Informationen aus dem Rathaus
Bürgerversammlung für die Ortsteile Buttendorf, Neuses und Stöckach am 15.03.2010
Zur bislang bestbesuchten Bürgerversammlung im Zusammenhang mit der Einführung der getrennten Abwassergebühr konnte Bürgermeister Völkl rund 85 interessierte Bürgerinnen und Bürger aus den Ortsteilen Buttendorf, Neuses und Stöckach im Buttendorfer Feuerwehr- und Gemeinschaftshaus begrüßen.
Neben den bereits mehrfach in den anderen Bürgerversammlungen angesprochenen Problemstellungen kam erstmals auch die Fragestellung hinsichtlich der Trennkanalisation in Neuses auf. Bürgermeister Völkl sicherte zu, dass sich der Markt diesbezüglich noch Rechtsauskunft einholen werde.
Zwischenzeitlich erklärte Herr Mühlfeld vom Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband, dass es sich bei den betreffenden Kanälen um einen Bestandteil der Entwässerungseinrichtung des Marktes handelt und deswegen versiegelte Flächen, welche an diesen Kanal angeschlossen sind, ebenso bei der Ermittlung der künftigen Niederschlagswassergebühr voll berücksichtigt werden müssen. Sofern der Wunsch an die Verwaltung herangetragen wird, werden die Bürgerinnen und Bürger von Neuses zu dieser Problematik noch einmal explizit informiert.
Gegen 20.15 Uhr schloss Bürgermeister Völkl die Bürgerversammlung und bedankte sich für das zahlreiche Erscheinen.
Bericht aus der Marktgemeinderatssitzung vom 16.03.2010
Zu Beginn der öffentlichen Sitzung informierte der Erste Bürgermeister Johann Völkl die Marktgemeinderatsmitglieder sowie die anwesenden Zuhörer unter anderem darüber, dass sich im Zusammenhang mit einer denkbaren Rekommunalisierung des Stromnetzes bereits Interessenten gemeldet haben. Bei der Verwirklichung dieser Option würde ein Interessent als Partner zusammen mit dann neu zu gründenden Gemeindewerken zunächst die Stromnetze und eventuell auch die Stromversorgung im Markt Roßtal übernehmen.
Weiter gab er bekannt, dass sich ein Investor im Sinne der städtebaulichen Zielsetzung des Marktes für die Errichtung von Anlagen zur Nutzung erneuerbaren Energien im Bereich der Windkraftanlagen bei Raitersaich interessiert. Der Marktgemeinderat bestätigte daraufhin nochmals, dass er die Errichtung einer Photovoltaikanlage in diesem Bebauungsplangebiet begrüßt. Als Termin für die Vorstellung der möglichen Varianten zur Finanzierung der neu zu errichtenden Kläranlage Roßtal nannte Erster Bürgermeister Völkl die nächste Sitzung des Marktgemeinderates am 18.05.2010.
Im folgenden fasste das Gremium den Aufstellungsbeschluss zur Überarbeitung des Bebauungsplans Nr. 41 »Gewerbegebiet Buchschwabach«. Mit der 2. Änderung des Bebauungsplanes werden insbesondere die Ziele verfolgt, die Ortsstraße Crailsheimer Straße als Verkehrsfläche festzusetzen, Grundlagen für kleinere Parzellierungen zu schaffen sowie die städtebaulich für die Besonderheit eines Gewerbegebiets unnötigen Festsetzungen zu ändern bzw. aufzuheben.
Bei dem Tagesordnungspunkt, der das gesamtörtliche Entwicklungskonzept für den Einzelhandel zum Thema hatte, erläuterte Herr Rosemann vom Planungsbüro Topos team vorweg seine Stellungnahme zu den nachträglichen Vorschlägen der CSU-Fraktion für weitere nach dortiger Ansicht geeignete Standorte. Nach einer intensiven Diskussion und dem Hinweis des Ersten Bürgermeisters, dass ein Konzept unverzichtbare Voraussetzung für mögliche Städtebauförderungsmittel ist, beschloss der Marktgemeinderat, das erstellte Entwicklungskonzept für den Einzelhandel als Grundlage der Bürgerbeteiligung zu billigen. Eine Festlegung auf einen der in Frage kommenden Standorte erfolgte zum jetzigen Verfahrensstand mit diesem Beschluss ausdrücklich nicht. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung werden den Bewohnern des Gebietes, den Mitgliedern des Gewerbeverbandes und interessierten Mitbürgern die städtebauliche Planung und das Einzelhandelskonzept vorgestellt und Anregungen der Bürger angenommen. Diese Anregungen werden anschließend im Bau- und Umweltausschuss nochmals diskutiert.
