Roßtaler Künstler
Andrea Sauer
Serpent
Das oder der Serpent wurde ca. 1590 in Frankreich zur Unterstützung der Unterstimmen des Chorgesanges in der Kirche entwickelt und war dann mehrere Jahrhunderte weitverbreitet in der Kirchen- und Militärmusik, besonders in Frankreich.
(Dort sah ich auch mit 15 Jahren die ersten Serpenten in einem Museum hängen und es war „Liebe auf den ersten Blick“…, leider war es gar nicht so einfach, an ein Serpent zu kommen, da es kaum noch hergestellt wird. Meines habe ich, welch ein Glücksfall(!), bei ebay ersteigern können, knapp 30 Jahre später…)
Leider wurde das Serpent aber im Orchester mit der Zeit von der Ophikleide verdrängt, die aber bald darauf der Tuba weichen musste, die noch intonationssicherer und volltönender war...
Original besetzt ist das Serpent u. a. in folgenden Werken: »Rienzi« von Wagner, »Symphonie fantastique« und »Messe Solennelle« von Berlioz, »Paulus« und »Die Schottische« von Mendelssohn.
Ich durfte bei der Overtüre zu »Rienzi« (R. Wagner) in Lingen beim Orchesterseminar von Sinfonia da capo unter der Leitung von Gert Feser mitblasen. (Siehe Foto)
Weitere allgemeine Infos zum Serpent findet man unter
www.serpentwebsite.com (englisch) und Wikipedia: Serpent (Musik)
Staatstheater Nürnberg: Kinderoper »Honigkuchen für Zerberus« (u. a. mit Serpent...)
