Markt Roßtal

Landkreis Fürth

Mittelfranken

Bayern

Deutschland
Markt Roßtal
Marktplatz 1

90574 Roßtal
Deutschland

Informationen aus dem Rathaus

1. Roßtaler Bürgerforum zur Ortsentwicklung

Am Freitag, 30. Juli 2010 fand im Saal der Gaststätte "Zur Kanne" (Kandelsaal) das 1. Bürgerforum Roßtals statt. Themen des Forums waren die Altortsanierung im "Oberen" und "Unteren Markt" sowie das Einzelhandelskonzept für den Markt Roßtal.

Aufgrund des großen Andranges von ca. 200 interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger wurde der Beginn der Veranstaltung auf 19.00 Uhr vorgezogen.

Zu Beginn begrüßte Erster Bürgermeister Johann Völkl die Besucher und stellte die vortragenden Fachleute sowie den Moderator und Roßtaler Mitbürger Friedrich Meyer kurz vor.

Herr Meyer erläuterte dann den Ablauf des Abends und gab das Wort an Herrn Professor Johannes Geisenhof von der Gruppe DASS weiter, der über die vergangenen 24 Jahre der Ortsentwicklung im "Oberen Markt" berichtete. Auch wenn die Bevölkerung des Oberen Marktes von 1986 bis 2009 um 18,4 % geschrumpft ist, zeigt sich doch eine erfreuliche Verjüngung der Bevölkerungsstruktur. Von den vor über 20 Jahren vorgeschlagenen Maßnahmen konnten mit der Sanierung des Heimatmuseums, der Rathausgasse, der Schulstraße und der Umgestaltung des Rathauses gute Erfolge erzielt werden. Falls es die finanziellen Mittel zulassen, sollten die vorgeschlagenen Maßnahmen wie z.B. Umgestaltung des Marktplatzes oder des so genannten Zimmerplatzes durchgeführt werden. Darüber hinaus sollte versucht werden, die derzeit im Gebiet leer stehenden Häuser durch eine Wohnnutzung wieder zu beleben.

Im Anschluss daran erläuterten die Herren Gunter Schramm vom Büro Planwerk und Thomas Rosemann vom TOPOS-Team das von ihnen erstellte Einzelhandelskonzept. Die Vorlage eines solchen Einzelhandelskonzeptes ist mittlerweile eine Voraussetzung, um von der Regierung von Mittelfranken Zuschüsse aus der Städtebauförderung zu erhalten.

Planwerk hat ermittelt, dass von der im Markt Roßtal vorhandenen Kaufkraft nur 25 Prozent im Ort verbleiben. Deshalb sind auch noch Möglichkeiten gegeben, weitere Einzelhandelsgeschäfte anzusiedeln.

Im zweiten Teil des Vortrags stellte Herr Rosemann 18 Standorte vor, die bezüglich der Ansiedlung von Einzelhandel in städtebaulicher Hinsicht untersucht wurden. Grundsätzliche Voraussetzung aller Untersuchungen ist, dass eine Neuansiedlung an diesen Standorten die vorhandenen Einrichtungen im "Zentralen Versorgungsbereich" nicht beeinträchtigt. Als "zentraler Versorgungsbereich" wurde das bestehende Sanierungsgebiet "Oberer Markt" und das von Professor Geisenhof vorgeschlagene Untersuchungsgebiet "Unterer Markt" festgelegt. Die städtebauliche Bewertung anhand verschiedener Kriterien, wie z. B. Größe und Verfügbarkeit der Fläche, Anbindung an Straßen-, Rad- und Fußverkehr, ergab, dass sich vier Standorte außerhalb des zentralen Versorgungsbereiches für die Ansiedlung großflächigen Einzelhandels anbieten würden. Die Flächen sind neben dem Areal des jetzigen Penny-Marktes in der Unteren Bahnhofstraße, welches um die Fläche bis zur Sichersdorfer Straße erweitert würde, die so genannte "Mühlwiese" von der Kreuzung Sichersdorfer Straße bis zur bestehenden Mühle, der Acker nördlich der "Fürther Straße" zwischen den Häusern in der Flurstraße und der weiter außen liegenden Splittersiedlung sowie die um den Gewerbebetrieb erweiterte Fläche des derzeit bestehenden EDEKA-Marktes in der Pelzleinstraße kurz vor dem Ortsende in Richtung Ammerndorf.

