Presseinformation der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns

Corona-Krise: KVB startet neues psychotherapeutisches Unterstützungsangebot

Despair

Ein neues Unterstützungsangebot für Menschen, die sich aufgrund der bestehenden Pandemiesituation oder einer angeordneten Quarantäne psychisch belastet fühlen, hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) vorgestellt.

Hunderte von psychotherapeutisch tätigen Ärzten, psychologischen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten sind bayernweit einem Aufruf des Vorstands der KVB gefolgt und bieten individuelle Beratung und Hilfe per Videosprechstunde. Die Kosten für das neuartige Angebot werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

 

In der Rubrik Service / Patienten / Coronavirus-Infektion auf der Internetseite der KVB – www.kvb.de – finden Betroffene ab sofort eine Liste von Ärzten und Psychotherapeuten aus den verschiedenen Bezirken Bayerns, die sich an dem kurzfristig gestarteten Vorhaben beteiligen.

 

Das Angebot richtet sich vor allem an Menschen, die psychisch unter der derzeitigen Situation leiden oder mit der häuslichen Isolierung nicht zurecht kommen. Wer davon Gebrauch machen möchte, hat die Möglichkeit, in der online verfügbaren Liste nach einer Praxis am jeweiligen Wohnort oder auch darüber hinaus zu suchen. Die erste Kontaktaufnahme erfolgt telefonisch, um einen individuellen Termin für eine Video- oder im Einzelfall auch Telefonsprechstunde zu vereinbaren. Internationale Berichte über mehr häusliche Gewalt oder auch über das vermehrte Auftreten von Panik- und Depressionssymptomen zeigten laut dem Vorstand der KVB, dass ein solches niederschwelliges und unbürokratisch zu nutzendes Angebot dringend notwendig sei. Der Vorstand der KVB – Dr. Wolfgang Krombholz, Dr. Pedro Schmelz und Dr. Claudia Ritter-Rupp – sagte dazu: „Das Coronavirus stellt nicht nur eine extreme Belastungsprobe für die medizinische Versorgung in Kliniken und Praxen dar, sondern ist vor allem eine gewaltige gesamtgesellschaftliche Herausforderung mit noch unklaren Auswirkungen auf unser künftiges Leben. Insofern sind wir sehr dankbar, dass sich hunderte engagierte Kolleginnen und Kollegen an diesem Unterstützungsangebot beteiligen und den Menschen helfen, die unter dem Katastrophenfall und der Pandemie psychisch leiden.“

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