kunst orte roßtal – creatives zur ansichtNachlese |
Obgleich sich das Wetter nicht von seiner schönsten Seite zeigte, nutzte eine große Zahl von Roßtaler Bürgern und auswärtigen Besuchern die Möglichkeit, die kunst orte roßtal zu besichtigen.
Schon bei der Eröffnung am frühen Samstagnachmittag waren zahlreiche Interessierte zum Marktplatz gekommen. Nach einer kurzen Begrüßung durch den 2. Bürgermeister und näheren Erläuterungen durch einen Mitgestalter der Ausstellung – Matthias Feyerabend – konnten sich die ersten Neugierigen von der Vielfalt der künstlerischen Arbeiten überzeugen.
Zu den einzelnen kunst orten wurde man mittels Tonden – Tonscheiben mit versilberten Jahreszahlen (954–2004) – über den oberen Markt geführt. Diese Scheiben, wie auch die in der Garage des Rathauses ausgestellten Photoprints hatte Reinhard Erbes gestaltet
Im Garten des Schlosses zeigte der Bildhauer und Steinmetz Viktor Bulgariu, dass er neben einem Martinerla auch noch andere hervorragende Skulpturen und Objekte erschafft.
Im Eingangsbereich des Schlosses konnten die Besucher die abstrakten Bilder von Ellen Tränkle betrachten.
Vom Marktplatz aus ging der Kunstweg weiter zum evangelischen Gemeindehaus. Dabei konnten die von Andrea Sauer gezeichneten Akt-Bilder, ihre Rauminstallationen – „Der Deutsche Vorgarten“ in einer Garage sowie „Memento Sicilia“ (eine Krippe) im Kellergewölbe – bewundert werden.
In der Rathausgasse zeigte Florian Gerhardt seine aus Stahl geschweißten und geformten Objekte.
Auf allen Ebenen des evangelischen Gemeindehauses konnten dann die Werke von sechs verschieden Künstlerinnen besichtigt werden.
Die Aquarelle von Annelore Michel zeigten Landschaften aus Franken, während die milden Farben der Bilder von Berta Plack Erinnerungen an den Süden weckten.
Ilse Westphal zaubert mittels Acryl, Öl und Aquarell Tanzszenen, Landschaften oder Köpfe auf die Leinwand.
Im alten Gemeindesaal beeindruckten die großformatigen figurativen Bilder von Ilse Feiner genauso wie ihre Holzschnitte, deren Entstehung sie fachkundig erläuterte. Auch die abstrakten Acrylbilder von Gerda Darmann verdeutlichten deren künstlerisches Schaffen. Die von ihr bemalten Eier beeindruckten manchen Besucher durch die Vielfalt der Formen und Farben vielleicht noch mehr.
Auf den ausgestellten Photos von Andrea Hanke konnte man die künstlerische Schaffenskraft der Natur in der Landschaft um Roßtal oder auch in Neuseeland erkennen.
Folgte der Besucher den Tondo-Zeichen in der Rathausgasse, gelangte er über den französischen Markt am Zimmerplatz in das Atelier der Konzeptkünstlerin Gabriele Olesch im alten Feuerwehrhaus. Ihre Kunst entwickelt sich aus Ideen und Konzepten, die sie mit Hilfe anderer Menschen weiterentwickelt und auf Fotos, Papier oder Videofilmen dokumentiert.
Seit dem 20.06.2004 kann man in der Krypta unserer Laurentiuskirche ihre Videoinstallation „fiale - variante I“ über das Entstehen eines gotischen Türmchens (= Fiale) besichtigen.
Der Weg führte weiter in die Aula der Grundschule, wo Marga Peipp, Hannelore Hirschmann, Andrea Lederer, Eva-Maria Moser, Inge Scheiderer und Edwin Worst ihr künstlerisches Schaffen vorstellten. Die ausgestellten Aquarelle zeigten neben Motiven aus unserer Heimat auch verwischte Ansichten von Städten aus der neuen Welt oder aus südlichen Gefilden.
Frau Lederer und Frau Moser stellten ihr künstlerisches Schaffen nicht nur in Bildern sondern auch durch selbst verfasste Gedichte dar.
Auch die Radierungen und Landschaften von Frau Scheiderer ließen in ihrer fantastischen Bildhaftigkeit dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen.
Der Rundweg lenkte die Besucher über die Schulstraße bis „In die Gasse“. Die Aquarelle von Karin Helmreich und Gudrun Lüdtke kamen im Innenhof des Anwesens „In der Gasse“ Nr. 3 besonders gut zur Geltung. In dieser Atmosphäre leuchteten die Farben der Bilder von fränkischen und toskanischen Landschaften, selbst am eher trüben Sonntagnachmittag, strahlend hell.
Der Weg zu den kunst orten der beiden noch beteiligten Künstler im Cafe Pfiffer und in der Gärtnerei Seyschab erforderte zwar einen kleinen Umweg, die ausgestellten Bilder entschädigten jedoch diesen Aufwand. In den reizvollen Umgebungen kamen die fantasievollen und ausdrucksstarken Motive des Matthias Feyerabend ebenso wie die in Mischtechnik oder Tusche dargestellten südlichen Landschaften und Ortsansichten des Horst Auerochs besonders gut zur Geltung.
In Gesprächen während der Ausstellung mit Besuchern und den Künstlern äußerten alle die Meinung, dass diese kunst orte kein einmaliges Ereignis gewesen sein dürfen.
Bei allen, die diese Veranstaltung ermöglicht haben – Künstler, Helfer, Eigentümer der Ausstellungsorte und Sponsoren – möchte ich mich auf diesem Wege nochmals auf das herzlichste bedanken.
Johann (Hannes) Völkl
Kulturreferent
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