Als Ziel der Einzelhandelsentwicklung des Marktes Roßtal sollte der Marktrat, neben der bereits beschlossenen Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich bestehender Penny-Markt, die Festlegung einer und nur einer weiteren Fläche als möglichen Standort für großflächigen Einzelhandel beschließen.

Nach diesen von den Zuhörern mit größter Spannung verfolgten Vorträgen erläuterte Professor Geisenhof noch die Vorschläge der Gruppe DASS für die weitere Entwicklung des "Unteren Marktes". Als Maßnahmen wurden zum Beispiel die Verringerung der Fahrbahnbreiten zugunsten breiterer Gehwege, die Umwandlung oder Bebauung ehemaliger bäuerlicher Betriebe oder eine fußläufige Verbindung des Oberen und Unteren Marktes in Form eines Aufzuges neben der Schlossmauer empfohlen.

Nach den Vorträgen hatten die Anwesenden unter der Leitung des Moderators Gelegenheit, Fragen an die Fachleute zu stellen und im Anschluss daran ihre Meinung zu den Standorten für einen größeren Einzelhandelsbetrieb zu äußern. Die vielen Fragen und Diskussionsbeiträge beschäftigten sich dann auch hauptsächlich mit den Bereichen "Mühlwiese" und bestehender EDEKA-Markt in der Pelzleinstraße. Dabei wurde das Für und Wieder des jeweiligen Standortes immer wieder betont.

Die Mühlwiese ist im Moment noch Landschaftsschutzgebiet, das nach Möglichkeit erhalten werden sollte und außerdem der Festplatz des Marktes.

Der Standort Pelzleinstraße ist nach Aussage der EDEKA durch seine beschränkte Flächengröße für großflächigen Einzelhandel nur bedingt geeignet.

Die verkehrliche Erschließung des Grundstücks "Fürther Straße" könnte nur mit größeren und kostenintensiven Baumaßnahmen ermöglicht werden. Außerdem wäre eine spätere Wohnbebauung der umliegenden Flächen kaum noch möglich.

Aus städtebaulicher Sicht wäre das Grundstück "Mühlwiese" das am Besten geeignete, wie Herr Professor Geisenhof in einer kurzen Stellungnahme darlegte.

Nach einer kurzen Pause wurde gegen 21.30 Uhr mittels eines von der Verwaltung vorbereiteten Stimmzettels ein erstes Meinungsbild der anwesenden Besucher abgefragt.

Die Auszählung der Stimmzettel ergab folgendes Ergebnis:

Abgegebene Stimmzettel 172, davon 6 Stimmzettel leer.

Standort Mühlwiese 92 Stimmen / 55 %
Standort best. EDEKA-Markt   56 Stimmen / 34 %
Standort "Fürther Straße" 16 Stimmen / 10 %
Sonstige Standorte 2 Stimmen / 1 %

Erster Bürgermeister Völkl wies in seinem Schlusswort darauf hin, dass dieses Bürgerforum zur Information beitragen sollte. Vor allem auch, um die diversen Gerüchte im Ort richtig zu stellen. Die Gremien des Marktrates sind jetzt aufgefordert, das Einzelhandelskonzept zu beraten und dann zu beschließen. Der Bau eines großflächigen Einzelhandelsbetriebes ist unabhängig vom Standort sowieso nur mittels der Änderung des gültigen Flächennutzungsplanes und der Aufstellung eines Bebauungsplanes möglich.

Abschließend bedankte sich der Erste Bürgermeister bei allen am ersten Bürgerforum Beteiligten und vor allem beim Publikum für das gezeigte große Interesse.

Die vorgestellten Unterlagen des 1. Bürgerforums können im 1. Stock des Rathauses während der üblichen Öffnungszeiten eingesehen werden.

Bericht aus der Marktgemeinderatssitzung vom 27.07.2010

Erster Bürgermeister Johann Völkl informierte zu Beginn der öffentlichen Sitzung die Marktgemeinderatsmitglieder sowie die anwesenden Zuhörer unter anderem über die auflagenfreie Genehmigung des Haushaltes für das laufende Jahr 2010.

