Jahresrückblick 2008
Es war ein ereignis- und arbeitsreiches Jahr, denn der Verein feierte 2008 sein 100-jähriges Bestehen. Zahlreiche Veranstaltungen mussten vorbereitet und organisiert werden.
Mitte des Jahres hat Heidi Felicetti ihr Amt als Schriftführerin niedergelegt; damit das Gremium wieder vollzählig war, wurde im Juni Alexandra Rogner in den Beirat berufen.
Am 6. Januar starteten wir wie immer mit dem Theaternachmittag. Dankenswerterweise übernahm die Familie Hemmeter für diesen Nachmittag die Organisation. Rainer Gegner schrieb für die Theatergruppe des Turnvereins das Stück »Gegen Oma ist kein Kraut gewachsen«. Herzlichen Dank an alle Akteure dieses Nachmittags und ich darf Sie schon heute für den nächsten 6. Januar einladen, wenn »Das Prachtstück« auf der Bühne zu sehen ist.
Der »Musikzug Roßtal« hat es sich nicht nehmen lassen, für den Wiederaufbau des Kindergartens »Sonnenblume« aktiv zu werden. Zusammen mit den »Wiesengrundmusikanten« und dem »Musikantentraum Bühl« haben sie in der Aula der Hauptschule am 26. Januar musiziert. 1.900 € wurden bei dieser Veranstaltung von den Besuchern gespendet.
Der Auftakt unserer Jubiläumsfeierlichkeiten war die Eröffnung der Ausstellung »100 Jahre Diakonie in Roßtal« in der Spitzweed-Scheune am 25. April und die Verteilung unserer Festschrift.
Es folgte am Samstag darauf das Konzert mit der »Orchestergemeinschaft Nürnberg« unter der Leitung von Christian Hutter und am Sonntag wurde der Grafflmarkt durchgeführt.
Am 19. Juli war der Windsbacher Knabenchor zu Gast.
Dem gut besuchten Festgottesdienst am 20. Juli, bei dem Pfarrer Detlev Bierbaum die Predigt hielt, schloss sich ein Frühschoppen mit zahlreichen Ehrengästen im Gemeindehaus an. Armin Roth hat diese Veranstaltung musikalisch begleitet und wir danken ihm dafür.
12.000 Lose wurden an der Kirchweih verkauft, und wir sind den Roßtaler Geschäftsleuten sehr verbunden, weil sie es mit ihren Spenden immer wieder ermöglichen, unsere Losbude mit attraktiven Preisen bestücken zu können.
Gerne haben wir den »Posaunenchor Roßtal« bei seinem 75-jährigen Jubiläum bewirtet und ebenso die Besucher der »Kultur im Pfarrgarten«.
Dieses Jahr war es wieder möglich, Mitwirkende und Gäste des Martini-Konzertes im Gemeindehaus in gewohnter Manier zu bewirten.
Die Einnahmen all dieser Veranstaltungen, nämlich 13.457,00 €, wurden für den Wiederaufbau des Kindergartens verwendet.
Kinder, deren Eltern das warme Mittagessen nicht bezahlen können, müssen in unseren Kindergärten nicht abseits stehen. Der Diakonieverein übernimmt diese Kosten und hat dafür 3.228,30 € ausgegeben. Gespendet wurde für diese Aktion 1.760 €.
Der Wiederaufbau des Kindergartens »Sonnenblume« war das Thema des Jahres.
Am 28. März war Grundsteinlegung, am 30. Mai Richtfest und pünktlich zum 1. September konnte der Kindergartenbetrieb im neuen Gebäude aufgenommen werden.
Viele Besprechungen, Telefonate und Verhandlungen waren nötig, damit alles rechtzeitig fertig wurde. Herzlichen Dank an Elisabeth Helmreich und Reinhard Bär für ihren Einsatz und die viele Zeit, die sie für dieses Projekt aufgebracht haben.
Die Gesamt-Baukosten für den Kindergarten betragen 1.625.000 €. Finanziert wird dieser Bau mit der Zahlung der Brandversicherung in Höhe von 739.129 €, 102.580 € Spenden und 958.014 € zahlt der Markt Roßtal als Zuschuss.
Inzwischen sind 90 % der Baukosten bezahlt. Für die verbleibenden 10 % (ca. 168.915 €) muss ein Zwischenkredit aufgenommen werden, weil der Markt Roßtal seinen restlichen Zuschuss erst 2009 bezahlt.
Mit dem Anbau des Diakoniehauses ist die Sanierung dieses Gebäudes endgültig abgeschlossen. Er wird an der Hausseite von den Mietern als Abstellmöglichkeit für Fahrräder u. a. genutzt und auf der Kindergartenseite als Garage für den Fuhrpark der Kinder (Bobbycar, Dreiräder und Roller).
Am 21. November wurde Reinhard Bär vom Präsidenten des Diakonischen Werkes Bayern, Dr. Ludwig Markert, mit dem Kronenkreuz in Gold geehrt. Dr. Markert dankte Reinhard Bär für 28 Jahre Mitarbeit in der Diakonie und das große Engagement mit dem er unseren Verein nach vorne gebracht hat.
Aus der Diakoniestation, an der der Verein mit 16 % beteiligt ist, gibt es zu berichten:
In der Station sind z. Zt. 25 Pflegekräfte beschäftigt und diese betreuen 85 Patienten. Täglich werden 160 Hausbesuche durchgeführt.
Alle 35 Wohnungen im Betreuten Wohnen sind vermietet.
Und die Station erwirtschaftete einen Gewinn.
Seit September gibt es eine Gruppe für Demenz-Erkrankte, die von einer Fachkraft und einem Helfer betreut wird. Ca. 11 Patienten treffen sich einmal wöchentlich für zwei Stunden im Betreuten Wohnen um dort miteinander zu singen, Spiele, Sitztänze und Gedächtnistraining zu machen. Jede Woche steht für diese Gruppenarbeit ein anderes Thema auf dem Programm, z. B. Schulanfang oder Advent. Die Pflegekasse beteiligt sich an den Teilnahmekosten mit bis zu 200 € pro Patient.
Statistik:
195 Personen kamen zu den sechs Vorträgen, die wir im Rahmen unserer Erwachsenenbildung angeboten haben.
Dem Diakonieverein sind 6 neue Mitglieder beigetreten, 24 sind verstorben, sodass der Verein Ende 2008 noch 547 Mitglieder zählt.
Mit der heutigen Mitgliederversammlung endet die Amtszeit der 2004 gewählten Vorstände und Beiräte. Ihnen und auch ihren Partnern danken wir für ihre rege Mitarbeit zugunsten unseres Vereins.
Und zum Schluss steht der Dank an alle, die unsere Arbeit unterstützen.
Irmgard Schläger
