Wappen Roßtal

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Letzte Änderung: 2004-06-13

Steinharte Backware

In Roßtal gibt es das „Martinerla“ jetzt als Skulptur

ROSSTAL (clw) - Zum Glück war das Geschenk aus Stein und nicht aus Schmalz. Der Regen hätte es sonst schon bei der Enthüllung in ein trauriges Häuflein Matsch verwandelt. Die Rede ist von dem „Martinerla“, das der Gewerbeverband dem Markt Roßtal überreicht hat – zum 1050. Geburtstag der Gemeinde und als Dank für die gute Zusammenarbeit.

Die Skulptur des Roßtaler Steinmetz' und Bildhauers Victor Bulgariu besteht aus feinkörnigem Pfälzer Sandstein, denn der fränkische wäre zu grob gewesen. Sie verkörpert Roßtals Wahrzeichen, ein „Martinerla“. Und für alle, die das nicht wissen: Das „Martinerla“ ist ein Schmalzgebäck, das an Weihnachten gegessen wird.

Das steinerne „Martinerla“ hat der Künstler mit den Wappen der drei Partnergemeinden Thalheim, Auzances und Roßtal ausstaffiert. Ein Symbol dafür, dass aus Partnerschaften Freundschaften entstehen können. Vom „umgesetzten europäischen Gedanken in Stein gehauen“ schwärmte Johann Schmidt, Vorsitzender des Gewerbeverbands.

Der extra angereiste Bürgermeister aus Thalheim, René Kühn, und Gäste aus Frankreich konnten sich mit eigenen Augen davon überzeugen, dass die Wappen sogar in etwa in die Richtung ihrer Gemeinden zeigen.

Auch der Standort der Skulptur ist wohl überlegt: An der Freifläche der Wegbrücke, dem Einfallstor zum Oberen Markt, gehen täglich viele Menschen vorbei – zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen. „Dieses Kunstobjekt erfreut hoffentlich noch unsere Enkel und Urenkel“, meinte Johann Schmidt bei der verregneten Enthüllung.

Und: „Es soll möglichst vielen Menschen Freude bringen und vielleicht beim Vorbeigehen ein Lächeln ins Gesicht zaubern.“

Quelle: Fürther Landkreisnachrichten vom 14. Mai 2004, Seite 3





Endlich war es soweit: Auf der Grünfläche „an den Wegbrücke“ wurde durch den Gewerbeverband Roßtal die „Martinerla Skulptur“ feierlich enthüllt und an den Markt Roßtal übergeben. Als Dankeschön für gute Zusammenarbeit und als Geschenk zum 1050-jährigen Bestehen des Marktes hat sich der Gewerbeverband vor einem Jahr dazu entschlossen, dem Markt Roßtal eine Sandsteinskulptur in der groben Form des „Martinerla“ zu schenken.

Den Beginn der Arbeiten am Sandsteinblock konnten die Besucher des letzten Martinimarktes vor der Grundschule selbst mit verfolgen. Nach rund einem Jahr langer Arbeit vollendete der Steinmetz und Bildhauer Victor Bulgariu nun die Arbeiten an seinem Meisterwerk aus Pfälzer Sandstein. Nach verschiedenen Festreden und Ansprachen von Johann Schmidt (1. Vorsitzender des Gewerbeverbandes Roßtal), Michaela Hof (2. Vorsitzende des Gewerbeverbandes Roßtal), Friedrich Wagner (2. Bürgermeister Markt Roßtal) und Prof. Dr. Fritz Wickenhäuser (Präsident des BDS/DGV Bayern) konnte die einzigartige Sandsteinskulptur enthüllt werden.

Das „Martinerla“ aus Stein hat drei Seiten und stellt eine Symbiose zwischen dem „Heiligen Martin“ und dem „Martinerla“ dar. In seinem Armen hält es die Wappen der Partnerstädte Thalheim im Erzgebirge (seit 1991) und Auzances in Frankreich (seit 1997) sowie das Wappen von Roßtal als Zeichen dafür, dass Partnerschaften auch zu Freundschaften wachsen können. Zum Abschluss der Feierlichkeiten wurde gemeinsam das „Lied der Franken“ angestimmt. Wer die Figur betrachtet, wird auch zu dem Ergebnis kommen, dass diese dem heutigen Zeitgeist entspricht und eine schöne Bereicherung für das Roßtaler Ortsbild ist.

Daniel Arnold

Quelle: Heimatblatt vom 22. Mai 2004, Seite 2


Roßtaler „Martinerla“ als Skulptur – die Idee

Roßtaler „Martinerla“ als Skulptur – Bilder von der Einweihung

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