Als verkaufsoffene Sonntage in den jeweiligen Ortsteilen legte der Marktgemeinderat für 2010 die Kirchweihsonntage in Groß- und Kleinweismannsdorf und Roßtal sowie den Martinimarktsonntag fest.
Im Rahmen der Einführung von Mittelschulen in Bayern (siehe Information hierüber im Amtsblatt Nr. 5/2010 vom 13.03.2010, S. 134 f) stimmte der Marktgemeinderat einem Verbund der Hauptschule Roßtal mit den Hauptschulen Stein und Oberasbach ab dem Schuljahr 2010/2011 zu. Alle drei Schulen werden ab dem kommenden Schuljahr damit als Mittelschulen weitergeführt.
Der Antrag der Marktgemeinderatsgruppe BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Änderung der Satzung zur Regelung von Fragen des örtlichen Gemeindeverfassungsrechts fand mehrheitlich im Gremium keine Zustimmung.
Im Zuge der Haushaltsdebatte wiesen der Erste Bürgermeister, die Fraktions- bzw. der Gruppensprecher wie auch der Kämmerer Richard Witt übereinstimmend insbesondere anhand der Einnahmesituation nach, dass die Gründe für die derzeit äußerst angespannte Finanzsituation des Marktes Roßtal nicht Folge einer unvernünftigen Haushaltspolitik des Marktes, sondern von der bereits vielfach analysierten und kommentierten Wirtschaftskrise verursacht ist.
Für das Haushaltsjahr 2010 beschlossen die Mitglieder des Marktgemeinderates die Haushaltssatzung mit einem Verwaltungshaushalt im Umfang von 14.098.047 € und dem Vermögenshaushalt mit einem Volumen von 4.158.500 € konsequenterweise dann auch einstimmig. Die Hebesätze der Grundsteuer A und B sowie der Gewerbesteuer blieben mit 360 von Hundert in diesem Jahr unverändert.
Im Rahmen der Neuordnung der Nutzungsgebühren für die Sporthalle an der Hauptschule beschlossen die Marktgemeinderäte ein Nettoentgelt von 4,50 € je Stunde Hallennutzung durch Roßtaler Vereine.
Anstelle der bisherigen Richtlinien für die Förderung der Jugendarbeit im Markt Roßtal werden bei künftigen Fahrten in unsere Partnerstädte Thalheim und Auzances daran teilnehmende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, die mindestens sechs Jahre und höchsten 27 Jahre alt sind, mit einem Pauschalbetrag von 10,00 € bzw. 20,00 € pro Person bezuschusst.
Nach ausführlichen Beratungen und Diskussionen in vorangegangenen Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses konnte der Marktgemeinderat die neugefassten Richtlinien für die Gewährung von freiwilligen Zuwendungen an die Roßtaler Vereine und Organisationen beschließen. Der Wortlaut dieser Richtlinien ist auf den Seiten 167 und 168 dieses Amtsblattes und auf unserer Internetseite unter der Rubrik »Ortsrecht des Marktes Roßtal« nachzulesen.
Am Ende der öffentlichen Sitzung informierte der Zweite Bürgermeister Anton Engelhard über die am 01.08.2010 beginnende und voraussichtlich erst am 13.09.2010 endende Gleissperrung, die durch den S-Bahnausbau veranlasst sein wird. Als Ersatz wird die Deutsche Bahn Busse einsetzen.
Sanierung der Spitzweed
Nachdem eine Schürfgrube Erkenntnisse über den Aufbau des Untergrundes der Spitzweed brachten, wurde seitens des Marktes die weitere Vorgehensweise geplant.