Im Hinblick auf den Neubau der Kläranlage Roßtal gab der Erste Bürgermeister bekannt, dass 83 Firmen die Ausschreibungsunterlagen für die Gewerke Tief- und Rohbau, Maschinen- und Elektrotechnik angefordert haben.

Weiter berichtete Bürgermeister Völkl über eine angeforderte Bestätigung des Bayerischen Handballverbandes, wonach das Einverständnis zur Verwendung von Haftmitteln im Spielbetrieb vom Markt Roßtal als Halleneigner gegeben werden soll. Nachdem die Verwendung der Haftmittel (sog. Harzen) einen erheblich erhöhten Reinigungsbedarf verursacht, der zudem die Haltbarkeit des Hallenbodens durch die benötigten Reinigungsmittel einschränkt, war sich der Marktgemeinderat einig, die geforderte Zustimmung nicht zu erteilen.

Anschließend berichtete der Zweite Bürgermeister Engelhard über das von ihm besuchte Seminar "Seniorenpolitische Konzepte für kleine Gemeinden - Strategien, Erfahrungen und gute Beispiele". Dabei zeigte er die unterschiedlichen Wohnformen, wie zum Beispiel Hausgemeinschaften mit einer unterschiedlichen Altersstruktur, auf. Nach Ansicht der Experten sollten bereits junge bauwillige Familien gewisse, im Alter notwendige Erfordernisse bei der Hausplanung berücksichtigen. Der Zweite Bürgermeister stellte zu der Thematik aber auch fest, dass bei gut funktionierenden Projekten immer hauptamtlich Beschäftigte beteiligt sind.

Im Anschluss an die allgemeinen Informationen wurde Herr Dr. Peter Eschler aus dem Marktgemeinderat verabschiedet. In seiner Laudatio bedauerte Bürgermeister Völkl, dass der Marktgemeinderat mit dem Ausscheiden von Herrn Dr. Eschler einen erfahrenen, realitätsnahen und diskussionsfreudigen, dabei aber immer pragmatischen Mitstreiter verliert. Er dankte dem ehemaligen Marktgemeinderatsmitglied im Namen des Marktes für die oftmals zeitaufwendige und verantwortungsvolle ehrenamtliche Tätigkeit und wünschte ihm für seinen weiteren beruflichen und persönlichen Lebensweg alles Gute.

Herr Dr. Eschler ging anschließend auf die Gründe für das Ausscheiden aus dem Marktgemeinderat ein. Dabei betonte er, dass die Ursache seines Ausscheidens ausschließlich nicht vorhersehbare berufliche Umstände waren. Er dankte seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen des Marktgemeinderats für die gute, faire und pragmatische Zusammenarbeit mit ihm auch als Sprecher der CSU-Fraktion.

Anschließend vereidigte Bürgermeister Völkl die Marktgemeinderätin Stefanie Rietzke (CSU) aus dem Ortsteil Buttendorf, die Herrn Dr. Eschler im Marktgemeinderat nachfolgt.

Als neue Fraktionssprecherin und stellvertretende Fraktionssprecherin wurden Frau Lydia Endres und Frau Elisabeth Helmreich von der CSU benannt.

Außerdem stimmte der Marktgemeinderat im Zuge des Wechsels der Umbesetzung des Bau- und Umweltausschusses (BAU) sowie des Haupt- und Finanzausschusses (HFA) zu. Danach ist Marktgemeinderat Prof. Dr. Peter Volgnandt nunmehr ordentliches Mitglied im BAU und Marktgemeinderätin Stefanie Rietzke ordentliches Mitglied im HFA.

Zum Sachstand des Flurneuordnungs- und Dorferneuerungsverfahren Buttendorf berichtete Bürgermeister Völkl aus der letzten Vorstandssitzung der Eigentümergemeinschaft. Danach wies das Amt für Ländliche Entwicklung dem Verfahren Kosten in Höhe von 3.992.000 € zu. Die vorgesehenen Zuschüsse belaufen sich auf 2.215.000 €. Der Markt Roßtal wird über die Dauer des Verfahrens mit 1.200.000 € an den Kosten beteiligt werden. Als einer der nächsten Schritte erfolgt laut dem Bürgermeister die Festlegung und Vermessung der Grenzen des Verfahrensgebietes und der Flur. Die Kosten hierfür wurden mit 98.888 € angesetzt.

