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Markt Roßtal

Landkreis Fürth

Mittelfranken

Bayern

Deutschland
Markt Roßtal
Marktplatz 1

90574 Roßtal
Deutschland
Holzwurm

Evangelischer Kindergarten Buchschwabach

Kinder unter drei Jahren

Die Aufnahme von Kindern ab 2,6 Jahren hatte für uns zur Folge, über unser Bild vom Kind und unsere Rolle als Fachkräfte für diese Altersgruppe von Kindern nachzudenken und gegebenenfalls auch neu anzupassen. Auch die Auseinandersetzung und zusätzliche Ausbildung des Teams gehören dazu, um den besonderen Bedürfnissen unserer „Kleinsten“ gerecht zu werden.

Der frühen Kindheit wird eine enorme Bedeutung für die Entwicklung der Persönlichkeit zugesprochen. In den frühen Entwicklungsabschnitten finden entscheidende Prägungen statt, die sich auf das ganze weitere Leben auswirken.

So sind Kinder unter 3 Jahren in besonderem Maß darauf angewiesen, dass Erwachsene ihre Signale verstehen, die oftmals noch weniger durch Sprache als durch andere Ausdrucksmöglichkeiten gesendet werden, um angemessen reagieren zu können.

Wir Erzieher haben die wichtige Rolle der Entwicklungsbegleitung des Kindes. Für Kinder unter 3 Jahren ist die sichere Bindung zu einer erwachsenen Bezugsperson die elementare Basis, nur auf dieser können sie ihre Umwelt wahrnehmen, sie verarbeiten, bewerten und schließlich handeln.

Nur wenn ein Kind diese vertrauensvolle Bindung zur Bezugsperson besitzt, hat es Sicherheit, neugierig und aktiv die Welt zu erkunden.

Um eine solche Bindungsbasis schaffen zu können, bedarf es das Zutun von Fachkräften, Eltern und natürlich dem Hauptakteur Kind.

Wir als Fachkräfte sind gefordert, im ständigen, vertrauten Austausch mit den Eltern zu stehen, ihnen Informationen zuzutragen, sensibel und aufmerksam auf die Reaktionen einzugehen.

Ohne Vertrauen in die Fachkraft fällt das Loslassen gerade bei den Kleinsten schwer!

Vertrauen die Eltern uns, dann können sich auch die Kinder auf die neue Bezugsperson einlassen, eine Bindung zu ihr aufbauen und ihre Entwicklung unbeschwert durchlaufen.

Um die Kinder unter 3 Jahren darin zu unterstützen, müssen wir Fachkräfte uns an deren speziellen Bedürfnissen und Entwicklungsschritten orientieren und auch einiges geduldig berücksichtigen.

Ein Kind im dritten Lebensjahr schließt beispielsweise seine ICH-Entwicklung ab. Es erlebt sich immer stärker als eigene Person mit eigenen Gefühlen und vor allem eigenem WILLEN.

Ein Beispiel: Ein zweieinhalbjähriges Kind zieht an einem Kabel und schaut, wie wir denken, provokativ in unsere Richtung – wartet ab, was wir tun und zieht natürlich weiter. Nein, dieses Kind ist keinesfalls provokativ und bewusst böse in diesem Moment, es führt gerade ein experimentelles Forschungsprogramm durch, es will lediglich herausfinden, wie wir funktionieren.

Um die Kinder unter drei in ihrem Forscher- und Erkundungsdrang zu unterstützen, müssen wir Fachkräfte uns auch daran orientieren, was und womit die Kinder vorzugsweise spielen, um ihnen mit Angeboten, Materialien und Ideen zur Seite zu stehen, um ihre aktuellen Lernmuster auf neue Erfahrungen auszuweiten.

Beobachte ich z. B. ein Kind, das schon längere Zeit liebend gerne Bausteine von einem Kasten in den anderen schüttet, kann ich ihm neue Objekte, wie Gläser, Knöpfe usw. zur Verfügung stellen, um seine Lernmöglichkeiten zu vertiefen.

Ja, alle Betroffenen werden bereits gemerkt haben, dass Kinder unter 3 Jahren spezielle Zuwendung zukommen muss. Sie probieren, experimentieren, kuscheln, weinen und und und…

Ihnen steht zu Recht der Titel zu:

Forschergeist in Windeln, der sehr viel Nähe braucht und gibt!

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