Als erstes wird die vorhandene Oberschicht samt dem Schilf bis zur Lehmschicht ausgebaggert und umweltgerecht entsorgt. Die danach erforderliche Feinarbeit muss in Handschachtung ausgeführt werden.
Alle interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger sind eingeladen, bei dieser Aktion mitzuhelfen. Ansprechpartner hinsichtlich der Mitarbeit ist der Verantwortliche für den Bauhof im Bauamt Herr Ohr (9010-58).
Nach dem anschließenden Einbringen einer Teichfolie wird als Pflanzgrundlage in Teilbereichen neues Teichsubstrat eingebracht. Das Bepflanzen der Spitzweed bildet den Abschluss der Maßnahme.
Sofern die Witterung es zulässt und die Folie kurzfristig liefer- und einbaubar ist, wäre bis Ende April die Spitzweed als echter, wenn auch etwas kleinerer Dorfweiher im Oberen Markt wiederhergestellt.
Roßtal hilft Haiti
Eine beeindruckende Gala erlebten Roßtalerinnen und Roßtaler, die sich am 7. März in die Hauptschulaula locken ließen. Markt Roßtal, katholische Pfarrgemeinde und evangelische Kirchengemeinde hatten zu einer Spendengala für die Erdbebenopfer in Haiti eingeladen.
Knapp 300 Gäste und Mitwirkende ließen sich locken und erlebten eine Veranstaltung die ihresgleichen sucht. Nach dem Grußwort des Schirmherrn und Bürgermeisters Johann Völkl und einer Einführung in die Arbeit von Diakonie Katastrophenhilfe und Caritas International in Haiti, begann der bunte Reigen von Vorträgen, Musik und Theater.
Den Auftakt bildete der Tanz der Vampire der Show Dance Company, gekonnt und sehr blutgruftig dargestellt durch die fünf Tänzerinnen. Routiniert folgte dann ganz in lila-schwarz gekleidet der Auftritt des Gesangvereines Lyra, deren Last supper - das letzte Abendmahl aus dem Musical Jesus Christ allen Zuhörern unter die Haut ging. Deutsch-Rock mit eigenen selbstgeschriebenen Liedern von Ulsenheimer Rock unterhielt das Publikum, bis der Abschlusssong alle zum Mitklatschen und Mitrocken bewegte. Ein zweiter Auftritt der Show Dance Company beschloss den ersten Teil.
In der Pause, in der improvisierten Kaffeestube und an den Verpflegungsständen gab es Kaffee und Kuchen, Kanapees und Salzgebäck. Perfekt organisiert durch die Pfadfinder und den Kirchenvorstand, die alle beherzt zupackten und diesen Nachmittag gerade in der Zusammenarbeit so vieler Gruppen zu einem Riesenerfolg führten.
Das von Rainer Gegner geschriebene und von der Theatergruppe des TVR aufgeführte Stück »Trau Dich« um Chantal, (fränkisch Schantalle), dem neuen Pfarrer und zwei nicht mehr so ganz jungen Paaren teils mit, teils ohne Kindern, war ein bewährtes Zugpferd und erschütterte die Aula mit manch Lachsalven.
Über 2500 Euro allein an Spenden waren der Lohn für diese engagierte Gala, die das große Engagement unseres Marktes zeigt und die wirkliche Hilfe für Haiti auf den Weg brachte. Ein Dank allen Spenderinnen und Spendern und auch denjenigen, die als Sponsoren im Hintergrund wirkten.
Saisoneröffnung Minispielfeld
Rechtzeitig zu den Osterferien hatte das Wetter ein Einsehen und beendete den Winter. Somit kann auch das DFB-Minispielfeld wieder offiziell geöffnet werden.
Ab Montag, 29.03.2010, darf das Feld zu den nachfolgend angegebenen Zeiten als Fußballkleinfeld wieder genutzt werden:
Montag bis Samstag von 8.00 bis 20.00 Uhr
Sonn- und Feiertag von 15.00 bis 20.00 Uhr.
Eine Nutzung nach 20.00 Uhr ist nach der Baugenehmigung des Landratsamtes Fürth nicht möglich. Im Übrigen widerspricht eine andere Nutzung der Grünanlagensatzung des Marktes Roßtal.