Weiter ging der Bürgermeister auf die vorliegende Konzepte zum Umbau des Buttendorfer Kärwastodls, zum Neubau eines Gemeinschaftshauses und der Errichtung eines Dorfplatzes in Neuses ein. Die Marktgemeinderäte lobten das Engagement der Bevölkerung in den betroffenen Ortsteilen und stellten gleichzeitig fest, dass es wichtig sei, bereits jetzt tragfähige Konzepte für die weiteren Planungen zu entwickeln. Jedoch könne über die Verwirklichung der Vorhaben im einzelnen erst entschieden werden, wenn alle gewünschten Projekte aller Ortsteile bekannt sind.

Einstimmig beschlossen wurde die Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 53 "Gründlesweg" im Ortsteil Buchschwabach. Die näheren Vorgaben für diesen Bebauungsplan wird der BAU in seinen nächsten Sitzungen festlegen.

Unerlaubte Abfallbeseitigung an den Stellplätzen der Wertstoffcontainer

Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass an den aufgestellten Wertstoffcontainern Abfälle jedweder Art entsorgt werden, ganz nach dem Motto "Ich hab mich meiner Probleme entledigt - was andere damit machen, ist mir herzlich egal!"

Häufig wird dabei vergessen, dass eine solche unerlaubte Abfallbeseitigung vom Landratsamt Fürth als Ordnungswidrigkeit mit einer Geldbuße geahndet werden kann.

Die Bauhofmitarbeiter müssen diese unrechtmäßig abgestellten Abfälle entfernen und einer geordneten Verwertung zuführen. Das Geld, das der Markt dafür aufwenden muss, könnte im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger sicher besser verwendet werden.

Wir bitten Sie daher, keinerlei Abfälle neben den Wertstoffcontainern abzulagern.

Seniorennachmittag im Festzelt

Erstmals fand in diesem Jahr am Kirchweihmontag ein Seniorennachmittag im Festzelt statt. Die AWO-Seniorenclubs und der VdK hatten zusammen mit Festwirt Thomas Schiffermüller eingeladen und mehr als 300 Seniorinnen und Senioren aus Roßtal und Umgebung verbrachten einige vergnügte Stunden bei Kaffee und Kuchen und netter Unterhaltung.

Roland Bittel an der Orgel sorgte musikalisch für Stimmung.

Besonderer Dank gebührt Ida Schröder vom AWO-Seniorenclub und Walter Hartmann vom VdK für die Organisation der Veranstaltung.

Ein herzliches Dankeschön auch an alle Kuchenbäckerinnen, der Kaffeeköchin Heidi Rupprecht und alle Helferinnen und Helfer vor und hinter der Kuchentheke.

Die überaus positive Resonanz lässt auf eine Wiederholung im nächsten Jahr hoffen.

Glückwunsch zur Eisernen Hochzeit

Emil und Johanna Schmidt konnten am 13. August 2010 auf ein nicht alltägliches Ehejubiläum zurückblicken. Vor 65 Jahren im Jahr 1945 hat sie der damalige Roßtaler Bürgermeister Michael Wiesinger als zweites Paar nach dem Kriegsende getraut.

Erster Bürgermeister Johann Völkl überbrachte Glückwünsche und ein Buchgeschenk des Ministerpräsidenten und vor allem die Wünsche des Marktes Roßtal. Zusammen mit Landrat Matthias Dießl, der im Namen des Landkreises gratulierte, konnten sie den Erzählungen des immer noch rüstigen Paares über die Höhen und Tiefen eines langen gemeinsamen Lebens in Roßtal lauschen und viel Neues aus der damaligen Zeit erfahren.

Der Markt Roßtal gratuliert hiermit nochmals dem "Eisernen Hochzeitspaar" und wünscht ihnen Gottes Segen, Gesundheit und noch viel Freude für die nächsten gemeinsamen Jahre.

Sei dabei am 11.9.2010!

- Noch einmal zur Erinnerung -

Weitere Informationen unter: www.rosstal.de/jugend

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