeführt werden kann. Da auch eine Alternativtrasse keine besseren Verhältnisse bringt, ist eine aufwändigere Bauausführung notwendig. Bei bisher ermittelten Gesamtkosten von 213.000,00 € für die Maßnahme, werden die Mehrkosten ca. 125.000,00 € betragen. Da es sich hierbei um eine geförderte Maßnahme handelt, ist die geänderte Bauausführung noch mit dem Wasserwirtschaftsamt abzustimmen.

Die Lärmmessung beim DFB-Minispielfeld brachte das Ergebnis, dass die zulässigen Immissionsrichtwerte eingehalten werden. Da jedoch bei gleichzeitiger Nutzung mit anderen Spielanlagen und einer extremen Spielweise eine Überschreitung dieser Werte nicht ausgeschlossen werden kann, empfiehlt der Gutachter, den Betrieb der Anlagen nur außerhalb der Ruhezeiten zuzulassen. Das Spielfeld soll nun von Montag bis Samstag von 08:00 bis 20:00 Uhr und am Sonntag von 15:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet werden. Da das Spielfeld nicht beleuchtet ist, wird es in den Wintermonaten entsprechend früher geschlossen werden.

Zu einem Bauantrag zur Sanierung eines Nebengebäudes und der zentralen Heizanlage in Herboldshof konnte das gemeindliche Einvernehmen mit Bedingungen erteilt werden.

Eine Anfrage beschäftigte sich mit den Rückmeldungen der Angaben zur getrennten Abwassergebühr. Bürgermeister Völkl bestätigte einen regelmäßigen Eingang der Angaben.

Drei weitere Anfragen stellten fest, dass etliche Straßen bzw. Wege Schäden aufweisen, die vor dem Winter noch zu beheben sind. Auch würden in manchen Bankettbereichen der Schotter herausgefahren werden. Es wurde nachgefragt, ob vor allem in Einmündungs- bzw. Kurvenbereichen die Bankette mit Rasengittersteinen gesichert werden könnten (z. B. Einmündungsbereich bei der Kernmühle). Eine Prüfung der Möglichkeiten wurde zugesagt.

Ein Termin für den Ausbau der Spitzweed kann noch nicht genannt werden.

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