Geflügelpest in Bayern – Regelungen für den Landkreis Fürth

Vogel

Seit November treten in Bayern immer wieder Fälle von Geflügelpest, auch Vogelgrippe oder aviäre Influenza genannt, bei Wildvögeln auf. Ende Januar wurde nun auch ein Fall eines infizierten Hühnerbestandes im Landkreis Bayreuth bekannt. In den nächsten Wochen wird sich die Tierseuche im Wildvogelbereich nach Einschätzung von Experten weiter ausbreiten. Die Gefahr der Übertragung auf das Hausgeflügel besteht durch die Ausscheidung von Viren über Körpersekrete.


Besonders gefährdet sind Klein- und Hobbyhaltungen, da für diese nicht die gesetzlichen Anforderungen der größeren Betriebe gelten. Das Bayerische Umweltministerium hat deshalb reagiert und verstärkte Sicherheitsmaßnahmen für die Haltung von Haus- und Nutzgeflügel in ganz Bayern angeordnet.


Die Regelungen des Umweltministeriums dienen der Vorsorge, um eine Einschleppung oder Weiterverbreitung der Tierseuche zu verhindern. Sie umfassen dabei unter anderem die Sicherung der Ställe gegen unbefugtes Betreten, das Tragen von Schutzkleidung sowie die konsequente Reinigung und Desinfektion.


Das Landratsamt Fürth hat aus diesem Grund eine Allgemeinverfügung erlassen, in der die Regelungen und entsprechenden Maßnahmen für Geflügelhalter im Landkreis Fürth aufgeführt sind. Diese gelten auch für Privatpersonen, die nur wenige Tiere im Garten halten. Eine Stallpflicht gilt für den Landkreis Fürth noch nicht, kann aber bei Fortschreiten des Seuchengeschehens zu einem späteren Zeitpunkt angeordnet werden.

 

Neben den Maßnahmen für die Geflügelhalter gilt außerdem ein Fütterungsverbot für wildlebende Wasservögel im gesamten Landkreis Fürth, um eine größere Ansammlung dieser Tiere und damit eine erhöhte Übertragungsgefahr zu vermeiden. Die Inhalte der Allgemeinverfügung finden Sie hier.

 

Laut Friedrich-Löffler-Institut gibt es bisher keine Hinweise darauf, dass die aktuell nachgewiesenen Subtypen der Geflügelpestviren auf den Menschen übertragen werden können. Tot aufgefundene Wasser- und Greifvögel sollten dennoch nicht angefasst werden und der Fund stattdessen der Polizeiinspektion Stein (Stadt Stein, Stadt Oberasbach und Markt Roßtal) unter der Rufnummer 0911 – 967 82 40 bzw. der Polizeiinspektion Zirndorf (restlicher Landkreis) unter der Rufnummer 0911 – 96 92 70 gemeldet werden. Andere Vögel sollten nur bei mehreren Todesfällen gemeldet werden. Die Tiere werden untersucht, um einen möglichen Seuchenfall schnell zu erkennen und ggf. weitere Maßnahmen ergreifen zu können.


Auch Hobby-Geflügelhalter sind verpflichtet, ihre Haltung beim Veterinäramt zu melden. Halter von Hühnern, Puten, Enten, Gänsen, Wachteln, Perlhühnern, Rebhühner, Fasanen und Laufvögeln, die dieser Verpflichtung bisher nicht nachgekommen sind, werden aufgefordert, dies nachzuholen. Das Veterinäramt des Landkreises Fürth erreichen Sie hierfür telefonisch unter 0911 9773-1904. Meldeformulare können Sie auch auf der Homepage des Landkreiseses Fürth (Veterinärwesen) herunterladen.

 

Weitere Informationen zur Geflügelpest erhalten Sie unter:
https://www.lgl.bayern.de/tiergesundheit/tierkrankheiten/virusinfektionen/gefluegelpest/

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