Lieber Leser,

falls Sie am 17.07.2010 am Freizeitgelände vorbeigelaufen sind und ein sich auf dem Boden wälzendes Knäuel aus Männern gesehen haben und sich dabei gefragt haben, was das wohl sei und ob ein beherztes Eingreifen nötig wäre, so kann ich Ihnen versichern, dass alles in Ordnung war.

Vom 17.07.–18.07.2010 fand nämlich das

1. Papa-Kind-Zelten des Kindergartens »Regenbogenland«

statt und Sie wurden Zeuge des Sockenwettkampfes („Wer als Letzter noch seine Socken an hat, hat gewonnen.“)

Am Besten ist aber wohl, ich berichte von vorne:

Am Nachmittag gegen 14.00 Uhr trafen sich 22 Papas mit 32 Kindern mit Sack und Pack, um sich auf das Abenteuer „Zelten“ einzulassen. Einige Mamas waren aus verschiedenen Gründen auch mitgekommen. Einige wollten einfach schauen, ob die Papas alleine mit den Kindern zurechtkommen, die anderen mussten beim Zeltaufbau mithelfen. (Los Papas! Nächstes Jahr schaffen wir das alleine!)

Nach ungefähr zwei Stunden standen dann endlich alle Zelte, die Schlafkojen waren eingerichtet und der lustige Teil konnte beginnen.

Jenny, unsere Kindergartenchefin, hatte sich ein tolles Programm überlegt. Wir teilten uns in zwei Gruppen auf und starteten einen Wettkampf. Wir mussten verschiedene Fragen beantworten (Wie viele Räume hat der Kindergarten?…) und stellten dabei fest, dass man manchmal einfach auf seine Kinder hören sollte, weil sie sich in manchen Dingen einfach besser auskennen.

Wasserstaffel

Am meisten Spaß machten uns allen aber die Actionspiele. Wir klebten uns Reißnägel auf die Nase und versuchten, damit Wasserbomben zum Platzen zu bringen. Wir machten eine Wasserstaffel, bei der wir Papas das Pferd spielen durften und die Kinder die Reiter. Manche Pferde haben etwas gelahmt, dass die Reiter sie antreiben mussten (Los, schneller!)

Leider setzte dann beim letzten Actionspiel „Kirschkernweitspucken“ plötzlich ein Platzregen ein, so dass wir uns sofort unterstellen und das Spiel leider abbrechen mussten.

Von so einem „bisschen“ Regen lassen wir uns doch nicht unterkriegen, und als er dann etwas nachließ, schürten wir den Grill an, denn der Wettkampf hatte uns ziemlich hungrig gemacht. Kurz bevor wir mit dem Grillen fertig waren, hat uns doch tatsächlich der Regen erneut überrascht. Noch schnell die letzten Bratwürste gegrillt und ab ins große Zelt. Nachdem der Regen nach gefühlten 60 Minuten dann endlich vorbei war und die restlichen Bratwürste und die Salate (Danke Mamas!) verputzt waren, gingen wir zum gemütlichen Teil über.

Einige Mamas konnten es nicht lassen und haben unter verschiedensten Vorwänden („Braucht ihr noch Gummistiefel?“) immer mal wieder geschaut, ob es ihren Kindern auch wirklich an nichts fehlt.

„Liebe Mamas! Wir schaffen das schon, und wenn am nächste Tag der kleine Bruder das rosa T-Shirt der großen Schwester an hat, ist doch auch nicht so schlimm, Hauptsache alle haben Spaß!“

Wir zündeten das Lagerfeuer an und setzten uns fröhlich in die Runde. Nach und nach strich ein Kind nach dem anderen die Segel und irgendwann saßen nur noch die Papas am Feuer. Herbert erzählte einen Witz nach dem anderen, und wir hatten großen Spaß.

Da wir den ganzen Tag schon Apfelschorle und Wasser getrunken hatten, konnten wir es langsam nicht mehr sehen und was trinkt ein Papa am Lagerfeuer dann? – Kaffee natürlich!

Nach gefühlten 5837 Witzen verkrochen auch wir uns in die Zelte, denn mit Ausschlafen war es ja nichts, denn wir hatten ja 32 Wecker dabei, die so nach und nach ab 6 Uhr das Wecken anfingen.

Um ca. 7 Uhr kamen dann auch die ersten Mamas, um uns mit einem tollen Frühstück zu verwöhnen. (Ja, es gab auch gekochte Eier.)

Abschließend kann ich nur sagen, dass es für die Kinder und auch für uns Papas ein unvergesslich tolles Wochenende war. Wir haben die Zeit mit unseren Kindern so ganz ohne Euch Mamas wirklich genossen, haben uns aber auch wieder gefreut, als Ihr am Morgen wieder zu uns gekommen seid.

Wir möchten uns auch noch mal ganz herzlich bei Jenny für die tollen Wettkämpfe bedanken!

Am Ende waren wir alle einer Meinung: „Das war unser erstes Papa-Kind-Zelten, aber bestimmt nicht das letzte! Wir freuen und schon riesig aufs nächstes Jahr!“

Euer Papa Thomas mit Felix und Fabian

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